Bundesarbeitsgemeinschaft
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Archiv 2010

8. Mai 2010

Fit in der Schule - Ohne Eltern geht es nicht!

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Die BAGIV hat am 8. Mai 2010 in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Kurdischen Gesellschaft in Giessen eine Tagung im Rahmen des gleichnamigen Projektes (gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) durchgeführt. Interessierte kurdische Eltern konnten sich eingehend über ihre Rolle für den Bildungserfolg ihrer Kinder informieren. Sowohl eine Mitarbeiterin der BAGIV, als auch die Vorsitzende des Stadtelternbeirates Gießen betonten in ihren Beiträgen die Bedeutung der elterlichen Unterstützungsleistungen und den Einfluss der Beziehung zwischen Eltern und Lehrer/innen, um den Kindern bessere Bildungschancen zu bieten. Mehmet Tanriverdi, der Ehrenvorsitzende der Deutsch-Kurdischen Gesellschaft und Präsident der BAGIV wies darauf hin, dass gelungene Integration nur über Bildung und Schule gelingen kann und forderte die Eltern auf, sich für ihre Kinder stark zu machen.


 

2. Mai 2010

1960 - 2010
50 Jahre Griechen in Deutschland - eine Erfolgsgeschichte für zwei Nationen

Griechen

In diesem Jahr jährt sich zum 50.ten Mal die Unterzeichnung des Anwerbevertrages für Arbeitnehmer zwischen Deutschland und Griechenland.

Die griechische "Gastarbeiterwanderung" nach Deutschland führte nicht nur zur historisch intensivsten Begegnung, sondern auch erfolgreichsten Zusammenarbeit in der langen Geschichte der Beziehungen beider Völker. Sie fand nicht nur zwischen Philhellenen, Politik und Wissenschaft statt, sondern umfasste auf breiter Ebene die Bürgerinnen und Bürger in beiden Ländern. Die Griechen - die Hälfte von ihnen Frauen - brachen in Scharen aus wirtschaftlicher Not und Perspektivlosigkeit nach Deutschland auf, trotz der schlimmen Erfahrungen durch die deutsche Besetzung und die hohen Opfer, die der 2. Weltkrieg in Griechenland gefordert hatte. Sie haben es in den letzten 50 Jahren geschafft, sich nicht nur im Arbeitsleben eine geachtete Stellung zu verschaffen, sondern sich in so großem Umfang erfolgreich zu integrieren, dass sie von den deutschen Behörden als die "unauffällige Minderheit" bezeichnet wurden: Ob als geachtete Arbeiter, Facharbeiter, Angestellte, Ärzte, Gastronomen oder Unternehmer aber auch als Forscher und Professoren sind sie aus unserem Land nicht mehr wegzudenken. Sie sind ein gutes Beispiel für den erfolgreichen Weg in Deutschland, dass sich wie nie zuvor in seiner Geschichte Zuwanderern freiwillig geöffnet hat: Sie haben die Möglichkeiten einer sich öffnenden Gesellschaft und der sozialen Marktwirtschaft in großer Zahl im allgemeinen Interesse unseres Landes klug genutzt. Sie waren aber auch stets Brücke zwischen den beiden Ländern, die das Verständnis zwischen beiden Nationen gefördert und erhalten haben - auch und gerade in schwierigen Zeiten.

Mehr Informationen finden Sie hier: 50 Jahre Griechen in Deutschland


 

23. April 2010

"Seminar für junge Spanier in Europa - Staatsbürgerschaft und Partizipation im Vereinswesen"

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Der Spanische Bundesverband veranstaltete in Zusammenarbeit mit den vernetzten spanischen Migrantenverbänden aus Frankreich (FACEEF) und Hamburg (Spanischer Jugendverband, FAJA) ein Netzwerktreffen für über 40 spanische, im Ausland lebende Jugendliche.

Im Nationalen Migrationsmuseum in Paris (CNHI) fand vom 23. bis zum 24. April 2010 eine Tagung des Bundesverbandes spanischer sozialer und kultureller Vereine e.V., Mitgliedsorganisation der BAGIV, statt. Während dieser Veranstaltung für junge MigrantInnen entscheidende Aspekte, wie der Zugang zur spanischen bzw. zur doppelten Staatsbürgerschaft und ihre soziale Partizipation in Migrantenselbstorganisationen thematisiert. Darüber hinaus lernten sie verschiedene Möglichkeiten bilingualer Aus- und Weiterbildungssysteme kennen, um sich auch weiterhin eine parallele berufliche Zukunft in Spanien, Frankreich und Deutschland offen zu halten.

Die über 40 TeilnehmerInnen sollten in diesem Zusammentreffen gemeingültige Gründe für die insgesamt niedrige Beteiligung der spanischen Jugend in den Migrantenvereinen zusammenstellen und anschließend Lösungen finden, die zur Umkehrung dieser Tendenz beitragen könnten. Nach dem Besuch der Museumsausstellung über die Geschichte der verschiedenen Migrationsphasen in Europa und wurde den Jugendlichen ein Dokumentarfilm zur historischen Rolle der Migrantenorganisationen und ihrem Beitrag zur Integration und gleichzeitigen Fortbestand der kulturellen Wurzeln im Ausland vorgestellt. In den verschiedenen im Dokumentar erschienenen Interviews wurde geschildert, dass trotz der immer noch starken Präsenz von spanischen Jugendlichen in Deutschland, die aktive Partizipation in den spanischen Migrantenvereinen, die zum Teil schon seit über 40 Jahren existieren, im Laufe der Jahre drastisch zurückgegangen ist.

In der anschließenden Debatte kam heraus, dass die Mehrheit der jungen Spanier im Ausland sich in den Aktivitäten und Interessen der heutigen Kultur- und Elternverein nicht repräsentiert fühlt. Einige sprachen auch eine gewisse kulturelle und in der Konsequenz zum Teil auch sprachliche Entwurzelung an, die sich durch die modellhafte Integration der spanischen Migranten in diesen beiden Ländern entwickelt hat. Obwohl viele dadurch gewisse Schwierigkeiten haben, sich mit einer bestimmten Nation bzw. Staatsbürgerschaft zu identifizieren, hat sich am Interesse für gemeinsame Treffen und Versammlungen unter jungen Gleichgesinnten derweil nichts geändert. Der gemeinsame Hintergrund, ähnliche Wertvorstellungen und Lebensansichten und, allen voran, die kulturellen Wurzeln bewegen diese Menschen weiterhin dazu, diesem Interesse nachzugehen. Wenn das Fortbestehen der spanischen Vereinsbewegung garantiert und das Verschwinden der spanischen Migrantenselbstorganisationen verhindert werden möchte, muss die Jugend in die Vereinsarbeit integriert und ihr Interesse für diese ehrenamtliche Tätigkeit geweckt werden.

In einem angenehmen Ambiente erhielten die anwesenden Jugendlichen die Gelegenheit, ihrer persönlichen Erfahrungen und Ansichten zu diesem Thema öffentlich zu machen und, darüber hinaus, ihre reformierende Ideen zum Ausdruck zu bringen, die zur Erneuerung der Organisation und Strukturen in den verschiedenen Vereinen in erheblichem Masse beitragen könnten.
Bei weiteren Fragen, Anregungen oder persönlichem Interesse, wenden Sie sich bitte an den Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine e.V., Schützenstraße 42, 42853 Remscheid, Tel.: 02191 421531, Fax: 02191 421432, cfma@iree.org.

Remscheid, 5. Mai 2010
José Ramón Álvarez Orzáez


 

9. April 2010

Frauenkonferenz zum Thema "Politik in der Praxis - Politische Partizipation von Frauen mit Migrationshintergrund"

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Am 9. und 10. April 2010 fand in Königswinter eine Konferenz für Frauen mit Migrationshintergrund zur Verbesserung ihres politischen Engagements statt, an der über 80 Frauen der unterschiedlichsten Generationen teilnahmen, die aus verschiedenen Teilen Deutschland angereist waren. Diese Veranstaltung wurde von der BAGIV im Zusammenarbeit mit ihrer Mitgliedsorganisation, dem Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine, organisiert und ist durch Mittel vom Bundesministerium des Innern im Rahmen des Projektes "Politik in der Praxis - Politische Partizipation von jungen Migrantinnen" ermöglicht worden.

Die anwesenden Frauen erhielten die Gelegenheit Gleichstellungsbeauftragte aus verschiedenen Regionen Spaniens auf ihre Erfahrungen im Bezug auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche aufmerksam zu machen, in denen Ungleichheit und Ausgrenzung direkt erlebt werden, die dazu führen, dass sich diese Frauen in geringerem Maße sozial beteiligen. Die Ursache liegt in einer durch die Frauen selbst durchgeführten Ausgrenzung. Ein Verhalten, dass sich durch eine auf Stereotypen basierende traditionelle Erziehung erklären lässt, innerhalb welcher, Frauen und Männern bestimmte Rollen fest vorgeschrieben waren. Heutzutage erleben wir glücklicherweise einen Wandel, der sich vor allem in den nachkommenden Generationen bemerkbar macht. Die Frauen besetzen mehr und mehr Vorstandspositionen innerhalb der Migrantenorganisationen, wenngleich auch ihre Partizipation immer noch sehr gering erscheint.

Der Spanische Bundesverband nahm diese Konferenz zum Anlass, um den Notwendigkeiten einer modernen liberalen Gesellschaft zu entsprechen, alte Strukturen zu durchbrechen und damit den Weg zur effektiven Gleichstellung von Mann und Frau im Vereinsleben ebnen zu können, aber auch um die jüngeren Generationen für ihre Situation und ihre Rechte zu sensibilisieren. Des Weiteren wurden die anwesenden Frauen mit den neuen gesetzlichen Maßnahmen in punkto Frauengleichstellung in Spanien auseinandergesetzt, durch welche das Prinzip gleicher Möglichkeiten und gleicher Rechte auch für Frauen im Ausland respektiert werden, wie es die verschiedenen Gleichstellungsgesetze auf europäischer Ebene vorsehen.

Remscheid, 13. April 2010
José Ramón Álvarez Orzáez


 

7. April 2010

Neue Ausschreibung für das Leadership-Programm der Bertelsmann-Stiftung

Die Bertelsmann-Stiftung bietet dieses Jahr zum dritten Mal ihr Leadership-Programm für junge Führungskräfte aus Migrantenselbstorganisationen an.

Bei dem Leadership-Programm handelt es sich um ein Qualifizierungs- und Vernetzungsprogramm für junge Verantwortungsträger aus Zuwanderervereinigungen, die sich bundes-, landesweit oder regional für Integration engagieren. Das Programm zielt auf die Stärkung ihrer individuellen Handlungskompetenzen ("capacity building"). Zugleich will es die Migrantenorganisationen in ihrer Arbeit unterstützen, die über ihre jungen Führungskräfte in ein Netzwerk zur Verbesserung der Integrationsbemühungen eingebunden werden.

Interessierte können sich ab dem 1. April 2010 für die Teilnahme am Programm bewerben. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2010.

Inhalte des Programms sind unter anderem Themen wie Konfliktmanagement, Kommunikation, Partizipation und Führung, die in vier Wochenendseminaren behandelt werden sollen. Der Vernetzungsgedanke steht zudem stark im Zentrum. Über den Zeitraum eines Jahres werden die 25 Teilnehmer in Workshops und im Selbststudium qualifiziert. Das Leadership-Programm wurde bisher zwischen 2007-2009 von zwei Gruppen absolviert und steht unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsidentin a.D. Rita Süssmuth.

Mehr Infos zu diesem Angebot finden Sie unter http://www.bertelsmann-stiftung.de/leadership-mo (siehe auch "Projektbeschreibung").


 

frohe ostern 2010

Der Vorsitzende und der Vorstand
der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände (BAGIV)
wünscht Ihnen
Frohe Ostern!


 

27. März 2010

"Sinnvollwählen2010"

Am 27.03.2010 veranstaltete der Landesjugendring NRW anlässlich der Landtagswahlen im Mai das Event "sinnvollwählen2010", an dem auch Vertreter des kurdischen Kinder- und Jugendverbandes-KOMCIWAN- e.V. teilgenommen haben.

Während der Veranstaltung wurden zahlreiche Videobeträge zu diesem Thema, die von den Jugendlichen selber gestaltet und gedreht wurden, vorgeführt.

Zusätzlich wurden die "NRW- Wunschparteien" - Gewinner geehrt. Einige Gruppen von Jugendlichen hatten sich im Vorfeld der Veranstaltung Gedanken über ihre Wunschpartei gemacht. Sie erstellten ein Parteiprogramm mit den für sie wichtigsten Themen und veranstalteten eigene Wahlkampanien.

"Wir stellen fest, dass gesellschaftliche Beteiligung von Jugendlichen häufig nicht als politisches Engagement anerkannt wird. Junge Leute wollen die Gesellschaft mitgestalten. WIR rufen die junge Generation der Kurdinnen und Kurden auf, sich am politischen Geschehen im Land stärker zu beteiligen, um das gesellschaftliche und soziale Leben selbst entwerfen und gestalten zu können." erklärt der Bundesvorsitzender Serdar Altay.

Besonders spannend war die Diskussionsrunde mit den Vertretern der einzelnen Parteien.

"Viele kurdische Jugendliche in Deutschland sollten wissen, dass sie ein wichtiges Privileg besitzen; das Recht zu wählen. In einigen Siedlungsgebieten der Kurden, in der Türkei, in Syrien und im Iran, wird den Menschen noch immer der Weg zu freien Wahlen und somit zur Meinungsfreiheit verwehrt. Die jungen Menschen sollten sich dessen bewusst sein, dass die gleichaltrige Generation dort keinerlei Möglichkeiten zur politischen Willensbildung besitzt und somit mit schweren Sanktionen rechnen muss. Das Wahlrecht in Deutschland muss wahrgenommen werden. Die Wahl steht jeder Bürgerin und jedem Bürger zu." erläutert die Bundesvorsitzende Hetav Tek.

Diese Veranstaltung ist ein Teil der Kampagne des Landesjugendringes NRW "Nichtwählen stärkt die Falschen".

Den Flyer zum Event "Sinnvollwählen2010" finden Sie hier:
FlyerLuxusLärmkonzert.pdf


 

24. März 2010

"Verbesserte Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen Abschlüssen und Qualifikationen"

Am 24. März hat die BAGIV an einem Fachgespräch im Bundeskanzleramt zum Thema: "Verbesserte Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen Abschlüssen und Qualifikationen" teilgenommen. Die Integrationsbeauftragte Frau Staatsministerin im Bundeskanzleramt Prof. Maria Böhmer und Frau Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung Cornelia Quennet-Thielen haben zum Stand der gesetzlichen Neuregelung informiert und die integrations- und arbeitsmarktpolitische Notwendigkeit des Verfahrens im Gespräch mit verschiedenen Migrantenselbstorganisationen und bilateralen Wirtschaftsvereinigungen herausgestellt. Ein erster Gesetzentwurf soll bis zum Sommer 2010 erstellt werden. Herr Staatssekretär Dr. Michael Stückradt vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen hat im Anschluss daran die Thematik aus der Perspektive der Bundesländer dargestellt und zum Stand der Gespräche in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe informiert. Des weiteren wurden die Hindernisse bei der Anerkennung ausländischer beruflicher Abschlüsse anhand eines Praxisbeispiel aus Bayern und der Anerkennungspraxis bei Ärztinnen und Ärzten erläutert. Die Teilnehmer/innen haben die Gelegenheit erhalten, im Fachgespräch ihre Erwartungen und Bedenken in Bezug auf das anzuwendende Verfahren einzubringen. Die BAGIV begrüßt die Bemühungen der Bundesregierung zur Anerkennung von ausländischen Bildungsabschlüssen und sieht einer erfolgreichen Umsetzung mit Freude entgegen.


 

13. März 2010

"Für Gleichheit, gegen Frauengewalt" -
50 Jahre spanisch-deutsches Anwerbeabkommen -

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Unter dem Motto "Zusammen können wir viel erreichen, allein jedoch überhaupt nichts oder beinahe nichts" hat der Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine in Zusammenarbeit mit dem Spanischen Elternverein e.V. Essen eine feierliche Begegnung in Andenken an den Weltfrauentag veranstaltet, die am 13. März 2009 in Essen stattfand. Dieses Jahr wurde die Rekordteilnehmerzahl von über 320 Frauen verschiedenster Generationen erreicht, die aus verschiedenen Teilen Deutschlands angereist waren.

José Povedano, Vorsitzender des Spanischen Bundesverbandes, hob die seit vielen Jahren überdurchschnittlichen Leistungen im Vergleich zu anderen Migrantengruppen und sogar zu Einheimischen sind nicht zuletzt ein Verdienst ihrer bildungsbewussten Mütter hervor. Die spanische Frau hat es während diesen ganzen Jahren verstanden, ihre Rolle als Mutter mit der als berufstätige Frau geschickt und gelungen zu vereinbaren. Außerdem nutzte er die Gelegenheit, um an das 50jährige Jubiläum des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und Spanien zu erinnern, welches für viele dieser Frauen der Startschuss zu ihrer Migration nach Deutschland darstellte. Nach einer Diapräsentation von Bildmaterial aus verschiedenen Frauenseminaren und Tagungen des Spanischen Bundesverbandes und einem typischen spanischen Mittagessen, sahen die eingeladenen Frauen eine große, von Frauen selber dargebotene, Vorstellung.

Der Spanische Bundesverband wird den Weg in Richtung der Gleichberechtigung von Migrantinnen weiterhin nur gemeinsam mit den Frauen gehen, denn wie das Motto schon sagt "können wir gemeinsam viel erreichen, alleine jedoch überhaupt nichts oder beinahe nichts".

Remscheid, 19. März 2010
José Ramón Álvarez Orzáez

Bei Interesse für die Aktivitäten für Frauen mit Migrationshintergrund wenden Sie sich bitte an: Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine, Schützenstraße 42, 42853 Remscheid, Tel.: 02191 421531, Fax: 02191 421432, E-Mail: cfma@iree.org.


 

12. März 2010

Das schwedische Parlament:
Massaker an Armeniern in der Türkei war Völkermord

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Nach den USA hat nun das schwedische Parlament die Tötung von Millionen von Armeniern, Assyrern und Pontos-Griechen 1915 in der Türkei als Völkermord eingestuft. Die entsprechende Resolution wurde im schwedischen Parlament verabschiedet. Die Türkei hat als Protest ihren Botschafter aus Schweden zurück gerufen.

Das schwedische Parlament hat am Donnerstag überraschend eine Resolution mit Stimmen der Sozialdemokraten und Linken mit knapper Mehrheit (131 zu 130) verabschiedet, die den Genozid hunderttausender Armenier während des Ersten Weltkriegs in der Türkei als Völkermord einstuft.

Die kurdisch stämmige Parlamentarierin Gulan Avci hat für die Anerkennung des Völkermordes gestimmt und somit das Resultat mit ihrer Stimme mit herbei geführt.

Historiker schätzen, dass im Osmanischen Reich mehr als 1,5 Millionen hauptsächlich Armenier, aber auch Assyrer und Pontos-Griechen, von Türken getötet wurden; viele Forscher sprechen vom ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts. Die Türkei wehrt sich vehement gegen diese Einschätzung und hat wiederholt erklärt, die Zahl der Toten sei übertrieben, und die Armenier seien Opfer von Bürgerkrieg und Unruhen geworden.

In den letzten Jahren haben eine Reihe von Ländern den Genozid an den Armeniern in der Türkei anerkannt und die Türkei als Nachfolgestaat, als Erbe des Osmanischen Reiches, aufgefordert Verantwortung zu übernehmen.


 

9. März 2010

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NEWROZ-FEST

Aus Anlass des kurdischen Newroz-Festes werden bundesweit traditionell große Veranstaltungen und Feste von in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Kurden und Kurdinnen, organisiert.

Das Neujahrfest Newroz(neuer Tag)wird am 21. März von vielen Völkern des Nahen Osten gefeiert. Newroz" heißt wörtlich ,,der neue Tag" und hat sich aus den Wörtern ,,nu" (neu) und ,,roj" (Tag) über ,,nu"' und ,,nuroz" zu ,,Newroz" entwickelt. Die Kurden empfinden Newroz als Widerstandsgeist des kurdischen Volkes gegen Unterdrückung und Tyrannen.

Von Bedeutung ist, zu erwähnen, dass das Newroz-Fest vor zwei Wochen von der UN als kulturelles Welterbe anerkannt wurde. Schätzungsweise wird das Newroz-Fest weltweit von mehr als 300 Millionen Menschen gefeiert.

Newroz-Feste werden wie in den vergangenen Jahren auch in diesem Jahr von unseren Mitgliedsvereinen organisiert.

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Die erste Feier am 6.März 2010, mit der Beteiligung von tausenden von Kurden und mit einem umfangreichen kulturellen Programm hat in Wuppertal stattgefunden. Der Präsident von KOMKAR-EU Kovan Amedi, der AKP-Abgeordneter der Stadt Diyarbakir Abdurrahman Kurt sowie zahlreiche deutsche Politiker und Politikerinnen haben bei dieser von der KOMKAR veranstalteten Feier Reden abgehalten. Der Präsident der BAGIV Herr Mehmet Tanriverdi hat anlässlich der Feier eine Grußadresse zur KOMKAR gesendet.

Weitere Termine anlässlich des Newroz-Festes:

Berlin: 13.März 2010
Hamburg: 20.März 2010
Gießen: 20.März 2010
Bottrop: 21.März 2010


 

27. Januar 2010

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Besuch des Hessischen Landtages

Mit Unterstützung der BAGIV besuchte unsere Mitgliedsorganisation, die Deutsch-Kurdische-Gesellschaft Gießen am 26.01.2010 mit einer Gruppe von 26 Personen, hauptsächlich Jugendliche, den Hessischen Landtag; diese Fahrt bot sie im Rahmen ihrer Jugendarbeit an. Deutsch- und kurdischstämmigen Jugendlichen sollte die Möglichkeit geboten werden, demokratische Grundlagen unserer Gesellschaft besser kennenzulernen,
indem ihnen die Aufgaben des Landtages erklärt werden und sie bei einer Plenarsitzung des Landtages sowie an einem anschließenden Gespräch mit Parlamentariern teilnehmen.

In der Gießener Gruppe unter dem Vorsitzenden Metin Kumaraslan und weiteren Vorstandsmitgliedern befanden sich unter anderem auch die Gießener Stadtverordeneten Ika Bordasch, Renate Schlotmann und Mehmet Tanriverdi, sowie die Stadträtin Monika Graulich, die auch Mitglieder der Gießener Gesellschaft sind.

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Die Gruppe hörte sich interessiert die aktuelle Fragestunde des Parlaments sowie die Regierungserklärung des Hessischen Ministers der Finanzen Weimar betreffend "Gute Zahlen - Gute Jobs, das Hessische Sonderinvestitionsprogramm wirkt" an. Anschließend standen der Gruppe Landtagsabgeordnete aus Gießen, Gerhard Merz, SPD, Wolfgang Greilich, FDP, Mürvet Öztürk, B90/Grüne, sowie der Staatsminister des Inneren und Sport Volker Bouffier, CDU, ebenfalls aus Gießen, sowie eine Fraktionsmitarbeiterin der Linken über eine Stunde für Fragen und Antworten zur Verfügung. Im Vordergrund standen die Themen Zuwanderung, Integration, Asylrecht, Aufenthaltsrecht, regionale und Städtepartnerschaften sowie die Interessen des Wahlkreises der Abgeordneten im hessischen Landtag. Es war eine sehr sachliche Diskussion, bei der die gegensetzlichen Standpunkte ausgetauscht wurden. Die Abgeordneten und der Staatsminister wurden zum Newroz-Empfang der Deutsch-Kurdischen-Gesellschaft Gießen e.V. am 20.März eingeladen.
Anschließend wurde die Gruppe durch das Schloß sowie die Parlamentsnebenräume geführt. Nach der fachlichen Führung begab sich die Gießener Gruppe zu einem gemeinsamen Abendessen in ein kurdisches Restaurant nach Rüsselsheim, wo der Abend ausklang.

Die Deutsch-Kurdische Gesellschaft Gießen e.V. ist vor 10 Jahren gegründet worden, ihre Absicht ist eine bessere Verständigung und Freundschaft zwischen deutschen und kurdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in und um Gießen. Der Verein fördert und leistet Jugend- und Frauenarbeit, sowie sozialpädagogische Betreuung Jugendlicher.
Ferner strebt der Verein eine Städtepartnerschaft zwischen Gießen und einer kurdischen Stadt an.


 

11. Januar 2010

Eröffnung des Projektes "Migration als Chance in Gütersloh"

Am 11.01.2010 wurde das Projekt "Migration als Chance in Gütersloh" des Assyrischen Jugendverbandes Mitteleuropa (AJM) e.V., Mitgliedsorganisation der BAGIV, eröffnet.

Der AJM e.V. ist der Dachverband zahlreicher assyrischer Jugendorganisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz,, der seit seiner Gründung im Jahre 2002 ein breites Angebot an Veranstaltungen anbietet. Seit 2006 ist der AJM Mitglied bei der djo - Deutsche Jugend in Europa und ist dort auch personell im Vorstand vertreten.

Als Maßnahme zur Förderung der Integration von jungen Zuwanderern und Zuwanderinnen ist dieses Projekt eine ausgezeichnete Möglichkeit für Jugendliche mit Migrationshintergrund sich aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben zu beteiligen und einen eigenen Beitrag zur Formung einer kulturell und sozial offenen Gesellschaft zu leisten.

Das Projekt, welches vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert wird, wurde mit der Eröffnung der AJM Geschäftsstelle in Gütersloh ins Leben gerufen, und ermöglicht dadurch zum ersten Mal die Stelle einer hauptamtlichen Mitarbeiterin, die von der Jugendbildungsreferentin, Rima Hambardzumyan, besetzt wird.

Die BAGIV freut sich, dass die effektive Arbeit ihrer assyrischen KollegInnen weitergeführt wird und wünscht viel Erfolg für das neu eröffnete Projekt "Migration als Chance in Gütersloh".

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.ajm-online.com


 




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