Bundesarbeitsgemeinschaft
der Immigrantenverbände
in Deutschland e.V. 

Unsere Partner





Nützliche Links

Weitere Links rund um das Thema Migration und mehr finden Sie hier...


Archiv 2014

24. Dezember 2014

Frohe Weihnachten


lrg 4009 kleines weihnachtslicht

Der Vorstand und alle Mitarbeiter der BAGIV wünschen
Frohe Weihnachten und ein friedvolles und gesundes Neues Jahr 2015.
Wir danken allen, die unsere Arbeit unterstützt haben
und freuen uns weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.


 

16. Dezember 2014

Engagierte Schülerinnen und Schüler gesucht - vom 01.02. bis 01.03.2015 auf www.start-stiftung.de für ein START-Stipendium bewerben!

starte mit uns durch k

Ab dem 01. Februar 2015 sucht START wieder engagierte und motivierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Für das Schuljahr 2015/16 stellt die START-Stiftung gemeinsam mit über 120 Partnern mehr als 200 neue Stipendienplätze in 14 Bundesländern (außer in Bayern und Baden-Württemberg) zur Verfügung. Vom 01. Februar bis zum 01. März 2015 können interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. 8 und 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) unter www.start-stiftung.de/bewerbung ihre Kurzbewerbung einreichen. Ausführliche Infos zur Ausschreibung und zum Stipendienprogramm sowie einen kurzen Film über START, den Stipendiaten für Bewerber gedreht haben, finden Sie auf unserer Website und unserem Youtube-Kanal. Einfach reinschauen und sich überzeugen lassen!

Weitere Informationen finden Sie hier: Ausschreibungsflyer 2015.pdf


 

5. Dezember 2014

"Gut leben in Deutschland - was uns wichtig ist"

Informationsveranstaltung für Multiplikatoren im Bundeskanzleramt in Berlin

Am 3. Dezember 2014 fand im Kanzleramt in Berlin der sogenannte "Bürgerdialog" statt. Er soll Maßstäbe für künftiges Handeln setzen, an denen sich die Bundesregierung künftig orientieren will.

Bürgerinnen und Bürger können sich, beispielsweise per E-Mail, an der offenen Diskussion beteiligen; ins Kanzleramt waren diese Woche Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Organisationen und Verbände eingeladen, die direkt mit der Kanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, und dem Vizekanzler, Sigmar Gabriel, diskutieren und ihre Anregungen einbringen konnten.

In seiner Funktion als Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände nahm Mehmet Tanriverdi als Vertreter der Immigranten in der Bundesrepublik am Dialog teil.


 

4. Dezember 2014

Willkommensregion für ausländische Studierende - Aktuelle Studie erforscht, wovon ausländische Studienabsolventen die Wahl ihres Arbeitsplatzes abhängig machen

Professor Dr. Roland Roth, der an der Hochschule Magdeburg-Stendal Politikwissenschaften lehrt, hat im Auftrag der Bertelsmann Stiftung eine Studie mit dem Titel "Willkommensregion für ausländische Studierende" durchgeführt. Er untersucht, welche Mittel und Wege die Bundesrepublik aufzeigt, um ausländische Studierende nach Abschluss ihres Studiums im Land zu halten. Die demographischen Umbrüche und der teils bereits spürbare, sich definitiv abzeichnende Fachkräftemangel haben Strategien für eine gezielte Zuwanderung nach Deutschland zu einer anerkannten politischen Option werden lassen.
Vor allem die "Demografie-Strategie" und die "Fachkräfte-Offensive" der Bundesregierung, die durch zahlreiche Initiativen in den Bundesländern und durch Netzwerke auf regionaler und lokaler Ebene begleitet werden, zeigen, dass sich etwas tut. Ausländische Studierende sind dabei zu einer wichtigen Zielgruppe geworden.

Ziel der Studie ist es, eine zumindest vorläufige Antwort auf die zentrale Frage zu finden: Wie können Hochschulen und ihre Regionen ausländische Studierende gewinnen und vor allem: halten?

Die Studie finden Sie hier: Willkommenskultur ausländischer Studierender_final.pdf


 

29.-30. November 2014

Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus - Diskriminierung und Rassismus heute

Im Rahmen der Förderaktion - Noch viel mehr vor durch Aktion Mensch konnte die BAGIV eine Bildungsmaßnahme für Jugendliche mit Migrationshintergrund aus unseren Mitgliedsorganisationen durchführen, die den Jugendlichen historische Zusammenhänge zur Zeit des Nationalsozialismus aufzeigte und sie in die Thematik des Holocaust einführte. einem vorbereitenden Seminar am 26. Oktober 2014 in Bonn wurde mit den Jugendlichen die Thematik erarbeitet, die heutigen Formen von Diskriminierung und Rassismus aufgezeigt und dafür geworben, sich für andere einzusetzen, zu helfen und sich gegen jegliche Formen von Ablehnung zu wehren. Den Jugendlichen wurden zur Vorbereitung auf die Fahrt nach Amsterdam weitere Infomaterialien der Bundeszentrale für politische Bildung zur Verfügung gestellt. Vom 29.11. bis 30.11.2014 fand die Fahrt nach Amsterdam statt. Neben dem Besuch des Anne-Frank-Haus mit Führung und der ständigen Antirassismusausstellung konnten den Jugendlichen auch allgemeine Informationen über die Niederlande und speziell Amsterdam vermittelt werden.

Die ehrenamtlich engagierten MigrantInnen aus unseren Mitgliedsorganisationen, die an der Bildungsmaßnahme teilgenommen haben, werden als MultiplikatorInnen in ihren Organisationen fungieren und dementsprechend ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben.

gefoerdert durch aktion mensch

 

28. November 2014

Pressemitteilung:

Jugendliche mit Migrationshintergrund sind benachteiligt

ZDH_00002138_2_9_dossierheader k

Foto: ZDH

Anlässlich des 7. Integrationsgipfels der Bundeskanzlerin am 1. Dezember 2014 legen die Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände e.V. und das CGIL-Bildungswerk e.V. ein gemeinsam erarbeitetes Positionspapier zum Thema Ausbildung der jungen Menschen in Deutschland mit folgenden konkreten Zielen und Handlungsempfehlungen vor:

  • Die Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen insgesamt und im Besonderen bei denen mit Zuwanderungsgeschichte erhöhen.
  • Die Bewerberauswahlverfahren sollten dahingehend überprüft werden, ob sie zeitgemäß sind und auch all denen ausreichende Chancen bieten, die selbst oder deren Eltern nicht in Deutschland aufgewachsen sind. Die Einführung eines anonymisierten Bewerbungsverfahrens kann hier Abhilfe schaffen.
  • Die oft grundsätzliche herrschende Diskriminierung muss bekämpft werden.
  • Es müssen wieder mehr Unternehmen für die Ausbildung gewonnen werden; der Öffentliche Dienst sollte beispielhaft vorangehen.

Nach dem aktuellen Berufsbildungsbericht beginnen nur halb so viele Jugendliche mit Migrationshintergrund eine Ausbildung als junge Deutsche. Ein Hauptgrund für diese Situation stellen die niedrigeren allgemeinen Schulabschlüsse von Ausbildungssuchenden mit Migrationshintergrund, aber auch mangelnde Kenntnisse über ihre Kompetenzen und zunehmende Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt dar.

Der demographische Wandel wird in absehbarer Zeit dazu führen, dass der Bedarf der Wirtschaft an ausbildungsinteressierten Jugendlichen entscheidend über der Nachfrage nach Ausbildungsplätzen liegen wird. Unabhängig davon ist die Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem Ausbildungsmarkt prekär. Diese beiden Sachverhalte angemessen zu berücksichtigen, stellt eine Herausforderung für die Politik, aber auch für alle Akteure auf dem Ausbildungsmarkt dar.

Um die Ausbildungssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu verbessern, müssen die arbeitsmarktpolitischen Instrumente für den Ausbildungsmarkt kritisch auf Effizienz und Wirksamkeit überprüft und angepasst werden.

"Wir halten die formulierten Ziele und deren Erreichen für unerlässlich auf dem Weg zu einer Chancengleichheit für Jugendliche mit Migrationshintergrund auf dem bundesdeutschen Ausbildungsmarkt" sagt Mehmet Tanriverdi, der Präsident der BAGIV. "Am dringlichsten sehen wir die Einführungen eines anonymisierten Bewerbungsverfahrens und einer Quotenregelung für die Besetzung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen im Öffentlichen Dienst an."

Das ausführliche Positionspapier einschließlich konkreter Handlungsempfehlungen finden Sie auf www.bagiv.de


 

27. November 2014

Ausbildungsland Deutschland - Jugendliche mit Migrationshintergrund ziehen den Kürzeren

Dem aktuellen Berufsbildungsbericht zufolge beginnen lediglich halb so viele Jugendliche mit Migrationshintergrund eine Ausbildung wie junge Deutsche. Hauptgründe dafür sind die niedrigeren allgemeinen Schulabschlüsse von Jugendlichen mit MIgrationshintergrund, mangelnde Kenntnisse über ihre Kompetenzen und zunehmende Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt. Der demographische Wandel wird dafür sorgen, dass der Bedarf der Wirtschaft an ausbildungsinteressierten Jugendlichen weitaus höher liegt als die Nachfrage nach Ausbildungspätzen. Unabängig davon ist die Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem Ausbildungsmarkt prekär. Beide Sachverhalte zu berücksichtigen und entprechend zu handeln, dieser Herausforderung müssen sich die beteiligten Akteure stellen.

Die Bundesarbeitsgemeischaft der Immigrantenverbände (BAGIV) hat gemeinsam mit CGIL - Bildungswerk e. V. anlässlich des 7.Intergrationsgipfels der Bundeskanzlerin am 01.Dezember 2014 ein Positionspapier erstellt, dass wesentliche Ziele und Handlungsempfehlungen zum Thema enthält.

Positionspapier Ausbildungsland Deutschland.pdf


 

21.-22. November 2014

Jugendliche Migranten machen mit!

gefoerdert durch aktion mensch

Am 21.11.14 begann das zweitägige Seminar zum Thema Bildung und muttersprachlicher Unterricht in Köln. Schwerpunktthema der Veranstaltung war die Stärkung des sozialen Engagements hinsichtlich des Spracherwerbs. Jugendliche Migranten hatten die Gelegenheit durch Input-Referate mehr zu diesem Thema zu erfahren und dies anschließend in Gruppenarbeitsphasen praktisch zu erproben. Insbesondere die wirtschaftspolitische Situation in Griechenland beschäftigte die Jugendlichen und führte zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema. So konnten hier lebende Jugendliche sich mit den Neuzugewanderten austauschen und vernetzen. Das Projekt ist allseitig auf sehr positive Resonanz gestoßen. Die Idee, weitere ähnliche Veranstaltungen durchzuführen fand bei allen Beteiligten lebhafte Zustimmung. Die Diskussionsbereitschaft der Jugendlichen und ihre aktive Teilnahme in diesem Projekt zeigt vor allem eins: Jugendliche Migranten machen mit und wollen auch in Zukunft mitmachen!


 

21.-23. November 2014

Multiplikatorenschulung "Jugendliche MigrantInnen machen mit!"

multiplikatorenschulung 2014 k

Mit der Mitgliedsorganisation der BAGIV, dem Zentralrat der Serben (ZSD), wurde eine Multiplikatorenschulung im Rahmen des durch Aktion Mensch geförderten gleichnamigen Projektes durchgeführt. Am 21. November 2014 folgten der Einladung des ZSD 32 Teilnehmer nach Berlin. Die Schwerpunktthemen der Schulung waren "Bildung und Ausbildung und "Bürgerschaftliches Engagement".

Der Workshop in Berlin diente unter anderem dazu, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Möglichkeiten der beruflichen Orientierung auch in kulturellem oder künstlerischem Bereich zu eröffnen. U.a. war der Einsatz einer serbischen Personaltrainerin, welche den Teilnehmern auf spielerische Art Ihre beruflichen Potenziale vermittelte. Mit positiven Vorbildern Wirkung zu erzielen, damit hat der Veranstalter auch sein Ziel erreicht.

"Die Kombination Freizeit und Berufsorientierung mit einander zu verbinden, war ein interessanter Ansatz. Hätte wir die Jugendlichen eingeladen mit uns in die Arbeitsagentur zu gehen, hätten wir kein so großes Echo gehabt. Viele Jugendliche wüssten gar nicht, dass es so viele Berufe im Kulturbereich gibt. Manchmal müssen wir sie halt verleiten, etwas Neues zu erfahren oder es kennenzulernen", resümierte Quintero Marrone die drei Tage in Berlin.

gefoerdert durch aktion mensch

Die regen Diskussionsbeiträge und die aktive Beteiligung der Veranstaltungsteilnehmer machten die Notwendigkeit solcher Schulungsmaßnahmen deutlich.


 

17. November 2014

Menschen mit Migrationshintergrund sind in Deutschland fest verwurzelt

Laut einer Umfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen besteht nicht nur ein hoher Wohneigentumswunsch bei deutschen Bürgern sondern auch bei Menschen mit Migrationshintergrund.

Die Umfrage kommt zu der Erkenntnis, dass Menschen mit Migrationshintergrund fest in Deutschland verwurzelt sind.

Die komplette Pressemeldung der Umfrage und Ergebnisse finden Sie hier:
Mail_PM_9_Migration_2014.pdf


 

12. November 2014

Qolo Newsletter - Die Assyrische Stimme im deutschsprachigen Raum

qolo

Die Ausgabe 6/2014 finden Sie hier: QOLO_Newsletter_6_2014.pdf

Die Ausgabe 5/2014 finden Sie hier: QOLO_Newsletter_5_2014.pdf


 

24.-26. Oktober 2014

Seminar für junge MigrantInnen aus den Mitgliedsorganisationen der BAGIV

ike001 k

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat sich die Young-BAGIV-Gruppe im Rahmen des Projektes "Identität - Kultur - Engagement" in Bonn zu einem Arbeitsseminar getroffen. Die Themen des Wochenendseminars waren "Politische Partizipation", "Integration", "Antidiskriminierung", "Antisemitismus", Besuch im Düsseldorfer Landtag auf Einladung der integrationspolitischen Sprecherin von Bündnis90/Die Grünen, Frau Jutta Velte, Stadtteilführung "Von Navajos und Edelweißpiraten" durch Köln-Ehrenfeld und anschl. Museumsbesuch in der ehemaligen Gestapo-Zentrale in Köln. In Vorbereitung auf den Besuch im Landtag erarbeiteten die TeilnehmerInnen einen Fragenkatalog und diskutierten sehr engagiert mit der Landtagsabgeordneten. Die TeilnehmerInnen waren sehr zufrieden mit den Ergebnissen aus dem Gespräch und der gesamten Veranstaltung.


 

23. September 2014

Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, Thorsten Klute, zu Besuch beim Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine e.V. in Remscheid

Am Dienstag den 23.09.14 besuchte der Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Thorsten Klute, den Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine e.V. in Remscheid.

Die Situation der spanischen Community und insbesondere die massive Zuwanderung von neuen, zum größten Teil hochqualifizierten, spanischen MigrantInnen, die aufgrund der erheblichen Wirtschaftskrise in Spanien und dem daraus folgenden Arbeitsplatzmangel derzeit nach Deutschland auswandern, analysiert.

Weitere Informationen finden Sie hier: Pressebericht_Besuch Staatssekretaer NRW_230914.pdf


 

22. September 2014

Abschlussveranstaltung BAGIV-Sportprojekt " Gewinnung und Qualifizierung von FunktionärInnen, ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen mit Migrationshintergrund" am 20. September 2014 in Gießen.

bagiv sport foto 2 k

Am 20. September 2014 fand in Gießen die Abschlussveranstaltung des über drei Jahren laufenden BAGIV Sportprojektes statt. Unter den 50 Gästen waren u.a. Vertreter vom Bund, vom Land Hessen, aus Sport und Gesellschaft, Vertreter der BAGIV-Mitgliedsverbände und TeilnehmerInnen der Qualifizierungsmaßnahme des Projektes anwesend.

Nach einem Grußwort von Mehmet Tanriverdi, Präsident der BAGIV, und einem zusammenfassenden Rückblick und der Vorstellung der Ergebnisse der im Projektzeitraum durchgeführten Erhebung durch Kemal Deniz, Projektleiter, hatten einige Projektteilnehmer die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Einsatzbereiche in den Sportvereinen vorzustellen und zugleich über die Ausbildungen zu berichten.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Talkrunde zum Therma "Integration durch Sport" mit Experten: Alisa Yepremyan, dreifache Meisterin in Karate Do-Shotokan, Munkhbayar Dorjsuren, mehrfache Weltmeisterin und Olympiateilnehmerin im Schießen, Marius Dietrich, Referent im Bundeskanzleramt, zuständig für den Bereich Integration durch Sport, Iris Escherle, Referatsleiterin im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Frank Eser, Sportjugend Hessen, Prof. Dr. Heinz Zielinski, Abteilungsleiter im Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport und Milan Cobanov, Zentralrat der Serben.

bagiv sport 20140920_130632 k

Ausgiebig thematisiert wurden insbesondere Möglichkeiten zur Erhöhung der Teilnahme und Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in den Sportvereinen, insbesondere auch in den Leitungsfunktionen, die Förderung des Ehrenamts, die interkulturelle und strukturelle Öffnung der Sportvereine, denkbare Kooperationen zwischen dem organisierten Sport und den Migrantenselbstorganisationen, zielgruppenadäquate (Fortbildungs)-Angebote für Migrantinnen, und die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme im Integrationsprozess im Allgemeinen.

Die informative Veranstaltung endete mit der Vorstellung der von der Projektleitung erarbeiteten Handlungsempfehlungen zum Thema "Integration in und durch Sport".

Die Pressemeldung aus der Gießener Allgemeine finden Sie hier:
Giessener Allgemeine 24-09-2014.pdf


 

20. September 2014

Vorankündigung

bagiv sport plakat k

Abschlussveranstaltung des BAGIV- Sportprojektes "Gewinnung und Qualifizierung von FunktionärInnen, ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen mit Migrationshintergrund" am 20.09.2014 in Gießen

Die Veranstaltung findet statt

am Samstag, den 20.09.2014
in der Kongresshalle Gießen (Kunsthalle),
Berliner Platz 2, 35390 Gießen
von 11.00 Uhr bis ca. 15.00 Uhr.

In dieser Veranstaltung werden wir neben der Präsentation der gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse des Projektes auch mit den ausgebildeten TeilnehmerInnen ins Gespräch kommen. Außerdem findet eine Talkrunde mit Experten aus Sport und Gesellschaft zum Thema "Integration durch Sport" statt.

Wir würden uns sehr freuen, einen zuständigen Vertreter Ihrer Organisation bei unserer Abschlussveranstaltung begrüßen zu dürfen und bitten um Rückmeldung bis zum 12.09.2014, unter der Tel.- Nr. 0641/49411731, oder per Mail an: sport@bagiv.de , Kemal Deniz - Projektleitung BAGIV-Sport

Das Tagesprogramm finden Sie hier: Tagesprogramm Abschlussveranstaltung 20 09 14 in Giessen.pdf


 

17. September 2014

Qolo Newsletter - Die Assyrische Stimme im deutschsprachigen Raum

qolo

Die Ausgabe 4/2014 finden Sie hier: QOLO_Newsletter_4_2014.pdf


 

15. September 2014

Rolle der Migrantenorganisationen in der Willkommens- und Anerkennungskultur"

anerkennungskultur k

Quelle: istockphoto / Robert Churchil

Bonn/Nürnberg (BAMF/BAGIV), September 2014 - Kulturelle Vielfalt ist in Deutschland längst Realität. Ein Fünftel der Bevölkerung hat Migrationshintergrund. Die mitgebrachten Kompetenzen und Potenziale der Zuwanderinnen und Zuwanderer werden jedoch nicht immer anerkannt und wertgeschätzt. Auch angesichts der demografischen Entwicklung und des zunehmenden Fachkräftemangels gilt es die vorhandenen Potenziale besser zu nutzen und für qualifizierte Zuwanderung zu werben. Um Deutschland für Zuwanderinnen und Zuwanderer attraktiv zu gestalten, gewinnt der Ausbau einer Willkommens- und Anerkennungskultur immer mehr an Bedeutung. Welche Rolle Migrantenorganisationen dabei spielen können und wollen, stand im Fokus einer Fachtagung zu der das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) am 08.09. und 09.09.2014 nach Nürnberg eingeladen hat . Unter den rund 200 Teilnehmern auch der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV), Mehmet Tanriverdi.

"Eine ausgeprägte Anerkennungskultur ist für den Zusammenhalt der Gesellschaft unabdingbar. Wir brauchen eine Anerkennungskultur, damit die Menschen, die in diesem Land leben, nicht nur theoretisch das Gefühl haben, dass sie dazugehören und dass sie ein Teil des Ganzen sind. Sie müssen das Gefühl, anerkannt zu sein und dazuzugehören, auch ganz konkret und praktisch im täglichen Leben auch erfahren. Das können sie nur, wenn sie teilhaben können", sagte Tanriverdi im Rahmen der Fishbowl-Diskussion, in welcher es um die Rolle der Aufnahmegesellschaft ging.

Foto_BAMF1_28092014 k

Das BAMF hat sich offensichtlich der Etablierung einer Willkommens- und Anerkennungskultur verschrieben. In stetiger Reihenfolge wird das Thema aufgegriffen und behandelt. Wobei sich das BAMF hierbei als gestaltende Behörde versteht, welche Impulse und Denkanstöße zum Thema einbringt und Praxisansätze mitgestalten will. Zugleich unterstützt die Behörde den öffentlichen Dialog, indem sie Raum für Ideenentwicklung, Austausch und Vernetzung anbietet.
Anerkennungskultur meint Wertschätzung gegenüber kultureller Vielfalt und soll als Grundlage den gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützen. Für diese Ziele gilt es, Teilhabe und Mitwirkung in einer aktiven Zivilgesellschaft zu fördern und zugleich Berührungsängste zu hinterfragen, Vorurteile abzubauen und Diskriminierung entgegenzuwirken, ebenso wie auch die Integrationsbereitschaft der Aufnahmegesellschaft in den Blick zu nehmen.

"Wovon wir uns verabschieden müssen ist, dass das reine Verbreiten von Wissen ausreicht. Den Leuten mit Statistiken zu zeigen, dass bestimmte Gruppen nicht wie behauptet kriminell oder fundamentalistisch sind, ändert nichts an ihrem Bauchgefühl. Ich glaube, die besten Strategien zielen darauf ab, mit Erzählungen Narrative zu verändern. In den Köpfen hat sich festgesetzt, dass Deutschland kein klassisches Einwanderungsland ist und erst seit sechzig Jahren Personen aus "fremden" Kulturkreisen hier aufschlagen. Das ist falsch", meinte Dr. Naika Foroutan, Sozialwissenschaftlerin an der Humboldt-Universität zu Berlin, im Vorfeld der Fachtagung.

Die Fachtagung "Anerkennungskultur vor Ort - Bürgerschaftliches Engagement interkulturell öffnen und stärken" widmete sich diesen Aufgabenstellungen und setzte hierzu konkret am Lebensalltag der Menschen und der Handlungsebene vor Ort an.

Der thematische Schwerpunkt lag auf Fragestellungen rund um Bürgerbeteiligung und Engagement und wurden unter folgende Aspekte diskutiert werden:

  • Wie kann es gelingen, Kontaktmöglichkeiten zwischen Menschen verschiedenster Herkünfte und kultureller Identitäten im Alltag zu schaffen und Gelegenheiten für Dialog und Miteinander vor Ort zu nutzen?
  • Welche Impulse können lokale Beteiligungsstrukturen (z.B. Bürgervereine, Community Organizing, Quartiersentwicklung) leisten?
  • Welche Chance liegt in der interkulturellen Öffnung bereits bestehender Engagement- und Partizipationsstrukturen (z.B. Elternbeiräte, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz)?
  • Wie können Bevölkerung vor Ort und insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund erreicht und ihre vielfältigen Interessen eingebunden werden?

Die Tagung richtete sich sowohl an Praktikerinnen und Praktiker aus der Projektarbeit und ehrenamtlichen Initiativen, die im Bereich Integration, kulturelle Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt bereits arbeiten oder es wollen als auch an Mitarbeiter aus Verwaltung und Stiftungen. Neben Vertretern der BAGIV nahmen auch andere Mitgliedsverbände der BAGIV an der Vranstaltung teil. So der Verband der Asyrischen Gemeinden und der Zentralrat der Serben in Deutschland.

Zur BAMF-Fachtagung in Nürnberg siehe auch den Kommentar von Mehmet Tanriverdi, Präsident der BAGIV unter vom 10.September 2014


 

10. September 2014

Warum wir eine Anerkennungskultur brauchen

Kommentar von Mehmet Tanriverdi, Präsident der BAGIV

In Zeiten wie diesen, in denen die Nachrichten beherrscht werden vom Krieg in Gaza, vom Krieg der IS-Kämpfer im Irak, in Syrien und Kurdistan, von der Krise in der Ukraine und der Ebola-Epidemie in Sierra Leone - ganz zu schweigen von Katastrophen, die sich ereignen, von denen wir nichts oder nur wenig wissen, weil über sie nicht berichtet wird, in diesen Zeiten, in denen zunehmend Flüchtlinge unsere Hilfe benötigen, weil sie zuhause nicht mehr leben können und wollen, in Zeiten, in denen aufgrund der weltpolitischen Lage ganz neue Wanderungsbewegungen entstehen, sollten wir uns ein paar Gedanken darüber machen, wie wir in Zukunft miteinander leben und sie gestalten wollen. Es gibt freilich auch eine andere Seite des Wanderns, nennen wir sie freiwillige Mobilität; heutzutage arbeiten viele Menschen fern von daheim, machen Karriere im Ausland, ziehen um, verbringen eine Zeit in der Ferne, kehren wieder in ihr Heimatland zurück, oder finden eine neue Heimat da, wo sie arbeiten. Überall leben Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, so auch hier in Deutschland.

Da stellt sich die Frage: Was kann diese heterogene Gesellschaft zusammenhalten?
Zeit, sich ein paar Gedanken über die Anerkennungskultur in unserem Land zu machen.

Eine ausgeprägte Anerkennungskultur ist für den Zusammenhalt der Gesellschaft unabdingbar.
Wir brauchen eine Anerkennungskultur, damit die Menschen, die in diesem Land leben, nicht nur theoretisch das Gefühl haben, dass sie dazugehören und dass sie ein Teil des Ganzen sind. Sie müssen das Gefühl, anerkannt zu sein und dazuzugehören, auch ganz konkret und praktisch im täglichen Leben erfahren. Das können sie nur, wenn sie teilhaben können.

Dazu muss eine Kultur entstehen, die zwei Aspekte von Anerkennung vereint und zulässt:
Zum einen müssen die Menschen selbstverständlicher Teil der Gesellschaft sein und Zugang haben zu den Rechten, die für die Bürger des jeweiligen Landes gelten, Zugang haben zu Leistungen, die den Bürgern zustehen. Zum anderen müssen sie die Möglichkeit bekommen, sich einzubringen, sich zu engagieren, sich in der Aufnahmegesellschaft einzusetzen und ihren Pflichten nachzukommen. Eine engagierte, gelebte Anerkennungskultur muss sich verstärkt den schon hier lebenden Menschen widmen und sie mit all ihrem Potenzial anerkennen.

Wie es um die Anerkennungskultur in unserem Land bestellt ist, lässt sich auch sehr gut anhand der sozialen und politischen Teilhabe - oder eben der Nicht-Teilhabe! - von Menschen mit Migrationshintergrund ablesen. Fakt ist, dass Menschen mit Migrationshintergrund in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens nicht ausreichend vorkommen. In Parteien, in Rathäusern und unter den Lehrkräften in Schulen ist der Prozentsatz von Menschen mit Migrationshintergrund bislang eher gering. In Deutschland existiert eine Anerkennungskultur, die weiter entwickelt werden muss. Sie steckt noch in den Kinderschuhen.

Wie es um die Anerkennungskultur in unserem Land bestellt ist, und wo angesetzt werden muss, um die Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren, lässt sich auch anhand der Antworten auf diese Fragen messen:

Was erkennt unsere deutsche Gesellschaft denn überhaupt an?
Wen erkennen wir an?
Werden die Migranten ausreichend anerkannt?
Erkennen wir das Sprachpotenzial von Migranten als Reichtum an?
Ihre Religion?
Wertschätzen wir die kulturelle Vielfalt, die wir durch sie in Deutschland haben?

Könnten wir die letzten vier Fragen schlicht mit "Ja" beantworten, wären wir schon ziemlich weit mit unserer Anerkennungskultur. Idealerweise müssen wir irgendwann gar nicht mehr über Anerkennungskultur diskutieren, weil sie so selbstverständlich ist. Bis dahin brauchen wir sie aber erst einmal, die Anerkennungskultur, die wir weiterentwickeln und etablieren müssen.


 

5. September 2014

Integration verändert die Gesellschaft als Ganzes: Warum wir ein neues Narrativ brauchen!

foroutan naika k

FOTO: Frank Nürnberger/BAMF

Dr. Naika Foroutan ist Sozialwissenschaftlerin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Rahmen der Tagung "Anerkennungskultur vor Ort" am 8. und 9. September 2014 im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wird sie einen Fachimpuls zum Thema "Anerkennungs- und Ausgrenzungsdynamiken in der Gesellschaft" geben. Wir haben sie im Vorfeld zur Frage interviewt, was Anerkennungskultur ausmacht und wie wir sie etablieren können.

Der Begriff "Willkommenskultur" ist in aller Munde, die Anerkennungskultur dagegen weniger. Woran liegt das?

Lange Zeit waren Integrationspolitik und -maßnahmen sehr konzentriert auf die Gruppe der Migranten. Die Fronten waren dabei geklärt: Die Etablierten gewähren Integration, die Zuwanderer müssen Anstrengungen unternehmen und sich verändern. Von dieser Vorstellung sind wir längst abgerückt. Bei vielen Menschen hat sich aber noch nicht durchgesetzt, dass Integration die Gesellschaft als Ganzes verändert. In dieses veraltete Gedankenkonstrukt passt die Willkommenskultur besser rein, weil wir dann weiter in der Rolle des Gastgebers agieren können. Die Anerkennungskultur zwingt uns dagegen etablierte Strukturen und Rollen zu hinterfragen - sehr viel stärker, als dies die "Willkommenskultur" tut.

Warum ist es aus Ihrer Sicht wichtig, sich mit Anerkennungskultur zu beschäftigen?

Wir dürfen nicht unterschätzen, wie wichtig das Thema Anerkennung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und Frieden ist. Gucken wir nach Schweden, wo wir massive Unruhen in den Vororten erlebt haben. In Schweden muss niemand hungern, die Leute haben Zugang zum Bildungssystem, sie sind gesundheitlich und wohnlich versorgt. Strukturelle Integration ist also gewährleistet. Was fehlt, ist aber die symbolische Integration - sprechen wir von Anerkennung. Es reicht also in einer Gesellschaft nicht aus, die strukturellen Integrationsbarrieren aufzuheben. Es müssen auch symbolische Integrationsbarrieren beseitigt werden.

Wie kann diese symbolische Anerkennung erzeugt werden?

In einer Zeit, in der mehr als 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland leben, muss Vielfalt ein Teil unserer Identität werden. Das fängt schon damit an, dass wir neue Wörter brauchen, um zu beschreiben, was heutzutage deutsch ist. Wir probieren das mit Begriffen wie "neue Deutsche" beispielsweise.

Außerdem brauchen wir ein neues Narrativ. So wie die USA und Kanada sich dieses Image einer "Nation of Immigrants" gegeben haben, brauchen wir einen neuen Begriff, um unser Land zu beschreiben. Der Bundespräsident sprach kürzlich von der "Einheit der Verschiedenen". Das ist etwas, was aufgenommen und als Narrativ weiterentwickelt werden könnte.

Um eine Anerkennungskultur in Deutschland zu etablieren, muss die Aufnahmegesellschaft erreicht und Vorurteile abgebaut werden. Wie kann das gelingen?

Wovon wir uns verabschieden müssen ist, dass das reine Verbreiten von Wissen ausreicht. Den Leuten mit Statistiken zu zeigen, dass bestimmte Gruppen nicht wie behauptet kriminell oder fundamentalistisch sind, ändert nichts an ihrem Bauchgefühl.

Ich glaube, die besten Strategien zielen darauf ab, mit Erzählungen Narrative zu verändern. In den Köpfen hat sich festgesetzt, dass Deutschland kein klassisches Einwanderungsland ist und erst seit sechzig Jahren Personen aus "fremden" Kulturkreisen hier aufschlagen. Das ist falsch. Deutschland liegt in der Mitte Europas. Die Menschen mussten bei ihren Wanderungen durch Europa das Land durchqueren und sind dann hier geblieben. In manchen Ecken Deutschlands hat die Bevölkerung französisch, sorbisch oder polnisch gesprochen, und ihre Identität war trotzdem deutsch.

Diese Vorstellung, dass Deutschland schon immer homogen war, gilt es beispielsweise durch Schulbücher, im Geschichtsunterricht, in Geographie oder auch im Mathematikunterricht, wo gezielt auf die Herkünfte und Ursprünge unseres Wissenskanons hingewiesen werden kann, aufzubrechen. Auch Kampagnen können ein Mittel sein. In Nordrhein-Westfalen gab es vor 20 Jahren die Aktion "Jeder echte Kölner war einmal Ausländer". Auch wenn ich die Begrifflichkeiten so nicht mehr verwenden würde, ist es doch ein richtiger Ansatz, den Menschen zu vermitteln, dass Vielfalt für Deutschland nichts Neues ist.


Das Interview führte Zakia Chlihi. Das Interview wurde Veröffentlicht unter:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2014/20140904-interview-foroutan.html?nn=1367522


 

1. September 2014

Neue KfW-Studie: Migranten gründen häufiger

KfW_Frankfurt_Logo_4424 k

Quelle: KfW-Bildarchiv / Thomas Klewar

In den letzten Jahren entfiel etwa jede fünfte Existenzgründung auf Migranten. Damit tragen sie mehr zum Gründungsgeschehen bei als es ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht - so die Ergebnisse des aktuellen KfW-Gründungsmonitors.

Migranten beschäftigen zudem häufiger von Anfang an Mitarbeiter und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Gründer unter den Migranten sind etwas jünger als die Gründer insgesamt, bei ihnen sind außerdem Männer häufiger vertreten.

Im Jahr 2013 haben sich 868.000 Personen in Deutschland selbstständig gemacht, 93.000 Personen mehr als im Jahr 2012. Etwa jeder fünfte Gründer ist Migrant.
In der Berlin werden seit Jahren Seminare für Existenzgründer nichtdeutscher Herkunft im Auftrag der Senatsverewaltung für Wirtschaft druchgeführt. Die Seminare finden auch in diesem Jahr in deutscher,englischer, vietnamesischer, polnischer, arabischer, türkischer, serbokroatischer und russischer Sprache statt. Realisiert werden die Seminare in enger Zusammenarbeit mit berliner Migrantenorganisationen. Darunter auch mit dem Zentralrat der Serben in Deutschland (ZSD), einem Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände (BAGIV).

"Die meisten Teilnehmer unserer Existenzgründerseminare wollen aus der Arbeitslosigkeit ausbrechen und ihr Leben in die eigenen Hände nehmen. Wir stellen jedoch fest, dass der Wunsch nach einer Selbstständigkeit im krassen Gegensatz zu den tatsächlichen kaufmännischen und organisatorischen Erfahrungen der Gründer steht. Sie sind zwar gute Handwerker und Dienstleister - jedoch unerfahrene Kaufleute und Organisatoren. Deshalb wollen wir sie durch gezielte Ansprache in den Muttersprachen für die Selbstständigkeit sensibilisiert und stufenweise an diese heranführen. Vorzeitige Geschäftsaufgaben und Firmenpleiten sollen dadurch verhindert werden", so Vladan Ivanovic-Anders, zuständiger Projektleiter im ZSD anlässlich des offiziellen Starts von insgesamt 9 Existenzgründerseminaren.

Information und Anmeldung zu den Gründerseminaren in Berlin unter:
www.zukunftplanen-chancensehen.de

Alle Information und Ergebnisse der KFW-Studie:
https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/Fokus-Nr.-67-August-2014.pdf


 

28. August 2014

Bundessagentur für Arbeit wünscht sich stärkeren fachlichen Austausch mit Migrantendachverbänden

logo_iq

Nicht über, sondern mit Migrantinnen und Migranten reden. Das ist eine Maxime auch des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung. Das Förderprogramm Integration durch Qualifikation (IQ) arbeitet mit Migrantinnen und Migrantinnen und mit Migrantenorganisationen zusammen. Ende August wurden weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) und bundesweit tätigen Migrantendachverbänden bei einem Treffen in Köln ausgelotet. Ziel der Veranstaltung war es, herauszuarbeiten, wie der Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für Menschen mit Einwanderungsgeschichte über die Migrantenorganisationen verbessert werden kann.

Zu der Veranstaltung wurde auch die Bundesarbeitsgemeischaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV) geladen. Neben dem BAGIV-Vertreter waren ebenfalls BAGIV- Mitgliedsverbände anwesend. So der Zentralverband der Asyrischen Vereinigungen , der Verband der Griechischen Gemeinden sowie der Zentralrat der Serben in Deutschland.

"Die Rolle von Migrantenorganisationen als Ort der Selbsthilfe wird zunehmend anerkannt und geschätzt. Noch ist es jedoch eher selten, dass diese Vereine Kooperationspartner auf Augenhöhe von politischen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Institutionen sind. So lassen sich bislang nur wenige Kommunen oder Träger finden, die eine verbindliche Zusammenarbeit mit Migrantenorganisation eingegangen sind, um ihre Dienstleistungsaufgaben effektiver auf diese Zielgruppe auszurichten", sagte Roberto Martinez Campollo vom Bonner Büro der BAGIV.

Migrantenverbände könnten so in der Zukunft über ihre Mitgliedsorganisationen stärker den Zugang zu Informationen und Beratung erleichtern, Qualifizierungs- und Aufstiegschancen in verschiedenen Berufen vermitteln oder bei der Neuzuwanderung von Fachkräften Orientierung bieten.

Handlungsempfehlungen zur Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen: http://www.netzwerk-iq.de/fileadmin/redaktion/Publikationen/07_IQ_Publikationen/06_Migrantenorganisationen/Handlungsempfehlungen_Beratungsnetzwerk_MSO.pdf.


 

13. August 2014

Offener Brief

Angesichts der dramatischen Lage der kurdischen Yesiden und Christen im Nordirak hat sich die Kurdische Gemeinde Deutschland e.V. mit einem Appell an den Bundesaußenminister Steinmeier und in einem Offenen Brief an die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Angela Merkel, und an den Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler, Sigmar Gabriel, gewandt.


Hilfe für Kurdistan ausbauen - Genozid verhindern

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,
sehr geehrter Herr Minister Gabriel,

wir wenden uns erneut an Sie angesichts der dramatischen Lage der kurdischen Yesiden und Christen im Nordirak. Im Sinjar-Gebirge und in der Region um Mossul sind noch immer 20-30 Tausend Menschen auf der Flucht. Obgleich sich ihre Zahl verringert hat - es waren zwischenzeitlich über 200.000 - ist jeder einzelne von ihnen einer zuviel. Dank des militärischen Einschreitens der USA, ihrer gezielten Luftschläge gegen Stellungen der IS (Islamischer Staat), der Unterstützung der kurdischen Peshmerga und der bereitgestellten Lebensmittel konnte vielen in Not geratenen Menschen geholfen werden.

Bundesaußenminister Steinmeier hat dem Präsident der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak, Masud Barsani, im jüngsten Telefonat Unterstützung zugesagt und die Mittel für die humanitäre Hilfe laut aktuellen Angaben auf 4,4 Millionen Euro aufgestockt. Humanitäre Hilfe tut angesichts der dramatischen und lebensbedrohenden Lage für die Flüchtlinge in der Region absolut Not. Sie allein wird jedoch nicht ausreichen und vor allem nicht dazu führen, die IS-Terroristen auf ihrem grausigen Vormarsch zu stoppen. Die notleidende Bevölkerung ist die Folge dieses Terrors; man muss aber die Ursache selbst bekämpfen, um künftiges Leid zu verhindern.

Die Situation im Nordirak trägt zweifelsohne die Züge eines Völkermordes. Auch die Bundesverteidigungsministerin von der Leyen spricht seit gestern von einem Genozid, den es zu verhindern gelte. Das begrüßen wir ausdrücklich. Nachdem, was bekannt ist, sind die kurdischen Truppen die einzigen, die den Terroristen am Boden konsequent die Stirn bieten. Sie verteidigen sich gegen einen brutalen Angriffskrieg der IS-Armee in Syrien, im Irak und in den kurdischen Gebieten. Sie verteidigen Werte, die unseren westlichen entsprechen, und handeln in unserem Sinne, wenn sie sich wehren. Die kurdischen Peshmerga-Kämpfer müssen unserer Ansicht nach aufgerüstet werden. Wir sind der Meinung, dass die brandgefährliche Lage Waffenlieferungen nach Kurdistan rechtfertigt, da es um Menschenleben geht, die gerettet werden müssen.

In der Bundesrepublik hat sich das Blatt in der Diskussion um Waffenlieferungen und militärische Hilfe erfreulicherweise gewendet: Am gestrigen Dienstag, 12. August, verkündete die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, dass man mit Hochdruck prüfe, wie die irakische Armee und damit die Kurden durch deutsches Militärmaterial und Kriegsgerät unterstützt werden können. Und das so bald wie möglich.

Die Kurdische Gemeinde Deutschland begrüßt diese Wende in der Diskussion. Denn Kurdistan ist der Stabilitätsfaktor im Nahen Osten. Darauf haben sowohl wir als Kurdische Gemeinde als auch zahlreiche Experten immer wieder hingewiesen. Die Kurdische Autonomieregion ist heute eine der prosperierendsten und sichersten Regionen im Irak. Sie erfährt seit 2003 relativen Frieden und Wohlstand. Die kurdische Regierung setzt sich für ein friedliches Miteinander aller Bevölkerungsgruppen und Minderheiten ein. Kurdistan bietet - trotz seiner eigenen eingeschränkten Mittel - Zigtausenden eine sichere Zuflucht, vor allem in der aktuellen Situation. Dort, wo Kurden selbstbestimmt leben, entwickelt sich gegen den Trend im gesamten Raum eine Demokratie.

Wir stehen hinter dem jüngsten Vorstoß der Bundesregierung und möchten Sie dennoch ermutigen, sich auch intensiv mit den Möglichkeiten der Waffenlieferungen an die Kurden auseinanderzusetzen. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie bitten, sich der Position Frankreichs anzuschließen, das sich inzwischen auf EU-Ebene für Waffenlieferungen an die nordirakischen Kurden einsetzt und die Möglichkeiten dafür prüft. "Auf die ein oder andere Weise" müssten die Kurden "auf sichere Art Ausrüstung erhalten, mit der sie sich verteidigen und zum Gegenangriff übergehen können", sagte der französische Außenminister Laurent Fabius am vergangenen Sonntag dem Fernsehsender France 2.

Für die barbarische IS kämpfen mehr als 3.000 EU-Staatsbürger. Die meisten von ihnen kommen aus England und Deutschland. Sie werden weder an der Ausreise aus noch an der Wiedereinreise nach Deutschland gehindert; die Polizei unternimmt nichts. Hierzulande muss schärfer gegen die Islamisten/Salafisten vorgegangen werden, die aus Syrien und dem Irak zurückkehren. Aus Deutschland stammende IS-Kämpfer sollten möglichst verhaftet und nicht nur vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Von ihnen geht Gefahr für die Allgemeinheit aus.

Wir dürfen das in Deutschland nicht so lange hinnehmen, bis unter anderen Bürger jüdischen und Kurden yezidischen Glaubens brutal angegriffen und/oder ihre Einrichtungen beschädigt werden.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Minister,

als Deutsch-Kurden und deutsche Staatsbürger begrüßen wir die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung für die kurdische Bevölkerung ausdrücklich und möchten Sie dennoch bitten, weiterzugehen und auch Waffenlieferungen anzuberaumen.

Wir möchten Sie außerdem auffordern, Staaten wie Katar, die die IS-Terroristen unterstützen, zu sanktionieren und ihre Regime nicht auch noch mit Waffen und Kriegsgerät zu beliefern. Es ist eine Tatsache, dass die Waffen aus Katar "Made in Germany" teilweise in die Hände der IS-Krieger gelangen.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

gez.

Mehmet Tanriverdi

Cahit Basar

stellvertretender Vorsitzender

Generalsekretär

Den vollständigen Brief finden Sie hier: Offener Brief KGD 13 08 2014.pdf


Dringender Appell zum Schutz der kurdischen Yeziden im Irak

Sehr geehrter Herr Minister Steinmeier,

den Yeziden im Irak droht ein neuer Völkermord. Die Angehörigen der yezidischen Religionsgemeinschaft in Deutschland - und wir mit ihnen - sind in höchster Sorge um das Leben und die Sicherheit von hunderttausenden yezidischen Kurden in der Region Sinjar im äußersten Nordwesten des Irak, die gegenwärtig von den Extremisten der ISIS-Gruppe angegriffen wird.

Die Yeziden sind eine kurdisch-religiöse Minderheit, die in der Vergangenheit bereits zahlreichen Pogromen und Massakern ausgesetzt war. Beinahe die gesamte yezidische Community der Türkei hat aus diesem Grund das Land verlassen und lebt heute gut integriert in Deutschland. Auch im Irak wird diese religiöse Minderheit verfolgt. Sie ist den radikalen Islamisten aufgrund ihrer Religion ein besonderer Dorn im Auge. Bereits 2007 wurden bei einem feigen Anschlag in Sinjar hunderte Yeziden getötet und tausende verletzt.

Eine weitaus größere Gefahr droht den Yeziden nun durch die neue Offensive der islamistischen ISIS-Gruppe, die immer weiter in das Kerngebiet der Yeziden eindringen. Nachdem die Islamisten einige Ortschaften unter ihre Kontrolle bringen konnten, sollen sich nach offiziellen Angaben nun zehntausende Menschen auf der Flucht befinden. Die Region Sinjar ist die Heimat von rund 450.000 Yeziden! Ihre Kulturgüter und religiösen Stätten sind von Zerstörung durch radikale Islamisten bedroht! Nachdem die sunnitischen Islamisten die nordirakische Metropole Mossul bereits Mitte Juni erobert hatten, haben sie die christlichen Assyrer/Chaldäer/Aramäer, die Shabak, Yeziden, Schiiten und muslimischen Kurden aus der Stadt vertrieben. Nun haben die Islamisten ihre Angriffe ausgeweitet. Sie befinden sich auf dem Vormarsch, um die vor allem von Yeziden bewohnte Stadt Sinjar zu erobern: Erste Hinrichtungen zeigen, dass ein Massaker droht!

Die meisten Flüchtlinge versuchen in Irakisch-Kurdistan eine Zuflucht zu finden. Die kurdische Regierung ist allein mit der Situation überfordert, ihre Aufnahmekapazitäten sind längst erschöpft.

Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie eindringlich, sich für diese Menschen einzusetzen und auf "stillem" diplomatischen Wege, aber auf höchster Ebene, an die "Schutzmächte" der Extremisten wie die Türkei, Saudi-Arabien, Katar sowie andere Staaten einzuwirken, dass diese ihre direkte oder indirekte Unterstützung für die Extremisten einstellen.

Es muss alles dafür getan werden, dass diese Menschen in ihrer Heimat bleiben können und nicht fliehen müssen. Die drohende humanitäre Katastrophe muss verhindert werden. Dafür bitten wir Sie um Ihre Unterstützung.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

gez.
Mehmet Tanriverdi
Stellvertretender Vorsitzender Kurdische Gemeinde Deutschland e.V.

Den vollständigen Brief finden Sie hier: Appell Bundesaußenminister Steinmeier.pdf

Die Briefe finden Sie auch auf der Website der Kurdischen Gemeinde Deutschland unter http://kurdische-gemeinde.de/.


 

11. August 2014

"Anerkennungskultur vor Ort - Bürgerschaftliches Engagement interkulturell öffnen und stärken"

Im Namen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge laden wir Sie herzlich ein zur Fachtagung

"Anerkennungskultur vor Ort -
Bürgerschaftliches Engagement interkulturell öffnen und stärken",

am 8. und 9. September 2014 in Nürnberg.

Anerkennungskultur meint Wertschätzung gegenüber kultureller Vielfalt und soll zugleich Grundlage des gesellschaftlichen Zusammenhalts werden. Für diese Ziele gilt es Teilhabe und Mitwirkung in einer aktiven Zivilgesellschaft zu fördern und hierzu Berührungsängste zu hinterfragen, Vorurteile abzubauen und Diskriminierung entgegenzuwirken, ebenso wie auch die Integrationsbereitschaft der Aufnahmegesellschaft in den Blick zu nehmen.

Die Fachtagung "Anerkennungskultur vor Ort - Bürgerschaftliches Engagement interkulturell öffnen und stärken" wird sich im Rahmen von Workshops, Fachimpulsen und einer Fishbowl-Diskussion etc. diesen Aufgaben widmen und setzt hierzu mit Fragestellungen rund um Bürgerbeteiligung und Engagement konkret am Lebensalltag der Menschen und der Handlungsebene vor Ort an.

Ziel der Veranstaltung ist es, sowohl Raum für den Austausch zu bewährten Handlungskonzepten zur Verfügung zu stellen als auch weiterhin bestehenden Handlungsbedarf sichtbar zu machen und die Ideenentwicklung für künftige Lösungsmöglichkeiten anzuregen.

Zielgruppe:

Die Tagung richtet sich sowohl an Praktikerinnen und Praktiker aus Projektarbeit und (ehrenamtlichen) Initiativen, die im Bereich Integration, kulturelle Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt oder auch Engagement, Partizipation und Beteiligung arbeiten (wollen) als auch an Mitarbeitende aus Verwaltung und Stiftungen.

Wann:

am 8. und 9. September 2014

Wo:

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Frankenstraße 210
90461 Nürnberg

Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenlos. Reise- und Übernachtungskosten können in begründeten Einzelfällen erstattet werden.

Für die Teilnehmenden steht ein Hotelkontingent zur Verfügung. Um Rückmeldung wird bis zum 11. August gebeten.

Nähere Informationen zum Programm und den Workshops sowie das Anmeldeformular finden Sie hier:

Programm: Anerkennungskultur-Programm.pdf
Anmeldekarte: Anerkennungskultur-Anmeldekarte.pdf


 

21. Juli 2014

BAGIV besucht BVD

bvd 1 k

Der Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, besucht den Bundesverband der Vietnamesen in Deutschland e.V. , BVD.

In der neuen Bundesgeschäftsstelle des BVD in Bochum wurde er
vom Vorsitzenden Herrn Prof. Thoai empfangen.
Anwesend waren die Vorsitzende des BAGIV-Mitgliedsverbandes Vifi, Frau Thi My-Hanh Nguyen
und zwei weitere Vorstandsmitglieder des BVD.

In einer freundschaftlichen Athmosphäre wurde sich über die integrationspolitischen Themen in Deutschland ausgetauscht.
Der BVD als Dachverband ist relativ neu in der Landschaft der Migrantenverbände. Er vertritt mehr als 30 Mitgliedsvereine der vietnamesischen MigranInnen in Deutschland
und ist in zahlreichen Bundesländern organisiert.

bvd2 k

Prof. Thoai und Tanriverdi vereinbarten eine enge Zusammenarbeit.


 

30. Juni 2014

Deutschlands Wirtschaft sucht nach Fach- und Führungskräften

Ausbildung Schule k

Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit

Juni 2014 (BfA/BAGIV) - Informationen rund um das Thema Arbeit und Beruf gibt es seit Kurzem im Internet unter www.dasbringtmichweiter.de. Diese Internet-Seite ist Teil der Kampagne der Bundesagentur für Arbeit zur Fachkräftesicherung.
Deutschlands Wirtschaft sucht nach Fach- und Führungskräften. Bereits heute ist es schwer, Arbeitsuchende und Arbeitgeber erfolgreich zusammenzubringen. Die Agentur für Arbeit kennt die Wünsche und Anforderungen beider Seiten, sie sucht geeignete Bewerberinnen und Bewerber, für Arbeitsuchende findet sie den passenden Arbeits- oder Ausbildungsplatz.

"Momentan können wir nicht von einem flächendeckenden Fachkräftemangel sprechen. Allerdings sind Engpässe in bestimmten Branchen und Regionen bereits jetzt zu spüren. Das ist nicht nur die subjektive Wahrnehmung, sondern lässt sich auch objektiv an der Relation zwischen Bewerbern und Stellenangeboten oder an Vakanzzeiten von Stellenangeboten erkennen, z.B. bei denen für examinierte Pflegekräfte, Ärzte, für bestimmte IT- oder Elektrofachleute. Neu ist, dass wir erste Mangelsituationen auch für nichtakademische Berufe wie z.B. bei Fachleuten für Sanitär oder Klimatechnik feststellen können. Deswegen ist es wichtig, dass wir uns gemeinsam für die Sicherung von Fachkräften in Deutschland einsetzen und alle Potentiale mobilisieren, so Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen."

Besonders angesprochen werden daher bei dieser bundesweiten Aktion jüngere ohne Berufsabschluss, Wiedereinsteiger, Ältere und Arbeitgeber. Für jede dieser Zielgruppe gibt es daher unter www.dasbringtmichweiter.de spezielle Informationen zu Beratungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, zur Jobbörse, zu Kontaktdaten, etc.

"Für Jugendliche welche noch keinen Ausbildungsplatz für 2014 wird es höchste Zeit noch in diesem Jahr eine Ausbildung anzufangen. Insbesondere Jugendlichen mit Migrationshintegrund empfehlen wir, sich dringend aktiv um eine Lehrstelle zu kümmern. Ihren Eltern raten wir ihre Kinder in diesem Prozess zu unterstützen und zu motivieren. Die Aktion "Das bringt mich weiter" gibt den Jugendlichen Infos aus der Arbeitswelt und Tipps zu freien Ausbildungsplätzen. Wir erinnern daran, dass nur jeder dritte Jugendliche mit Migrationshintergrund eine betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung beginnt. Angesicht dieser Zahlen begrüßen wir außerordentlich die Aktion der Bundesagentur für Arbeit über moderne Kommunikatiosnmittel, wie das Facebook, Jugendliche erreichen zu wollen", sagt Mehmet Tanriverdi, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV).

"Das bringt mich weiter" ist eine Kampagne der Bundesagentur für Arbeit und richtet sich an alle Schüler/innen, Berufseinsteiger/innen und -wiedereinsteiger/innen, die sich zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und den Chancen auf dem Arbeitsmarkt informieren möchten.

Mehr zur Aktion "Das bringt mich weiter" unter: http://dasbringtmichweiter.de/


 

30. Juni 2014

Zusammenarbeit mit dem Spanischen Rentnerverband (UDP) und dem Spanischen Bundesverband

Seniorengruppe Solingen k

Im Rahmen eines "GRUNDTVIG-Freiwilligenprojektes" für SeniorInnen (50+) hat der Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine e.V. in der Zeit vom 10. bis 30. Juni 2014 einen Austauschaufenthalt mit drei Freiwilligen aus Mitgliedsorganisationen des Spanischen Rentnerverbandes UDP, der in diesem Projekt als Partnerorganisation fungiert, durchgeführt.

Während dieser drei Wochen bekamen die drei ehrenamtlichen SeniorInnen aus Barcelona die Gelegenheit, stets in Begleitung von hauptamtlichem Personal und ehrenamtlich engagierten Senioren und Jugendlichen des Spanischen Bundesverbandes, verschiedene Altenpflegezentren, Seniorenzentren, Seniorengruppen, Mitgliedsvereine des Spanischen Bundesverbandes und kommunale Einrichtungen in Remscheid, Wuppertal und Solingen anhand informativer Führungen und Präsentationen kennenzulernen. Sie lernten jeweils vor Ort die tägliche Arbeit von Pflegeheimen und Wohnanlagen für ältere Menschen kennen, die in der Regel von Menschen mit Migrationshintergrund auch heutzutage noch zu wenig genutzt werden.

Die SeniorInnen aus Spanien wurden auch mit den aktuellen Problemstellungen junger Neuzuwanderer aus Südeuropa konfrontiert, die den Spanischen Bundesverband und seine Mitgliedsorganisationen aufgrund der wirtschaftlichen Krisensituation in den Heimatländern täglich und zahlreich als Unterstützungs- und Beratungsstellen aufsuchen. Obwohl in Deutschland derzeit eine starke Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften existiert, ist es für diese Menschen, aufgrund ihrer schlechten bzw. nicht vorhandenen Deutschkenntnisse, alles andere als einfach, eine Beschäftigung zu finden, die ihrer Qualifikation auch nur ungefähr entspricht. Hierdurch ergeben sich soziale Nöte bei Menschen, die größtenteils finanziell am Existenzminimum leben und sich hier alleine bzw. mit ihren Familien ein neues Leben und eine Existenz aufzubauen versuchen. Dieser Schritt bringt viele Veränderungen und Unsicherheiten mit sich. Der Spanische Bundesverband ist daher auf dem Weg eine Willkommens- und Anerkennungskultur zu etablieren, so dass das Interkulturelle Zentrum in Remscheid und die bundesweit verteilten Mitgliedsorganisationen sich zu wahren Orientierungspunkten für viele dieser jungen Zuwanderer, die völlig desorientiert nach Deutschland kommen, entwickeln und somit Brücken zwischen diesen Neuzuwanderern und der deutschen Aufnahmegesellschaft schaffen. Weitere Informationen finden Sie hier: Pressebericht_GRUNTVIG_06_2014.pdf


 

25. Juni 2014

"Als Deutschlehrer mit dem Namen Mehmet ist es schon etwas Besonderes, in Bayern zu unterrichten"
Ein junger kurdischstämmiger Deutschlehrer geht neue Wege

mehmet kara k

© SPIEGEL ONLINE

Mehmet Kara ist (noch, bis Sommer dieses Jahres) Referendar an einem Würzburger Gymnasium. Kurz vor seiner letzten Lehrprobe spricht er auf Spiegel Online über seinen Unterricht und seine Erfahrungen als Deutschlehrer in Bayern. Gern wäre er so tough wie der Lehrer im Film "Fack Ju Göhte", in seinem Unterricht spricht er über Hip Hop und veranstaltet RAP-Projekttage. Den Schülern und seinem Schulleiter gefällt's, das sei "etwas Lebendiges", findet letzterer. Es gibt Schülerinnen, die ihn "voll süß" finden, er habe sogar seine Hochzeitsfotos mitgebracht. Mehmet Kara ist 33 Jahre alt, ist im Kreis Marburg-Biedenkopf aufgewachsen, seine Familie stammt aus Kurdistan. Deutschland braucht mehr Lehrer mit Migrationshintergrund, darüber sind sich die Migrantenverbände und die Kultusministerkonferenz (KMK) schon lange einig. Diese Menschen bringen frischen Wind in die Schullandschaft und oftmals einen anderen, erweiterten Blick auf die Dinge, den so viel zitierten "Blick über den Tellerrand". Außerdem spiegeln sie die deutsche Realität wider, mit uns leben viele gebildete Menschen mit Migrationshintergrund, und viele von ihnen sind Lehrer.

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/lehrer-mit-migrationshintergrund-sind-in-deutschen-schulen-selten-a-974726.html

Wie sich die Würzburger Schüler von Mehmet Kara mittels selbstgeschriebener Rap-Songs die oft verschlungenen Wege der EU-Politik aneignen, davon erzählt ein Beitrag auf B5 aktuell. Hier zu hören als Podcast vom 25. Mai 2014, ab Minute 5:29.
http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/b5aktuell/mp3-download-podcast-campusmagazin.shtml


 

23.-24. Juni 2014

Strukturförderung als gesellschafts-politische Herausforderung

strukturfoerderung 001 k

"Die Strukturförderung für Migrantendachverbände ist für uns eine große Chance, die jahrelang ehrenamtlich geleistete Arbeit zu professionalisieren und ohne Zeitdruck in den nächsten zweieinhalb Jahren zu systematisieren", sagte Mehmet Tanriverdi, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV). Er verwies im Rahmen des ersten bundesweiten Treffens von zehn Migrantenverbänden, welche seit dem letzten Jahr eine Strukturförderung des Bundesamts für Migration, Flüchtlinge und Integration (BAMF) erhalten, auf die zahlreichen Baustellen innerhalb der Verbände. "Viele Migrantenorganisationen erbringen zwischenzeitlich Dienstleistungen im öffentlichen Interesse und agieren nicht ausschließlich als Interessenverbände. Die bisherige Praxis der öffentlichen Hand nur Projekte zu fördern, zwang die Verbände nur Projektorientiert zu handeln. Für den Aufbau von eigenen Strukturen blieb neben der Projektarbeit kaum Zeit oder es fehlte an Personal. Nun wird sich das ändern", so Tanriverdi.

Zu dem ersten bundesweiten Treffen in Hannover hatte das Institut für Entwicklung und Strukturforschung (IES) an der Universität Hannover geladen. In Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft MigrantInnen und Flüchtlinge in Niedersachsen (AMFN) begleitet das Institut im Auftrag der BAMF wissenschaftlich das Gesamtprojekt. Zu den Teilnehmern gehörten hauptamtliche Mitarbeiter sowie ehrenamtliche Vorstände der geförderten Organisationen. Ziel der Veranstaltung war, dass sich die geförderten Organisationen präsentieren, untereinander kennenlernen und projektübergreifend austauschen. Die vier Themenblöcke der Veranstaltung (Jugend, Eltern, Neuzuwanderer und Interessenvertretung) umschrieben gleichzeitig die inhaltlichen Arbeitsschwerpunkte der geförderten Organisationen in den nächsten Jahren.

strukturfoerderung 002 k

"Wir wollen die Migrantenorganisationen als langfristige und verlässliche Partner in der Integrationsarbeit gewinnen. Hierbei setzen wir auf ihre Expertise und auf ihr Wissen. Das Projekt ist zwar zeitlich begrenzt, eine Fortsetzung wird jedoch vom Projekterfolg abhängen. Wir sollen dabei bedenken, dass das Projekt von vielen aufmerksam beobachtet wird", mahnte Svend Clausen vom BAMF.

Deshalb sollen laut Dr. Anwar Hadeed vom AMFN die nun geförderten Organisationen schon während des Durchlaufs stetig Nachweise liefern für eine Fortentwicklung des Projekts. "Alle Beteiligten, die geförderten Organisationen, die fachliche Begleitung und das BAMF, sind am Gelingen dieses Projekts interessiert. Dass es überhaupt zu dieser Strukturförderung gekommen ist, ist schon eine gesellschaftlich-politische Herausforderung. Wir, von der fachlichen Begleitung, werden deshalb die Organisationen als eine Art "Navigationssystem" unterstützen, in dem wir ihnen den Blick von außen liefern", sagte Hadeed.


 

21. Juni 2014

"Angebote und Dienste für ältere Menschen vor der Unterbringung in einem Pflegeheim"

Remscheid TeilnehmerInnen k

Der Einladung des Bundesverbandes spanischer sozialer und kultureller Vereine zu einem erneuten Seniorenseminar im Interkulturellen Zentrum in Remscheid folgten diesmal 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Mitgliedsvereinen. Unter den Anwesenden befanden sich diesmal drei Freiwillige des Spanischen Roten Kreuzes in Barcelona, die an einem Grundtvig-Austauschprojekt teilnehmen, das der Spanische Bundesverband gerade in Kooperation mit dem spanischen Rentnerverband UDP durchführt.

Neben Informationen aus dem Ressort Soziales/Sozialplanung der Stadtverwaltung Wuppertal, dem Seniorenbeirat des Städtedreiecks Wuppertal-Solingen-Remscheid über die Dienste und Beratungsmöglichkeiten und dem Integrationsrat der Stadt Wuppertal wurden den TeilnehmerInnen die von Bundestag und Bundesrat kürzlich beschlossenen politischen Maßnahmen bzgl. Rentenangelegenheiten zu Gunsten älterer Menschen vorgestellt und in diesem Zusammenhang auch die beschlossenen Erhöhungen der Leistungen im Pflegebereich mit Berechnungsmodellen. Wichtige Aufklärung leistete das Seminar zum Thema Gewaltsituationen, Ursachen vieler Konflikte und die jeweils richtige Handlungsweise.

Weitere Informationen finden Sie hier: Pressebericht_SeniorInnen_06_2014.pdf


 

13. Juni 2014

Neueröffnung der Geschäftsstelle des Zentralverbands der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland und Europäische Sektionen e.V. (ZAVD) ..

Eröffnung ZAVD

Der Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland und Europäische Sektionen e.V. (ZAVD) eröffnete am 13.06.2014 seine neue Bundesgeschäftsstelle im Zentrum von Gütersloh. Zu der Eröffnung erschienen zahlreiche Politiker von Bundes- und Landesebene, sowie Vertreter der Stadtverwaltung Gütersloh.

Besonders zahlreich erschienen die Repräsentanten der assyrischen Gemeinden aus verschiedenen Bundesländern. Auch die assyrischen Geistlichen haben ihre Freude zum Ausdruck gebracht und für eine sichere Zukunft, dieser neu gegründeten Geschäftsstelle gebetet.

Die BAGIV wurde vor Ort durch den Präsidenten, Mehmet Tanriverdi, und das Vorstandsmitglied Circis Musa Simsek vertreten. In seinem Grußwort bedankte sich Tanriverdi für die langjährige Zusammenarbeit mit dem ZAVD. "Mit der neuen Geschäftsstelle, die ihren Beitrag zur Mitgestaltung der assyrischen Gesellschaft in Deutschland noch zu leisten hat, verbindet" der Vorsitzende der BAGIV große Hoffnungen. Er meint, dass "der junge Vorstand, die neue Geschäftsstelle, die finanzielle Förderung für die kommenden drei Jahre eine glänzende Ausgangssituation für ein neues, glänzendes Gesicht der assyrischen Gemeinschaft in Deutschland bilden".

Die offizielle Pressemitteilung des ZAVD finden Sie hier: ZAVD_PM_Eröffnung_der_Bundesgeschäftsstelle.pdf


 

10. Juni 2014

Willkommenskultur oder Kultur des Willkommens?

Kommentar von Mehmet Tanriverdi, Präsident der BAGIV

Artikel Willkommenskultur

© iStockphoto/ skynesher

Die Debatte um die Willkommenskultur in Deutschland begann vor rund zehn Jahren mit der Forderung der Unternehmen nach Fachkräften und gut ausgebildeten Akademikern. Die deutsche Willkommenskultur wurde quasi seitens der Wirtschaft etabliert - Stichwort Fachkräftemangel - und ist seitdem in aller Munde. Insbesondere in deutschen Großstädten gründeten sich sogenannte "Willkommenszentren". Sie sollen Deutschland von seiner besten Seite präsentieren und unser Land den angeworbenen, gut qualifizierten Fachkräften schmackhaft machen und sie zum Bleiben animieren. Außerdem sollen vermögende Menschen angeregt werden, ihr Kapital in Deutschland zu investieren und Unternehmen zu gründen. Sie bekommen eine Aufenthaltsgenehmigung, können ihre Angehörigen mitbringen; kurzum: Ihnen wird die Integration leicht gemacht.

Doch sind wirklich alle Menschen, die nach Deutschland einwandern, willkommen?

Jüngste Studien zeigen, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung Vorbehalte hat gegenüber Flüchtlingen und gegenüber Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen ihr Land verlassen und hier Arbeit suchen, insbesondere gegenüber Einwanderern aus Rumänien und Bulgarien. Gerade die Diskussion um die sogenannte "Armutszuwanderung" aus Süd- und Osteuropa bestimmte in den letzten Wochen und Monaten die Debatte. Sie muss endlich versachlicht werden. Sogar die Europäische Kommission stellte fest, dass die Angstverbreitung aufgrund einer angeblichen "Invasion" von Rumänen und Bulgaren nach dem 1. Januar dieses Jahres politisch motiviert war. Dass rund drei Millionen Rumänen und Bulgaren schon vor dem 1. Januar 2014 in rund 19 EU-Ländern offiziell lebten und arbeiteten, wurde bewusst verschwiegen.

Skandalös und das Gegenteil jeglicher Willkommenkultur ist außerdem der neue Gesetzentwurf zur Asylpolitik (Aktueller Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern "zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung") und die damit verbundene Abschiebepraxis. Künftig kann fast jeder Flüchtling, der nach Deutschland kommt, wegen "Fluchtgefahr" inhaftiert werden. Denn unter "Fluchtgefahr" wird alles subsumiert, was einen Flüchtling ausmacht. Die deutsche Praxis, dass Abschiebehäftlinge gemeinsam mit Strafgefangenen inhaftiert werden, hat der EU-Generalanwalt zu Recht als rechtswidrig kritisiert.

Die Festlegung der drei Balkanstaaten Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina im aktuellen Koalitionsvertrag als "sichere Herkunftsstaaten" verschärft das Asylrecht zunehmend. Wer künftig aus diesen Ländern nach Deutschland flüchtet, dessen Asylantrag wird unbegründet abgelehnt.

Zur Willkommenskultur gehört auch eine Anerkennungskultur!

Eine gelebte Willkommens- und Anerkennungskultur muss über die Anwerbung und Integration hochqualifizierter Fachkräfte hinausgehen und sich verstärkt den hier lebenden Menschen widmen und sie mit ihrem Potenzial anerkennen. Voraussetzung für gelingende Integration sind sowohl soziale Teilhabe (Bildungsgerechtigkeit, Förderung von Muttersprache und Mehrsprachigkeit, Zugang von Einwandererfamilien zu Kultur, Medien, Sport; die Ausländerbehörden müssen sich von Polizei- und Abwehrbehörden zu Servicebehörden entwickeln) als auch politische Teilhabe (Reform des Staatsangehörigkeitsgesetzes, Abschaffung des Optionsmodells, Kommunales Wahlrecht für Drittstaatler, Öffnung der Parteien, Rathäuser für Menschen mit Migrationshintergrund). Hier anzusetzen täte not.


 

31. Mai 2014

Seniorenseminar "Erkennung und Vorbeugung von Gewalttaten und Misshandlungen an SeniorInnen " in Remscheid

TeilnehmerInnen 06 2014 k

Der Einladung des Bundesverbandes spanischer sozialer und kultureller Vereine zu einem erneuten Seniorenseminar im Interkulturellen Zentrum in Remscheid folgten diesmal über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Mitgliedsvereinen.

Thema der Veranstaltung war die "Erkennung und Vorbeugung von Gewalttaten und Misshandlungen an SeniorInnen", in dem die zu dieser Thematik vorliegenden Statistiken, sowohl auf Bundes- wie auch auf EU-Ebene vorgestellt wurden. Zunächst erhielten die TeilnehmerInnen Informationen zu Gewalt und Misshandlungen in der Sozialgerontologie. Anschließend präsentierte der Referent im Detail die Risikofaktoren für direkte und indirekte Opfer von Gewalttaten aber auch die Maßnahmen, die in Deutschland zur Vorbeugung derartiger Fälle in den letzten Jahren vorgenommen wurden, und die öffentlichen Stellen, die sich mit Gewalttaten an SeniorInnen beschäftigen und jederzeit von Betroffenen aufgesucht werden können.

Weitere Informationen finden Sie hier: Pressebericht_Multiplikatorenschulung_06_2014.pdf

Vortrag Sanchez Otero k Arbeitsgruppen 06 2014 k

 

28. Mai 2014

Fachtagung der Kultusministerkonferenz

"Kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit sind Reichtum und Chance unserer Gesellschaft"

Zum Auftakt einer Fachtagung in Berlin am 28. Mai 2014, zu der die Kultusminister-Konferenz (KMK) geladen hatte, formulierte deren Präsidentin Sylvia Löhrmann vier Grundsätze:

  • Schüler müssen in der Schule wertgeschätzt werden. Schulen müssen aktiv gegen Diskriminierung vorgehen.
  • Schule ist der Ort, an dem interkulturelle Kompetenz erworben wird. Im Rahmen einer offenen, demokratischen Schulkultur wird in der Schule Demokratiepädagogik praktiziert.
  • Schule ist der Ort, an dem bildungssprachliche Kompetenzen erworben werden. Die Muttersprache gehört dazu.
  • Dem Elternhaus fällt eine wichtige Rolle zu. Schule und Eltern bilden eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft.

Anlass der Tagung waren die "Gemeinsame Erklärung zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft" vom vergangenen Oktober, die die KMK und Migrantenverbände, darunter auch die BAGIV, unterzeichnet haben, sowie die Empfehlung der KMK "Interkulturelle Bildung und Erziehung in der Schule", die im Dezember 2013 aktualisiert wurde.

Mehr als zweihundert Fachleute aus Wissenschaft, Schulpraxis, Bildungsverwaltungen und Migrantenverbänden, unter ihnen auch die BAGIV, folgten der Einladung der Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, die zur Zeit den Vorsitz der KMK führt, und diskutierten, wie diese Erklärungen umgesetzt werden, wie interkulturelle Bildung und Erziehung in der Schule besser gelingen können. Frau Löhrmann unterstrich: "Das Anderssein als Bereicherung zu erleben, darin liegt die Zukunft der Menschheit" und fand allseitige Zustimmung wie auch mit der Feststellung, dass "kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit Reichtum und Chance unserer Gesellschaft sind".

Wie bei dieser Tagung sollen auch künftig Administration und Stiftungen eng zusammenarbeiten. Denn daraus erwachse bei dem laufenden Entwicklungsprozess "ein großer qualitativer Mehrwert" zum Nutzen der gemeinsamen Sache.


 

23.-25. Mai 2014

IKE, Identität - Kultur - Engagement

ike 2014 k

Im Rahmen des durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projektes "IKE, Identität - Kultur - Engagement!" wurde nach den Themen "Deutsche Kultur und Geschichte bis zum 2. Weltkrieg" nun bei einem dreitägigen Wochenendseminar "Die Geschichte der BRD nach dem 2. Weltkrieg, Nachkriegsjahre, wirtschaftlicher Aufschwung und politische Entwicklung des Landes thematisiert. Ein geeigneter Ort, um jungen Menschen die historische Entwicklung Deutschland während der Nachkriegsjahre näher zu bringen, ist Bonn. Bei einem Besuch des "Haus der Geschichte" und dem "Weg der Demokratie" wurde den Teilnehmern anschaulich bewusst, wie sich das geteilte Deutschland entwickelte.

Die jungen Erwachsenen konnten einen Einblick in die Zeit des Kalten Krieges ebenso wie die Zeit der Wiedervereinigung bekommen. Die Vermittlung historischer und gleichzeitig politischer Informationen warf viele Fragen auf, die durch kompetente Begleitung beantwortet werden konnten. Nach dem Erleben der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn, war der Besuch im Haus des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer krönender Abschluss auch im Bezug auf die "Idee Europa".

ike 2014 2 k

Da am Abschlusstag die Europawahl und Kommunalwahlen stattfanden wurde das Seminar ständig begleitet um diese Diskussion. Mehrere der TeilnehmerInnen kandidierten bei unterschiedlichen politischen Parteien und bei den Integrationsräten. Sie vermittelten ihre Erfahrungen der aktiven politischen Partizipation und warben um aktive Teilnahme und Teilhabe. In der Evaluation wurde deutlich, dass die Teilnehmer begeistert Wissen um ihr neues Zuhause erworben haben und viele neue Eindrücke und Erkenntnisse gewinnen konnten. Die Resonanz war durchweg positiv.


 

23. Mai 2014

Kommentar zum Erdogan-Besuch

von Mehmet Tanriverdi*

Der - zu Recht - umstrittene Wahlkampfauftritt des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan in der Kölner Lanxess-Arena am kommenden Samstag, 24. Mai 2014, gibt uns Anlass, ein paar grundsätzliche Sachverhalte klarzustellen und gerade zu rücken.

Seit jeher haben wir als Deutsch-Kurden die Bundesregierung aufgefordert, einen grundsätzlich kritischeren Umgang mit den türkischen Staatsvertretern zu pflegen. Sich mit kritischen Stimmen Gehör zu verschaffen und einen differenzierteren Blick einzufordern gestaltet sich jedoch angesichts der im Vordergrund stehenden guten wirtschaftlichen Zusammenarbeit respektive der bestehenden Handelsbeziehungen der Bundesrepublik Deutschland mit dem Nato-Partner Türkei stets als schwierig.

Seit Jahren verlangt die Kurdische Gemeinde in diesem Land eine Anerkennung der kulturellen und demokratischen Rechte der kurdischen Bevölkerung in der Türkei und die Gewährung des Selbstbestimmungsrechtes beispielsweise in Form eines Referendums.

Außerdem müssen bei den Diskussionen um die Aufnahme der Türkei in die Europäische Union unbedingt die Aufnahmekriterien berücksichtigt werden, die grundsätzlich für alle Kandidaten gelten sollten: Beispielsweise die Erfüllung der 1993 verabschiedeten Kopenhagener Kriterien (Zitat: "Als Voraussetzung für die Mitgliedschaft muss der Beitrittskandidat eine institutionelle Stabilität als Garantie für demokratische und rechtsstaatliche Ordnung, für die Wahrung der Menschenrechte sowie die Achtung und den Schutz von Minderheiten verwirklicht haben;.aus: Kopenhagener Kriterien, Schlussfolgerungen des Vorsitzes - Kopenhagen, 21./22. Juni 1993, Seite 13), und die Einhaltung der Menschenrechte. Insbesondere beim Kandidaten Türkei muss der Umgang dieses Staates mit den Minderheiten im Land scharf kritisiert werden.

Den vollständigen Kommentar finden Sie hier: Kommentar zum Erdogan Besuch in Deutschland_Mai 2014.pdf

*) Autor ist stellv. Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland (KGD) und Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände (BAGIV)


 

22. Mai 2014

Vorankündigung

FLYER   deutsch k

BENEFINZKONZERT FÜR DIE FLUTOPFER SERBIENS

Berlin, 22.05.2014 (ZSD) - Eine der größten Unwetter- und Flutkatastrophen der letzten 120 Jahren hat Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Kroatien getroffen! Ganze Landstriche stehen unter Wasser, Ortschaften sind von der Außenwelt abgeschnitten. Tausende Menschen mussten evakuiert werden, hunderttausende Haushalte sind ohne Strom.

In Serbien selbst wurden mehr als 30.000 Menschen aus ihren Wohnungen und Häusern evakuiert, rund 2.000 Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude sind unbewohnbar, 200 Brücken brachen zusammen, über 9.000 Menschen sind in Aufnahmelagern untergekommen. Die Situation ist weiterhin dramatisch und der zurückbleibende Schaden wird, nach ersten Einschätzungen, größer sein, als der nach der Bombardierung Serbiens 1999.

Unter der Losung "Vom ganzen Herzen!" laden serbische Künstler und ihre Freunde aus Berlin zum BENEFIZKONZERT am Montag, den 26.05.2014 (Beginn: 19:00 Uhr)

Das Publikum wird Gelegenheit haben, Werke der klassischen und geistlichen Musik, sowie Ballett und Folklore zu sehen und zu hören.

FLYER serbisch k

Mitwirkende: Katarina Bradic (Deutsche Oper Berlin), Sarah Mestrovic (Staatsoper Berlin), Pancho Vladigerov (Komponist und Pianist), Miljana Vujovic und Marija Mücke (Violine), Ophelia Vilanova (Leiterin German Dance Sensation), Tänzer der Balettschule "Lekovic", Chöre der serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Berlin "Hl. Stefan Decanski" und " Serafimi", Ethnogruppe "Gora", Serbische Volkstanzgruppen aus Berlin u.v.a.m.

Alle Künstler treten ohne Gage auf. Die gesamten Einnahmen durch die Eintrittskarten werden zu Gunsten der Flutopfer in Serbien gespendet.

Eintritt/Spendenbeitrag: 20,00 Euro (15,00 Euro zahlen Kinder, Studenten und Rentner als Spende für die Flutopfer)

Ort: RUSSISCHES HAUS, Friedrichstraße 176-179, 10117 Berlin

Kartenreservierung: Botschaft der Republik Serbien telefonisch unter 030 - 895 770 225 und per elektronische Post unter info@botschaft-serbien.de.

Kartenverkauf an der Abendkasse vor Beginn des Konzerts ab 18:00 Uhr.

Leiten Sie diese Information an Ihre Freunde weiter! Kommen Sie am Montagabend und unterstützen Sie mit Ihrer Anwesenheit dieses Benefizkonzert! Vom ganzen Herzen!

Eine Information des:
Zentralrat der Serben in Deutschland
Hauptstadtbüro Berlin
Postfach 19 11 41
14001 Berlin
Telefon: +49 (0) 30 - 30 83 94 32
Telefax: +49 (0) 30 - 30 83 94 31
Mail: kontakt@zdsd.de
www.zentralrat-der-serben.de


 

21. Mai 2014

Besuch im Bundeskanzleramt

besuch im bundeskanzleramt k

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Auf Einladung der neuen Staatsminsterin im Bundeskanzleramt und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Frau Aydan Özoguz kam der alte Bundesintegrationsbeirat unter ihrer Leitung zusammen. Für die BAGIV nahm deren Präsident Mehmet Tanriverdi, und für die Mitgliedsorganisationen der BAGIV, OEK (Griechische Gemeinde Deutschland), deren Vorsitzender Kostas Dimitiou, für den ZSD (Zentralrat der Serben in Deutschland), Milan Cobanov und für die KGD (Kurdische Gemeinde Deutschland), deren Bundesvorsitzender Ali Ertan Toprak teil.

Zu Beginn des zweieinhalbstündigem Treffens begrüßte die Staatsministerin Frau Aydan Özoguz die Anwesenden und erläuterte die Bereiche des Koalitionsvertrages zwischen Union und der SPD betreffend Integration und Zuwanderung und ging auf die Arbeitsschwerpunkte während ihrer Amtsperiode ein. In dieser Legislaturperiode möchte sie die Themen wie berufliche Ausbildung, Gesundheit und Pflege sowie das Thema Diskriminierung behandeln. Sie bedankte sich bei den Mitgliedern des Integrationsbeirates für ihre ehrenamtliche Arbeit in der vergangenen Legislaturperiode. Bereits im Einladungsschreiben zu diesem Treffen hatte sie angekündigt den Beirat erst mal nicht mehr einsetzen zu wollen.

Sowohl der Präsident der BAGIV Mehmet Tanriverdi aber auch Vertreter der Mitgliedsverbände bekundeten die Absicht zur konstruktiven und kritischen Zusammenarbeit mit der Bundesregierung. Sie lobten die gute Arbeit des Integrationsbeirates und wiesen auf die Handlungsempfehlungen, die aus diesem Gremium der Bundesregierung unterbreitet wurden, hin.


 

20. Mai 2014

Informationsveranstaltung für spanische Neuzuwanderer

Am 17. Mai fand beim spanischen Bundesverband eine Informationsveranstaltung über die sozialen und beruflichen Perspektiven spanischer Neuzuwanderer statt.

Den Pressebericht finden Sie hier: Pressebericht_Informationsveranstaltung_170514.pdf

spanische Neuzuwanderer TeilnehmerInnen k Vortrag Botschaftsrat k
Vortrag Konsul k

 

9. Mai 2014

Kommentar:

Ein Jahr NSU-Prozess: Skandalöse Interviewführung im Deutschlandradio Kultur
Moderator unterbricht Anwalt Mehmet Daimagüler barsch und beendet Gespräch abrupt

Am 6. Mai 2014 führt der Moderator Christopher Ricke bei Deutschlandradio Kultur ein Gespräch mit dem Anwalt Mehmet Daimagüler, der als Anwalt eines Nebenklägers die Opfer der NSU-Morde vertritt. Kurz nach Beginn des Interviews spricht Ricke von seiner Meinung nach positiven Konsequenzen, die man nach einem Jahr NSU-Prozess - aus diesem Anlass auch das Interview - gezogen hätte. Als Daimagüler kritisch nachhakt, wie diese Konsequenzen aussehen, und anmerkt, dass Christopher Ricke nicht fragt, sondern einfach etwas feststellt, verweist der Moderator ihn zunächst barsch und kanzelt ihn schließlich mit den Worten ab: "Herr Daimagüler - kurz zur Rollenverteilung: Sie sind Vertreter der Nebenklage, ich stelle hier die Fragen - einverstanden?" Dann beendet er die Unterhaltung abrupt.

Die Gesprächsführung von Christopher Ricke ist skandalös und unhöflich und lässt jegliche Objektivität fehlen. Als Moderator steht es ihm nicht zu, ein laufendes Verfahren zu beurteilen, wertende Aussagen zu machen und Inhalte festzustellen, die seiner Meinung nach der Wahrheit entsprechen. Mehmet Daimagüler mitten im Satz zu unterbrechen und das Interview mit den Worten "Okay. Dann danke ich Ihnen für das Gespräch" zu beenden, entbehrt jeglicher Grundlage.

Das Interview drehte sich um die ein Jahr nach Prozessbeginn noch immer stockende Aufarbeitung der NSU-Morde und den Vorwurf der angeblichen Prozessverzögerung durch die Nebenklage, die angeblich zu sehr an Einzelheiten und zu wenig an der Anklageschrift interessiert sei und das Verfahren unnötig aufhielte. Ein Beitrag von Oliver Bendixen, Reporter des Bayerischen Rundfunks, zum Thema Nebenklage und Prozessverzögerung, diente als Gesprächsgrundlage für das Deutschlandradio Kultur-Interview von Christopher Ricke mit Mehmet Daimagüler.

Professor Hajo Funke, der bis zu seiner Emeritierung 2010 Politische Wissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin lehrte, hat die skandalöse Gesprächsführung kommentiert:
http://hajofunke.wordpress.com/2014/05/07/deutschlandradio-kultur-peinlicher-versuch-der-meinungsunterdruckung-durch-moderator-christopher-ricke/

Das Interview und der Beitrag von Bendixen sind zu hören auf der Seite von Deutschlandradio Kultur:
http://www.deutschlandradiokultur.de/justiz-ein-jahr-nsu-prozess.1008.de.html?dram:article_id=284533&dram:audio_id=274965&dram:play=1

"Der in München geführte Prozess um die NSU-Morde wird als einer der spektakulärsten in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eingehen. Wir können uns glücklich schätzen, dass die Justiz in unserem Land unabhängig ist. Die Opfer, und sie in erster Linie!, aber auch wir anderen verdienen es, die Wahrheit zu erfahren, ganz gleich wie lange es dauern mag, sie herauszufinden" sagt Mehmet Tanriverdi, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (BAGIV e.V.)


 

2. Mai 2014

Abschiebehaft rechtswidrig: Flüchtlinge sind keine Kriminelle

gitter

Quelle: www.hochgepokert.com

Etliche deutsche Bundesländer müssen möglicherweise ihre Konzepte für die Abschiebehaft grundlegend überarbeiten. In ihrer derzeitigen Form sei die Abschiebehaft in Deutschland nicht mit EU-Recht vereinbar, heißt es in einem Rechtsgutachten, das EU-Generalanwalt Bot in Luxemburg vorstellte. Er rügte, dass Abschiebehäftlinge in neun Bundesländern in gewöhnlichen Gefängnissen untergebracht würden. Laut EU-Richtlinie seien die Mitgliedsstaaten verpflichtet, ausreisepflichtige Migranten, wenn überhaupt, in speziellen Einrichtungen zu inhaftieren. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs in dieser Frage steht zwar noch aus. In der Regel folgen die Richter aber den Fachgutachten der Generalanwälte.

Der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV), Mehmet Tanriverdi, kritisierte diesen Zustand. "Die gemeinsame Unterbringung von Abschiebehäftlingen und Strafgefangenen ist unakzeptabel. Diese beiden Gruppen müssen räumlich von einander getrennt werden. Flüchtlinge dürfen nicht als Kriminelle behandelt werden. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs würde einiges in Deutschland bewirken", sagte Tanriverdi.


 

29. April 2014

Licht und viel Schatten: Migrations- und Integrationspolitik in Deutschland

"Deutschland hat sich vom ,Außenseiter' zum ,Musterschüler' entwickelt: Die gesetzlichen Zuzugsmöglichkeiten für Fachkräfte und Hochqualifizierte sind 2012 weitgehend gelockert worden und gehören nun zu den liberalsten in den westlichen Industriestaaten", sagte Prof. Dr. Christine Langenfeld, Vorsitzende des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR). In wenigen Jahren sei hinsichtlich der Gesetzgebung ein Wandel von einem restriktiven zu einem liberalen Einwanderungsland erfolgt. Mit dem heute vorgestellten Jahresgutachten legt der Sachverständigenrat eine bilanzierende Bewertung der Migrations- und Integrationspolitik der letzten fünf Jahre vor.

Ein positives Fazit ziehen die Wissenschaftler bei der Zuwanderungssteuerung, vor allem bei der Arbeitsmigrationspolitik ist ein Paradigmenwechsel zu verzeichnen. Trotz dieser insgesamt positiven Bewertung der Migrationspolitik bleibt aus Sicht des SVR ein Manko: Ein Dialog über eine zuwanderungspolitische Gesamtstrategie ist bislang noch nicht erfolgt. Es fehlt eine Migrationspolitik aus einem Guss, die auf qualifizierten Analysen zukünftiger Entwicklungen in den Bereichen Demografie, Ökonomie und Soziales basiert und die unterschiedlichen Wanderungsmotive (Arbeit, Studium, Flucht, Familiennachzug) nicht isoliert, sondern in der Gesamtschau betrachtet und steuert. "Ein Nationaler Aktionsplan Migration (NAM) könnte einen Beitrag zu einer solchen ganzheitlichen Migrationspolitik leisten", erläuterte Langenfeld. "Der NAM wäre die einwanderungs- und integrationspolitische Visitenkarte Deutschlands und auch Grundlage für ein zuwanderungspolitisches Kommunikationskonzept. Die bemerkenswerten Neuerungen in der Migrationspolitik sind im Ausland noch viel zu wenig bekannt. Die Regelungen gehören nicht unter den Ladentisch, sondern endlich in das Schaufenster des Landes", so die SVR-Vorsitzende.

"Es ist viel Bewegung auf allen Ebenen zu spüren. Es ist insbesondere zu begrüßen, dass die Migrantenorganisationen endlich als Dialogpartner akzeptiert wurden. Nun gibt es in vielen Strukturen solche, welche Deutschland nicht als Einwanderungsland haben wollen. Wir beobachten, dass in Behörden mancher Mitarbeiter diskriminierend handelt und so tut, als hätte er von Willkommenskultur nichts gehört. Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration leistet einen wichtigen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion um die Einwanderung in Deutschland", sagt Mehmet Tanriverdi, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV) anlässlich der Vorstellung des Jahresgutachtens.

Neun Kernbotschaften aus dem Jahresgutachten 2014 finden sie HIER:
http://www.svr-migration.de/content/wp-content/uploads/2014/04/SVR-Jahresgutachten-2014_Kernbotschaften.pdf

Mehr zum SVR-Jahresgutachten 2014 finden Sie HIER:
http://www.svr-migration.de


 

28. April 2014

Ausländer ticken etwas anders als Deutsche - Zwei Jahre Anerkennungsgesetz in Deutschland

ludmilla_header_neu k

Foto: www.anerkennung-in-deutschland.de

Ende April 2014 fand die Fachtagung "Zwei Jahre Anerkennungsgesetz - Bilanz und Ausblick" in Berlin statt. Auf Einladung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) diskutierten über 200 Fachleute aus der Anerkennungspraxis über Erfahrungen und Herausforderungen bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelungen. Mit seiner Aussage "Das Anerkennungsgesetz ist ein wichtiges und funktionierendes Instrument zur Fachkräftesicherung" fasste der Parlamentarische Staatssekretär Stefan Müller die grundsätzlich positive Einschätzung der Anwesenden zusammen. Dennoch waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung einig: Der Unterstützungsbedarf für Anerkennungsinteressierte, aber auch für zuständige Stellen, Betriebe und Weiterbildungsanbieter muss laufend identifiziert, geeignete Instrumente entwickelt sowie Informationsangebote ausgebaut werden.

Bei der Fachtagung war auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland e.V. (BAGIV e.V.) vertreten. "Es hat sich bestätigt, Deutschland ist für Einwanderer nicht das gelobte Land. Es gibt immer noch zu wenige Anträge aus dem Ausland. Dabei wird verkannt, dass unsere Mitgliedsverbände zu Anlaufstellen für potentielle Neuzuwanderer geworden sind. Unsere Organisationen erreichen monatlich hunderte von telefonischen und schriftlichen Anfragen. Interessierte im Ausland suchen nicht stundenlang im Internet, sondern überlegen, ob sie jemanden kennen, der jemanden kennt, der in Deutschland lebt. "Ausländer ticken etwas anders als Deutsche", wie eine Teilnehmerin sinnhaft erkannte. Leider sind Migrantenvereine für eine solche Aufgabe personell und finanziell nicht ausgestattet", sagt Milan Cobanov von der BAGIV. Das Bildungsministerium sollte deshalb unterstützend die Migrantenverbände, welche rege Kontakte in die Heimatländer halten, an den Tisch holen, um über Vorgehensweisen und Zielgruppenansprachen bei Werbekampagnen zu beraten, fordert die BAGIV.

Vor zwei Jahren trat das Anerkennungsgesetz des Bundes in Kraft. Wichtigste Neuigkeit: Sowohl in Deutschland lebende als auch Neuzuwanderer mit einem im Ausland erworbenen akademischen Abschluss und / oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung haben die Möglichkeit, ihre Qualifikation anzuerkennen. Das Gesetz sollte ein Instrument zur Arbeitsmarktintegration ausländischer Fachkräfte und zur Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland schaffen.

Der in Berlin vorgestellte Bericht informiert über das Anerkennungsgeschehen, zieht Bilanz und benennt künftige Herausforderungen. Den Bericht zum Anerkennungsgesetz lesen Sie hier:
http://www.bmbf.de/pub/bericht_anerkennungsgesetz_2014.pdf

Als zentrales Informationsangebot betreibt die Bundesregierung das Portal "Anerkennung in Deutschland" in deutscher und englischer Sprache:
http://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/.


 

31. März 2014

Migranten sind Brückenbauer auch zu ihren Heimatländern

ENTWICKLUNGSPOLITIKRTEmagicC_02e5d7b4f6

Foto: N.N.

Mehr als 200 Millionen Menschen in der Welt leben derzeit außerhalb ihrer Herkunftsländer. Migrationsprozesse haben allein schon aufgrund der hohen Zahl der Beteiligten bedeutsame Wirkungen auf Herkunfts- und Zielländer. Daher nimmt das Thema Migration auch auf der entwicklungspolitischen Agenda mittlerweile einen wichtigen Stellenwert ein.

Längst gilt, dass Migranten über Potenziale verfügen, die sie zu zivilgesellschaftlichen Akteuren der Integration, aber auch der internationalen Zusammenarbeit werden lässt. Die Interessen von Herkunfts-und Zielländern sind dabei nicht zwingend konträr, sondern können sich durchaus ergänzen. Die Zirkulation von Wissen und Gütern beispielsweise durch Wissenschafts- und Wirtschaftskooperation bringt Vorteile für beide Seiten. Geldüberweisungen (remittances) von Migranten in die Herkunftsländer überragen mit 312 Milliarden Euro die offizielle Entwicklungszusammenarbeit um mehr als das Doppelte und bringen Entwicklung voran. Gleichzeitig kennen Migranten die gesellschaftlichen und politischen Strukturen in ihren Herkunftsländern und verfügen über Netzwerke, kulturelle und sprachliche Kenntnisse, die sie als mögliche Brückenbauer zwischen Aufnahme- und Herkunftsland qualifizieren.

Auch Mitgliedsorganisationen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV) engagieren sich in der Entwicklungszusammenarbeit.

Weitere Informationen finden Sie hier: BAGIV_ZSD_PM_Entwicklungszusammernarbeit_31032014.pdf


 

26. März 2014

Jugendliche mit Migrationshintergrund benachteiligt bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz

ZDH_00002138_2_9_dossierheader k

Foto: ZDH

Auch im Ausbildungsjahr 2014 werden wieder mehrere zehntausend Schulabgänger ohne Ausbildungsplatz bleiben - darunter überproportional viele Jugendliche
mit Migrationshintergrund. Ob deren Benachteiligung beim Übergang in die Berufsausbildung auch auf Diskriminierung zurückzuführen ist, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Eine quantitative Studie des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen (SVR) für Integration und Migration kann nun erstmals belegen, dass es bei der Bewerberauswahl zu Diskriminierung seitens der Betriebe kommt.

Die Studie des SVR-Forschungsbereichs belegt erstmals, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund auch bei gleicher Qualifikation bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen diskriminiert werden. Ein Korrespondenztest mit rund 3.600 fiktiven Bewerbungen zeigt: Schüler mit einem türkischen Namen haben bei einer Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz deutlich schlechtere Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden als Schüler mit einem deutschen Namen.

"Wir haben das schon immer gewusst. Die Ursachen sind vielschichtig: Betriebe lassen sich noch immer von Stereotypen leiten. Man solle sich mal vorstellen, wie ständige Ablehnungsbriefe auf einen jungen Menschen sich auswirken. Egal welche Herkunft er hat. Von Teilhabechancen kann hier keine Rede sein. Die Unternehmen sollten sich fragen, woher sie die Lehrlinge der Zukunft nehmen wollen? sagte Milan Cobanov vom Hauptstadtbüro der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV) anlässlich der Präsentation des Forschungsberichts in Berlin.
Weitere Informationen finden Sie hier: BAGIV_PM_SVR_Forschungsbericht_Bewerbung_28032014.pdf


 

21. März 2014

Newroz bedeutet "Neuer Tag"

newroz 2014 IMG_1675 k

Berlin, März 2014 (BAGIV) - Den Kurdistan Kultur- und Hilfsverein (KKH) in Berlin musste man nicht lange suchen. Die Davul (eine Rahmentrommel) und Zirne (ein Doppelrohrblattinstrument) wiesen den Gästen den Weg zum traditionellen kurdischen Neujahresfest "Newroz".Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Sükrü Güler, nutzte den Tag den geladenen Gäste die Projekte von KKH zu zeigen. Auf drei Etagen einer Gründerzeitvilla im Bezirk Neukölln befindet sich neben Schulungs-, Veranstaltungs- und Verwaltungsräumen auch die Deutsch-Kurdische Kindertagestätte "Evin". Seit Kurzem hat der Verband der Vereine aus Kurdistan in Deutschland (KOMKAR) hier sein Berliner Büro. KOMKAR ist eines der ältesten Mitglieder der BAGIV.

Anlässlich des Newroz-Festes und des 40-jährigen Bestehens von KKH gratulierte auch BAGIV Hauptstadtbüroleiter Milan Cobanov und überbrachte die Grüße des BAGIV Präsidenten Mehmet Tanriverdi:

newroz 2014 IMG_1677 k

"Wir beglückwünschen Sie zum Newroz-Fest . Es ist schön zu sehen, wie die in Deutschland lebenden Kurdinnen und Kurden ihre Tradition und Kultur wahren und gemeinsam am Fest der Freude und des Friedens teilnehmen.

Wir möchten auf diesem Wege KOMKAR für die Arbeit und das Engagement danken, die nicht nur die kurdische Identität schützt und pflegt, sondern auch die Integration von Kurdinnen und Kurden in der Gesellschaft fördert. Das Projekt Kita Evin ist ein wunderbares und einzigartiges Projekt mit Vorreitercharakter für alle kurdischen Vereine in Deutschland, das Sie in Berlin zu Stande gebracht haben. Dazu meinen Glückwunsch.

Newroz ist ein Symbol für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit und es ist ein Zeichen für den Widerstand und die Hoffnung auf Selbstbestimmung.

newroz 2014 IMG_1680 k

Daher gilt dieser besondere Tag nicht nur den Kurdinnen und Kurden, sondern allen Menschen die an einem friedlichen Zusammenleben interessiert sind und mit Toleranz und Akzeptanz ins neue Jahr gehen.", schrieb Tanriverdi in seiner Grußbotschaft.

Hintergrundinformation finden Sie hier: newroz.pdf


 

21. März 2014

Berlin kämpft gegen Rassismus

1920108_10201648265104164_2058386649_n k

Berlin, 21.03.2014 (BAGIV) - Am heutigen Internationalen Tag gegen Rassismus wurden in Berlin unter dem Motto "Alle anders, alle gleich" eine Vielzahl von dezentralen Aktionen gegen Rassismus durchgeführt. Das Berlinbüro der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigranteverbände in Deutschland (BAGIV) nahm an der Aktion des Pangea Hauses teil. Teilgenommen haben alle Organisationen und Vereine aus dem Pangea Haus unterstützt von der Antirassistischen Initiativen und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren. Die Aktion unterstützte auch der Integrationsbeauftragte von Charlttenburg-Wilmersdorf Herr Cakmakoglu mit einer Ansprache. Die Organisatoren machten mit Trommelwirbel, einem Straßentheaterstück sowie begleitender Fotoausstellung auf sich und auf den Tag gegen Rassismus aufmerksam. Für die BAGIV Mitarbeiter war es eine willkommene Gelegenheit auch die anderen Mieter vom Haus Pangea kennen zu lernen.

10006969_10201648275504424_918806801_n k

 

21. März 2014

Internationaler Tag gegen Rassismus

mehmet tanriverdi k

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus lud die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatministerin Aydan Özoguz am 21. März zu einem Empfang ein. Mehmet Tanriverdi, Präsident der BAGIV, kam der Einladung nach, ebenso wie mehrere Vertreter aus unseren Mitgliedsorganisationen.
Der Internationale Tag gegen Rassismus soll als klares Signal verstanden werden für mehr Teilhabe, für Anerkennung und Respekt.

"Deshalb wünsche ich mir, dass dieser Tag auch in diesem Jahr einen starken Impuls gibt, damit auch an allen anderen Tagen des Jahres dem Rassismus die Stirn geboten wird. Das gilt für Staat und Zivilgesellschaft, Funktionsträger wie für jeden Einzelnen.", so Staatministerin Aydan Özoguz.
Die Rede der Staatsministerin finden Sie hier:

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/Artikel/Themen/2014-03-21-oezoguz-rede-zum-internationalen-tag-gegen-rassismus.html;jsessionid=AE52430583C119D9CD71DE6F5E8D5543.s1t1

„Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Aydan Özoguz versprach in ihrer Rede, dass sie die vier kommenden Jahre in ihrem Amt nutzen will, um für Teilhabe, Gleichberechtigung und faire Chancen in diesem Land zu streiten. Wir wollen sie in diesem Unterfangen unterstützen. Wir wollen sie auch an ihrer Aussage messen. Die BAGIV mit ihren Mitgliedsorganisationen wünscht sich auch an dieser Stelle, dass nicht nur an einem, sondern auch an allen anderen Tagen des Jahres dem Rassismus die Stirn geboten wird“, erklärte Mehmet Tanriverdi anlässlich seiner ersten offiziellen Begegnung mit der neuen Staatsministerin.

IMG_1649 k IMG_1644 k

 

8. März 2014

Internationaler Weltfrauentag

WeltfrauentagTeilnehmerinnen k

Am 8. März 2014 organisierte der Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine eine feierliche Veranstaltung anlässlich des Internationalen Weltfrauentags.

Über 350 Frauen aus verschiedenen Städten Deutschlands füllten den "Johann-Gregor-Breuer-Saal" in der Wuppertaler Innenstadt. Weitere Informationen finden Sie hier: Pressebericht_Weltfrauentag_2014.pdf


 

6. März 2014

Vorankündigung

Newroz 2014 piroz be! - Alles Gute zu Newroz 2014!

Wir wünschen allen ein fröhliches und friedliches Newroz-Fest.

Im Namen der verschiedenen kurdischen Organisationen, laden wir Sie herzlich zu folgenden Newroz-Veranstaltungen ein:

15.03. Troisdorf kurdische Gem. Rhein-Sieg/Bonn e.V. www.kurdische-gemeinschaft.de
21.03. Gießen Deutsch-Kurdische Gesellschaft Gießen e.V. www.dkg-giessen.de
21.03. Berlin KOMKAR www.komkar.org
22.03. Düsseldorf Kundgebung von Yek-Kom

 

26. Februar 2014

ECRI-Bericht über Deutschland

ecri k

Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) veröffentlichte gestern ihren 5. Bericht über Deutschland. Neben einigen positiven Entwicklungen gibt es in anderen Bereichen nach wie vor Anlass zur Sorge, weil z.B. die Strukturen und Ressourcen für die Unterstützung von Diskriminierungsopfern unzureichend sind und zu wenige Migrantenkinder Vorschulen und Gymnasien besuchen.

Positiv wird hervorgehoben, dass das Bundeskanzleramt und die Länder den Nationalen Aktionsplan Integration aktualisiert und einige Länder eigene Stellen zur Bekämpfung von Diskriminierung aufgebaut haben. Die Justizministerien des Bundes und der Länder erwägen, Polizei und Staatsanwälte stärker in die Pflicht zu nehmen, um zu ermitteln, ob Straftäter aus rassistischen Motiven gehandelt haben. Gleichzeitig wird geprüft, ob bei einer Reihe früherer Tötungsdelikte derartige Motive vorgelegen haben.

Die Anti-Rassismus-Kommission des Europarats (ECRI) hat Deutschland wegen des Verlaufs öffentlicher Debatten über Einwanderer scharf kritisiert. Ausdrücklich wird in dem Bericht der frühere Berliner Senator Thilo Sarrazin (SPD) und dessen Buch "Deutschland schafft sich ab" erwähnt. Die Kommission zeigt sich darüber sehr besorgt. Weiterhin werden die Pannen bei der Aufklärung der Morde der rechtsextremen Terrorzelle NSU kritisiert und dass die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) die "größte Quelle für Hassreden" sei.

Den Gesamtbericht des Europarates finden Sie hier: ECRI-Bericht über Deutschland


 

11. Februar 2014

BAGIV bezieht neues Hauptstadtbüro in Berlin

hauptstadtbuero_k

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in der Bundesrepublik Deutschland (BAGIV) bezieht ihr neues Hauptstadtbüro in Berlin. Neben der Hauptgeschäftsstelle in Bonn wird die Vertretung in Berlin zum zweiten Standbein der BAGIV. "In unserer Arbeit ist die persönliche Ansprache und stätige Präsenz in Bezug auf politische Entscheidungsträger von besonderer Wichtigkeit, um Vertrauen aufzubauen.

Nach dem Umzug der Bundesbehörden nach Berlin, verlagerte sich die Arbeit der BAGIV auf Bundesebene verstärkt auf die Hauptstadt. Mit unserem neuen Hauptstadtbüro rücken wir in die Nähe von Entscheidungsabläufen und werden aktiver an Prozessen beteiligt werden. Davon werden unsere Mitgliedsverbände profitieren", sagte Dr. Barbara Gunst-Assimenios, Geschäftsführerin der BAGIV.

Das Hauptstadtbüro wird mit zwei hauptamtlichen Mitarbeitern ausgestattet. Mit zwei weiteren Mitarbeitern in der Hauptgeschäftsstelle in Bonn, legt die BAGIV in der Professionalisierung ihrer Organisationsstrukturen zu. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert die BAGIV im Rahmen eines Modellprojekts an dem insgesamt 11 bundesweite Migrantenorganisationen teilnehmen.

Ziel des dreijährigen Modellprojekts ist es, bundesweit tätigen Migrantenorganisationen zu helfen, ihre Kompetenzen noch stärker und systematischer in die Integrationsarbeit einzubringen. Sie sollen sich als kontinuierliche Ansprechpartner des Bundes etablieren. Mit dem Projekt soll der Auf- und Ausbau von Dach- bzw. Bundesverbandstrukturen sowie die Zusammenarbeit zwischen Migrantenorganisationen und anderen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren der Integrationsarbeit auf Bundesebene gezielt gefördert werden.

Das Hauptstadtbüro der BAGIV befindet sich im PANGEA HAUS in der Trautenaustraße 5 im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Auf rund 1.500 qm werden im Haus private und institutionelle Bildungsträger sowie gemeinnützige Vereine aus unterschiedlichen Kulturkreisen mit verschiedenen Schwerpunkten integriert. "Das Berliner Büro wurde sorgfältig ausgewählt und soll unseren Mitgliedsorganisationen als Anlauf- und Bildungsstätte dienen. Durch das Umfeld erwarten wir zusätzliche Effekte für unsere Arbeit", sagte Dr. Gunst-Assimenios.

Der Name PANGEA HAUS bezieht sich auf die wissenschaftliche Bezeichnung des erdgeschichtlichen Urkontinentes Pangea, auf dem die Landmassen noch aus einer Einheit bestanden. Hier steht der Begriff symbolisch für die Nutzung des Hauses als interkulturelle, kontinentübergreifende Begegnungsstätte.


 

6. Februar 2014

Integrationpolitik auf Länderebene

IMG_1570 k

Berlin, 06.02.2014 (BAGIV) - Wer darf was wo? Diese einfache Frage ist der Ausgangspunkt für ein neues Gutachten der Friedrich-Ebert-Stiftung, das nach den politischen Partizipationsmöglichkeiten von Migrantinnen und Migranten in den 16 Bundesländern fragt.
Dieses wurde nun in Berlin in einer öffentlichen Konferenz durch die Autoren Dr. Frank Gesemann und Prof. Dr. Roland Roth vom Institut DESI vorgestellt und diskutiert.

Je nach Land und Aufenthaltsstatus der/des Betroffenen gibt es durchaus erhebliche Unterschiede im Maß der politischen Inklusion. Daraus resultiert, dass zwischen der Wohnbevölkerung und den Bürger/innen mit politischer Mitbestimmungsmöglichkeit eine teilweise beachtliche Differenz entsteht. Wenn Demokratie Teilhabe aller an politischen Entscheidungsprozessen bedeuten soll, muss die Frage nach der Inklusion von Migrant/innen in diese Prozesse gestellt und vor allem beantwortet werden.

Die Gutachter haben die zuständigen Landesministerien sowie Vertreter/ innen von Integrationsbeiräten und Migrantenselbstorganisationen befragt, dazu die Landesgesetze ausgewertet. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV) brachte ihre Erfahrung in dieses Gutachten mit ein. In ihm werden bestehenden Hindernisse für Partizipation sowie landespolitischen Möglichkeiten der Partizipationsförderung. ebenso aufgezeigt wie Möglichkeiten zur Steigerung der politischen Inklusion und Vorschläge für eine weitere Verbesserung von Teilhabemöglichkeiten aller Bevölkerungsgruppen am politischen Prozess.

Das gesamte Gutachten "Integration ist (auch) Ländersache - Schritte zur politischen Inklusion von Migrantinnen und Migranten in den Bundesländern" lesen Sie unter:
http://library.fes.de/pdf-files/dialog/10528-20140317.pdf


 

6. Februar 2014

Migrantenorganisation unverzichtbar in der Elternarbeit

VIETNAMESEN_1391982171_CLB Doan Ket Tet 05 k

Foto: Bundesverband der Vietnamesen in Deutschland e.V.

Berlin, Februar 2014 (BAGIV/SVR) - Migrantenorganisationen können durch kooperative Elternarbeit den Bildungserfolg von Schülern mit Migrationshintergrund nachhaltig steigern. Viele Elterninitiativen und Vereine bieten Unterstützung, die von der Hausaufgabenhilfe und Elterninformationsveranstaltungen bis zur Ausbildung von Elternlotsen als Ansprechpartnern an Schulen reicht. Die Stärke der Migrantenorganisationen liegt darin, dass sie Familien mit Migrationshintergrund häufig besser als die ,traditionellen' Institutionen und etablierten Bildungsträger erreichen.

Der SVR-Forschungsbereich untersucht in seinem Policy Brief "Migrantenorganisationen in der kooperativen Elternarbeit: Potenziale, Strukturbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten" die Ausgangsbedingungen von Migrantenorganisationen und zeigt Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung ihrer kooperativen Elternarbeit auf. Denn Migrantenorganisationen arbeiten vielfach unter schwierigen Strukturbedingungen: Es mangelt vor allem an einer finanziellen Ausstattung, mit der sie ihre Arbeit professionalisieren und nachhaltig sichern können, etwa durch festes Personal. Bislang sind sie fast ausschließlich auf das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder angewiesen.

Der SVR-Forschungsbereich hat eine Reihe von Handlungsempfehlungen entwickelt, wie die Rolle von Migrantenorganisationen in der kooperativen Elternarbeit gestärkt werden kann. Die Empfehlungen stützen sich auf zentrale Befunde der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur und auf die Ergebnisse einer Reihe von leitfadengestützten Experteninterviews. Darüber hinaus wurde eine problemfokussierte Gruppendiskussion qualitativ ausgewertet, die der SVR-Forschungsbereich im Herbst 2013 mit Vertretern von Migrantenorganisationen, Elternvereinen und Verbänden unterschiedlicher Organisationsformen durchgeführt hat.

Damit liefert der vorliegende Policy Brief, der in Zusammenarbeit mit der Vodafone Stiftung Deutschland entstanden ist, einen explorativen Überblick zur Struktur von Migrantenorganisationen und ihrer Rolle im Bereich kooperativer Elternarbeit.

Den Policy Brief können Sie hier lesen und herunterladen:

http://www.svr-migration.de/content/wp-content/uploads/2014/02/SVR-FB_Elternarbeit_Migrantenorganisationen.pdf


 

6. Februar 2014

In Gedenken an

Kostas Pappas

vorstand_kostas

Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Kostas Pappas
in seiner Heimat Griechenland, hat uns tief betroffen gemacht.
Kostas Pappas, Gründungsmitglied, langjähriger Präsident und Ehrenpräsident der BAGIV, kam als Student Anfang der 70er Jahre nach Deutschland und setzte sich von Beginn an für die Interessen und Belange der in Deutschland lebenden Migranten ein. Durch seinen unermüdlichen persönlichen Einsatz und sein vorbildhaftes Engagement legte er gemeinsam mit anderen Wegbestreitern 1985 den Grundstein der BAGIV.

Mit ihm verlieren wir eine wichtige Stütze unseres Verbandes.
Menschlichkeit und Freundlichkeit machten ihn zu einem besonders liebenswerten Menschen.
Wir trauern mit seiner Familie und werden unserem Freund und Kollegen Kostas Pappas ein ehrenvolles Andenken bewahren.

Mitarbeiter und Vorstand der BAGIV


 

4.-5. Februar 2014

Warum kommen und warum bleiben?

IQ_04 02 2014 009322 k

(Foto: © Bildergalerie: Peter Himse)

Berlin, Februar 2014 (BAGIV/IQ/EBB) - Am 4. und 5. Februar 2014 hat in Berlin der erste IQ-Kongress mit dem Titel "Gekommen, um zu bleiben - zur Zukunft der Integration in Deutschland" stattgefunden. Der Kongress wollte eine fachliche Diskussion und einen Austausch anregen, welche Beiträge die Neuzuwanderung und die Arbeitsmarktintegration hier bereits länger lebender Migrantinnen und Migranten zur Sicherung der Fachkräftebasis leisten können. Vor allem, mit welchen Konzepten könne Europa nachhaltig in die Zukunft der kommenden Generationen investieren. Die Leitfragen Fragen waren:

  • Wie kann Deutschland für Zuwandernde attraktiver werden?
  • Wie wird eine Anerkennungs- und Willkommenskultur entwickelt und etabliert?
  • Wie werden die Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund besser genutzt?
  • Welche rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt erforderlich?
  • Welche Auswirkungen hat die Zuwanderung auf die Herkunftsländer?

Ziel der Konferenz war es, einen Austausch für Experten aus Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und Politik zu schaffen. Durch die Konferenz sollten Fach- und Führungskräfte angesprochen werden, welche im Feld internationale Mobilität, Fachkräftesicherung und Arbeitsmarkt tätig sind. Das sind insbesondere Vertreterinnen und Vertreter der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen, aus Unternehmen, wissenschaftlicher Einrichtungen, der Sozialpartner und Verbände, aus Migrantenorganisationen sowie von Bildungsdienstleistern und Beratungs-einrichtungen. An der Konferenz nahm auch die Bundesarbietsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV) teil.
Weiter Informationen finden Sie hier: iq-kongress.pdf


 

26. Januar 2014

Migrationsbericht 2013: 64 Prozent der Zuwanderer kamen aus Ländern der Europäischen Union

migrationsbericht 2013 k

Berlin, Januar 2015 - Der aktuellste Migrationsbericht liegt vor und analysiert die Daten von 2013. Die Ergebnisse sind nicht neu: Vorletztes Jahr kamen unterm Strich mehr Menschen als davor, drei Viertel stammten aus Europa und die Zahl der Flüchtlinge stieg ebenfalls. Laut dem Bundesinnenminister bieten diese Zahlen nun eine Antwort auf eine aktuelle Debatte: Sie zeigten, dass Deutschland kein neues Einwanderungsgesetz brauche. (weiter.)

LogoJennyLindner

Jenny Lindner


 

13. Januar 2014

BAGIV Präsident gratuliert Aydan Özoguz

by-nc-nd/3.0/de/ Autor: Fatma Rebeggiani für bpb.de

portraet_aydan_oezoguz k

Foto: Staatsministerin Özoguz (© Susie Knoll)

Berlin, Januar 2014 (BAGIV/BPB) - Die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Aydan Özoguz ist die Nachfolgerin von Maria Böhmer (CDU) als Integrationsbeauftragte des Bundes. Mit der Berufung der Politikerin werden vielfältige Erwartungen und Hoffnungen verbunden. Mit Özoguz hat eine deutsche Bundesregierung erstmals ein Kabinettsmitglied, dessen Eltern aus der Türkei einwanderten.

Der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigranteverbände in Deutschland (BAGIV) Mehmet Tanriverdi gratulierte in einem Glückwunschschreiben der neuen Integrationsministerin zum neuen Amt und wünschte sich für die zukünftige Zusammenarbeit einen "Konstruktiven Dialog"" (mehr dazu, siehe hier).


 

13. Januar 2014

Versachlichung der Diskussion gefordert

versachlichung

Eine sofortige Versachlichung der Diskussion um die sogenannte "Armutszuwanderung" aus Rumänien und Bulgarien, fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigranteverbände in Deutschland (BAGIV). Eine besondere Rolle stehe hier den Medien zu, welche offensichtlich politisch motivierte Themen mancher Parteien zu leicht aufgreifen und zu ihrem Thema machen.

"Die Medien sorgen somit für eine feindliche Stimmung gegenüber Einwanderung und Einwanderer. Dies steht im krassen Widerspruch zu dem propagierten Kurs der Willkommenskultur in Deutschland, zu der alle gesellschaftlichen Kräfte sich im Nationalen Integrationsplan verpflichtet haben. Von einer Willkommenskultur kann keine Rede sein, wenn die "gefühlte Stimmung" von Misstrauen und Distanz geprägt ist", so Mehmet Tanriverdi, Präsident der BAGIV.

Auch die Europäische Kommission monierte, dass die Angstverbreitung über eine angebliche "Invasion von Rumänen und Bulgaren" nach dem 1.Januar 2014 politisch motiviert war, so die BAGIV. Es werde bewusst verschwiegen, dass rund 3 Millionen Rumänen und Bulgaren in rund 19 EU-Ländern offiziell schon vor dem 1. Januar 2014 lebten und arbeiteten.

Um die Versachlichung der Diskussion voranzubringen hat das online-Portal www.migazin.de eine Übersicht zu diesem Thema zusammengestellt. Den Faktencheck finden Sie hier: FaktencheckMiGAZIN.pdf

Weitere Kommentare:
Aktion - Reaktion in Großbritannien : Aktion_Reaktion_13012014.pdf,
Die Invasion blieb aus! Die Invasion blieb aus_13912914.pdf


 




Weitere NEWS finden Sie in unserem Archiv

Archiv 2017

Archiv 2016

Archiv 2015

Archiv 2013

Archiv 2012

Archiv 2011

Archiv 2010

Archiv 2009

Archiv 2008

Archiv 2007

Archiv 2006


zurück zu den aktuellen NEWS

 
nach oben

Stand 16.06.2015 | Sitemap | Impressum | Kontakt

Webmaster: Andreas Rupp