Bundesarbeitsgemeinschaft
der Immigrantenverbände
in Deutschland e.V. 

Abgeschlossene Projekte


Projektbezeichnung: Integration gemeinsam gestalten!

Projektlaufzeit: 15.12.2009 - 14.12.2011

Gefördert durch: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Die BAGIV hat durch die Zuwendung für Maßnahmen zur Förderung der Integration von Zuwanderern im Dezember 2009 das Projekt "Integration gemeinsam gestalten!" gestartet. Bei dem vorliegenden Projekt handelt es sich um ein sog. "Tandemprojekt". Projektpartner der BAGIV ist der DPWV Gesamtverband e.V. Es soll eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen dem etablierten Trägers DPWV mit uns als Migrantenselbstorganisation aufgebaut, in dem geplanten zweijährigen Projekt intensiviert und ausgebaut werden. Als gleichberechtigte Partner werden die beiden Organisationen entsprechend ihren Schwerpunkten das Projekt durchführen.

Ziel des Projektes soll sein, dass die teilnehmenden MigrantInnen sich zunächst selber in den einzelnen Bereichen der Fortbildungsmaßnahmen qualifizieren und gleichsam zu Multiplikatoren und Lotsen für ihre Organisationen ausgebildet werden. Die Qualifizierung läuft jedoch nicht einseitig. In gleichem Maße profitieren die Referenten, indem sie sich im Umgang mit den MigrantInnen interkulturelle Kompetenzen aneignen und diese schulen. Das Projektkonzept verfolgt somit drei Ziele: Qualifizierung von MigrantInnen bezüglich den gesetzlichen Angeboten und Regeldiensten, Ausbildung zu Multiplikatoren und Lotsen in den eigenen ethnischen Vereinen und nicht zuletzt die Schulung oder ein Training der interkulturellen Kompetenzen der Referenten. Übergeordnetes Ziel ist es, die soziale und gesellschaftliche Integration zu verwirklichen, so dass MigrantInnen sich als gleichberechtigte Bürger im demokratischen, sozialen Rechtsstaat betrachten und partizipieren können. Alle fortbildenden Maßnahmen haben als Ziel, die sozialen und gesellschaftlichen Benachteiligungen zu beheben und somit eine tatsächliche Chancengleichheit zu erreichen.

Die Hauptaufgabe des Projektes liegt schließlich darin, die Arbeit der Migrantenselbstorganisationen anzuerkennen und sie zu fördern, durch Qualifizierung ehrenamtlicher Arbeit vor Ort, Initiierung neuer Kooperationsformen und Vernetzungsstrukturen und insbesondere professioneller Begleitung.

Als Zielgruppe für das geplante Projekt sind Migrantinnen und Migranten vorgesehen. Insbesondere aktive Vereins- oder Gemeindemitglieder sind Zielgruppe des Projektes, da sie später als Multiplikatoren und Lotsen fungieren sollen und bereits innerhalb ihrer ethnischen Vereinigung Akzeptanz erfahren. Für jede Fachveranstaltung / Workshop (mehr Infos unter "Aktuelles" auf der Startseite von www.bagiv.de) werden 20-25 TeilnehmerInnen eingeplant.

Themenschwerpunkte der Tagungsreihe finden Sie hier:


Projekt "Politik in der Praxis - Politische Partizipation - Die Herausforderung"
(Beginn: 01.08.2008 - Ende: 30.04.2009)


Mit Unterstützung des Programms der Aktion Mensch "Die Gesellschafter" führt die BAGIV im Rahmen einer Gesamtkonzeption mit seinen Mitgliedsorganisationen verschiedene Veranstaltungen zum Thema "Politik in der Praxis - Politische Partizipation - Die Herausforderung" durch.

In vorbereitenden Seminaren soll die Bedeutung der politischen Teilnahme und Teilhabe an politischen Prozessen in Deutschland und Europa herausgearbeitet werden und Jugendlichen mit Migrationshintergrund als Informationsveranstaltung zur Vorbereitung auf ihre Teilnahme an Fahrten zum EU-Parlament in Brüssel, zum Bundestag in Berlin und zum Landtag NRW in Düsseldorf dienen. Gleichzeitig dienen die Seminare auf die in diesem Jahr aktuell anstehenden Ereignisse wie der Europawahl und der Bundestagswahl hinzuweisen.

Ziel des Projektes ist es, die in Deutschland lebenden Jugendlichen mit Migrationshintergrund über die politischen Prozesse (Wahlsysteme, Parteien, usw.) in ihrer Wahlheimat aufzuklären und sie zu motivieren, aktiv darin zu partizipieren.


Projekt " Integration durch Engagement"
(Beginn: 01.09.2008 - Ende: 31.12.2009)


Das Projekt "Integration durch Engagement" gefördert durch das Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration wird von der BAGIV derzeit durchgeführt. Die Maßnahme dient der Qualifizierung ehrenamtlich tätiger Eltern mit Migrationshintergrund als Multiplikatoren in Erziehungs- und Bildungsfragen.

Nach einer kurzen Bestandsaufnahme über die in Migrantenselbstorganisationen ehrenamtlich tätigen Eltern bezüglich der bereits existierenden Qualifizierungsangebote, sollen die Eltern in der nächsten Phase motiviert werden, an den verschiedenen Fortbildungsseminaren teilzunehmen und in einem Sondierungstreffen die Bedürfnisse in Erziehungs- und Bildungsfragen ermittelt werden, um gezielte Seminare zu konzeptionieren. Hierbei werden Erkenntnisse über den Qualifizierungsbedarf gewonnen, die das Angebot für Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen festlegen wird.

Die Aufgabe des Projektes, das eine Laufzeit von über 18 Monaten beträgt, liegt darin, die ehrenamtliche Arbeit in den Migrantenselbstorganisationen zu motivieren und, hinsichtlich einer Unterstützung des Bildungserfolges der Kinder durch ihre Eltern und der Verbesserung der Bildungschancen und Unterstützung des Bildungserfolges für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, gezielt fortzubilden. Die Rolle der ehrenamtlich aktiven Eltern in den jeweiligen Vereinen und Gemeinden soll gestärkt werden. Aufklärung und Hilfestellung kann helfen, herauszufinden, welche Aufgabe die Eltern übernehmen können und wie sie den Kindern und Jugendlichen über das staatliche Angebot hinaus bezüglich Erziehungs- und Bildungsfragen behilflich werden.


Projekt: Stärkung und Aktivierung des Potentials von MSO für die Integration von Zuwanderern.
(Beginn: 01.08.2006 – Ende: 31.07.2009)


Das Projekt gefördert im Rahmen der Förderung von Maßnahmen zur Integration von Ausländern durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gibt bereits im Titel die inhaltliche Konzipierung der Maßnahme vor.

Die Arbeit der Migrantenselbstorganisationen (MSO) muss Anerkennung finden und gestärkt werden. Aber die MSO verdienen nicht nur Anerkennung, gleichsam müssen wir sie motivieren, in ihrer Arbeit fortzufahren und das vorhandene Potential weiterhin zu aktivieren. Hier sehen wir als BAGIV eine Möglichkeit der Unterstützung, indem wir Fortbildungsmaßnahmen durchführen, um unsere Mitglieder zu qualifizieren und zu professionalisieren. Denn wir müssen trotz der hoch anzuerkennenden Leistung, die die MSO vollbringen, erkennen,dass ein Qualifizierungsbedarf innerhalb der MSO besteht. Aus diesem Grund haben wir in den letzten Monaten eine Erhebung bei MSO durchgeführt mit dem Ziel einer Bedarfsermittlung. Die bisherigen Ergebnisse der Bestandsaufnahme wurden als Informationsgrundlage in die Organisationen zurückgetragen. Als Ergebnisse konnten wir bis jetzt festhalten, dass neben strukturellen Schwächen in den Organisationen wie fehlende technische Ausstattung, mangelhafte Räumlichkeiten aber auch Mangel an Personal erwähnt werden muss.

Die Erstellung eines zweiten Fragebogens zur Durchführung einer Erhebung speziell für Frauen für die Bedarfsermittlung war sehr interessant und hilfreich. Insgesamt wurden ca. 150 Frauen befragt und die Fragebögen wurden statistisch verarbeitet. Die Ergebnisse sollen zu Ende des Projektes in einer Broschüre veröffentlicht werden.


Abgeschlossene EU-Projekte

Projekt: Konzepte zur höheren Bildungsbeteiligung von Schüler/innen der Sekundarstufe I. aus Nicht-EU-Staaten
(Beginn 01.01.2009 - Ende 31.12.2009)


Die BAGIV arbeitet seit Anfang des Jahres an dem aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds geförderten Projekt "Konzepte zur höheren Bildungsbeteiligung von Schüler/innen der Sekundarstufe I. aus Nicht-EU-Staaten".

Benachteiligungen aufgrund der ethnischen Herkunft von Menschen gehören zum alltäglichen Leben in den Staaten der EU. Diese können sich auf unterschiedliche Bereiche beziehen, sind aber dennoch in ihren Konsequenzen ähnlich strukturiert: Sie verwehren den Individuen eine adäquate Teilnahme und Teilhabe an der Aufnahmegesellschaft.

Diese ausgrenzenden Folgen können beispielsweise auf dem Bildungssektor beobachtet werden, wenn man bedenkt, dass die Bildungssituation der Kinder ausländischer Herkunft sich deutlich schlechter gestaltet, als die vergleichbare Situation einheimischer Kinder und Jugendlicher, was sich u.a. an der geringeren Bildungsbeteiligung nachweisen lässt (vgl. 2. Deutscher Bildungsbericht 2008).

Im erst kürzlich erschienenen 2. Deutschen Bildungsbericht wird ein deutlicher Kompetenzrückstand von Jugendlichen mit Migrationshintergrund herausgestellt. Oft wird davon ausgegangen, dass die Gründe dafür in einem geringen deutschen Sprachniveau und allgemein in der sozialen Herkunft liegen. Deshalb zielen die meisten Maßnahmen und Konzepte zur Erhöhung der Bildungsbeteiligung auf die Beseitigung von Defiziten in diesen Bereichen ab. Jedoch kann es noch weitere, auch ortsspezifische Gründe dafür geben, dass Bildung bei jugendlichen Migranten keinen hohen Stellenwert einnimmt.

Die Personen, die darüber kompetent Auskunft geben können sind die Jugendlichen, ihre Eltern und die Pädagogen in den entsprechenden Bildungseinrichtungen. Da das Projekt vorerst nur auf die Dauer von einem Jahr ausgelegt ist, wird die Gruppe der Pädagogen in den Schulen vor Ort zu den Gründen für diese geringe Bildungsbeteiligung und zu Vorschlägen zur Verbesserung der Situation befragt, so dass daraus weitergehende und innovative Konzepte entwickelt werden können.

Da der Bereich Bildung vorwiegend im Kompetenzbereich der Bundesländer liegt und somit für jedes Land spezifische Bedingungen herrschen, wird das Projekt national ausgerichtet. In allen 16 Bundesländern werden qualitative Interviews mit Pädagogen vor Ort geführt. Das gesamte Projekt soll sich vorerst über einen Zeitraum von 12 Monaten erstrecken.

Die Projektergebnisse werden in einer Dokumentation publiziert. Die Veröffentlichung der Broschüre soll zur Nachhaltigkeit des Projektes "Konzepte zur höheren Bildungsbeteiligung von Schüler/innen der Sekundarstufe I. aus Nicht-EU-Staaten" beitragen.


 
 
 
nach oben

Stand 15.06.2007 | Sitemap | Impressum | Kontakt