Europäische
Union
Bundesministerium
des Inneren
Bundesamt
für Migration und Flüchtlinge
Der Paritätische
Wohlfahrtsverband
Der Nationale
Integrationsplan
Weitere Links rund um das Thema Migration und mehr finden Sie hier...
Frohe Weihnachten
Der Vorsitzende und der Vorstand
der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände (BAGIV)
wünscht Ihnen ein
gesegnetes Weihnachtsfest
sowie ein glückliches und
friedvolles neues Jahr 2009!
-es gilt das gesprochene Wort-
Neuer Stellenwert der Integrationspolitik
30 Jahre Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
Über 180 Gäste folgten der Einladung von Staatsministerin, Frau Prof. Dr. Maria Böhmer, am 17. Dezember 2008 in das Bundeskanzleramt anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Amtes der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. "Die Potenziale der Integration erkennen und nutzen" war ein zentrales Anliegen in ihrer Rede, "Wir müssen Vielfalt als Chance begreifen", so Böhmer. Weiterhin bestätigte sie Herrn Tanriverdi, dass die Migranten-organisationen durch den ständigen Dialog-Prozess mehr eigene Verantwortung für ihre Mitglieder und die Integration übernehmen. Sie bleiben aber nach wie vor eine wichtige Interessenvertretung. "Indem wir Integration durch Indikatoren messbar machen, treten wir in eine neue Phase der Integrationspolitik." Deutschland ist heute das Land der Projekte. Gesetze und der Nationale Integrationsplan allein reichen nicht aus, wir müssen die Herzen gewinnen. Deutschland ist unser gemeinsames Land.
Nach ihrer Eröffnungsrede folgten Grußworte von Dr. Gualtiero Zambonini, dem Beauftragten für Integration und kulturelle Vielfalt des Westdeutschen Rundfunks. Die Festrede hielt Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel. Auch sie betonte den neuen und wichtigen Stellenwert der Integrationspolitik.
Alle ehemaligen Beauftragten, Heinz Kühn, Liselotte Funke, Cornelia Schmalz-Jacobsen, Marieluise Beck, und die amtierende Beauftragte, Frau Maria Böhmer, haben sich in den vergangenen Jahren vorbildlich für Integration stark gemacht und ihre Arbeit in einer Broschüre mit dem Titel "Ein Amt im Wandel" zusammengestellt.
Die BAGIV wurde durch ihren Präsidenten, Mehmet Tanriverdi, bei dem Festakt vertreten.
Foto: REGIERUNGonline / Steins
Preisverleihung zum Wettbewerb "Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz" in Frankfurt a.M.
Der Wettbewerb ist Teil der Kampagne "Vielfalt als Chance", die seit Sommer 2007 von der Integrationsbeauftragten geführt wird mit dem Ziel, kulturelle Vielfalt als Erfolgsfaktor in Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung stärker zu verankern. An dem Wettbewerb konnten sich Firmen und Institutionen beteiligen, die sich in besonderer Weise um die Förderung von kultureller Vielfalt am Arbeitsplatz verdient machen. Die Initiative "Diversity als Chance. Die Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland" ist rasant gewachsen. Insgesamt 500 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben sich ihr bis heute angeschlossen. Fast 100 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen hatten Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Die Gewinner wurden von einer Expertenjury ermittelt. Insgesamt wurden 14 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen prämiert. Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Prof. Dr. Maria Böhmer, hat am Dienstag, 9.12.2008, die Gewinner des Wettbewerbs "Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz" gekürt. Die Wettbewerbsbeiträge der Preisträger verdeutlichen: Die Förderung der kulturellen Vielfalt am Arbeitsplatz lohnt sich auch ökonomisch. Hochqualifiziertes Personal aus dem Ausland lässt sich leichter anwerben und halten, wenn der Arbeitgeber sich um deren Integration bemüht. Angestellte mit Zuwanderungshintergrund und geringen Qualifikationen sind oft besonders leistungsbereit, wenn sie eine Chance auf Aus- und Fortbildung bekommen. Ferner zeigt die zunehmende Internationalität der Kunden, dass die interkulturelle Kompetenz der Belegschaft ein wichtiger Wettbewerbsfaktor ist.
Die Preisträger:
Kategorie Großunternehmen (mehr als 1000 Beschäftigte)
1. Platz: Ford-Werke (Köln)
2. Platz: Deutsche Lufthansa AG (Köln)
3. Platz: SAP AG (Walldorf)
Kategorie Kleine und Mittlere Unternehmen (50 bis 1000 Beschäftigte)
1. Platz: Helmut Froitzheim KG (Koblenz) und Systemgastronomie Christian Eckstein GmbH und Co. KG (Osnabrück) - beide Franchisenehmer von McDonald's
2. Platz: Franz Rüschkamp GmbH und Co. KG (Lüdinghausen)
3. Platz: RapidEye AG (Brandenburg)
Kategorie Kleinstunternehmen (unter 50 Beschäftigte)
1. Platz: HE Space Operations GmbH (Bremen)
2. Platz: Celik Döner & Fleischgroßhandel GmbH (Hamburg)
3. Platz: FrauenComputerZentrum Berlin e.V.
Kategorie Öffentliche Verwaltung
1. Platz: Stadt Osnabrück
2. Platz: Landeshauptstadt München
3. Platz: Evangelische Interkulturelle Kindertagesstätte Astrid Lindgren (Lübeck)
Die Sieger erhalten jeweils 15.000 Euro, die Zweit- und Drittplatzierten 10.000 beziehungsweise 5.000 Euro. Das Preisgeld soll für den weiteren Ausbau der Integrationsmaßnahmen eingesetzt werden. In der Kategorie Großunternehmen werden anstelle der Geldpreise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Gewinnerbetrieben zu einer mehrtägigen Reise nach Berlin eingeladen.
Die Preise wurden gemeinschaftlich gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Deutschen Bank. Nähere Informationen zu den Preisträgern erhalten Sie bei der Regiestelle der Kampagne "Vielfalt als Chance":
Weitere Informationen erhalten sie unter: http://www.vielfalt-als-chance.de
Pressethemen Migration
Ab dem heutigen Tage finden Sie auf der rechten Seite unserer Homepage den Punkt "Pressethemen Migration".
Unter dieser Rubrik haben wir Pressemitteilungen der Online-Medien rund um das Thema Migration für Sie zusammen gestellt.
Erklärung von Mehmet Tanriverdi (Präsident der BAGIV) zu dem Vorhaben der
CDU Deutsch als Sprache der Bundesrepublik im Grundgesetz zu verankern.
Die Aufnahme der Deutschen Sprache in das Grundgesetz ist absolut überflüssig!
Die BAGIV fragt sich wie viele andere Organisationen auch, was das jetzt soll? Im Gerichtsverfassungsgesetz sei nach Aussage des ehemaligen Karlsruher Verfassungsrichter Dieter Grimm im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau "Deutsch als Gerichtssprache festgelegt" und auch für alle anderen Behörden gelte Deutsch daher als Amtssprache.
Wollen wir Deutsch per Grundgesetz verordnen?
Keiner zweifelt daran, dass eine gelungene Integration in Deutschland
nur über das Erlernen und Beherrschen der Deutschen Sprache möglich ist.
Aber das kann nicht per Grundgesetz verordnet werden. Selbst FDP-Chef Guido
Westerwelle sagte dem "Hamburger Abendblatt": "Viel wichtiger als Deutsch
im Grundgesetz ist Deutsch an den Schulen."
Wir sind der Meinung, eine Sprache muss gelebt, gepflegt und benutzt werden und nicht per Grundgesetz übergestülpt.
Was kommt als nächster Schritt?
Eröffnen wir jetzt wieder eine Diskussion über Leitkultur? Dann blockieren und behindern wir alles, was wir bislang in Punkto Integration auf den Weg gebracht haben. Wir waren auf einem guten Weg mit einem guten Klima (siehe Integrationsplan, Integrationsgipfel etc.).
Sprache darf nicht zum Stimmenfang am rechten Rand der Gesellschaft instrumentalisiert werden. Es scheint, dass sich die in der CDU durchgesetzt haben, die schon seit Merz und Koch & Co Übung im Versuch darin haben, Wahlen durch Stimmungsmache gegen Minoritäten zu gewinnen.
Kanzlerin Merkel hat Recht damit, dass Selbstverständliches nicht in die Verfassung gehört. Und man muss sie mit aller Kraft unterstützen! Es ist schade, dass sie von der Mehrheit Ihrer Parteifreunde in Stuttgart nicht gehört wurde.
Ich darf daran erinnern, dass es sehr wohl Staaten gibt, die ihre Sprache in ihrer Verfassung verankert haben, dort aber auch Erlasse existieren, die andere - eben in diesem Land auch gelebte und gesprochene Sprache(n) von Minderheiten verbieten z.B. die Türkei!
Wir fordern die mitregierenden Sozialdemokraten und die Oppositionsparteien auf, den Parteitagsbeschluss der CDU in Stuttgart zur Ergänzung des Art. 22 GG um den Passus "Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch" nicht zu unterstützen!
Und wir hoffen darauf, dass sich noch einige weitere CDU- Abgeordnete der Meinung ihrer Parteivorsitzenden anschließen und besinnen(!), so dass die benötigte Zweidrittelmehrheit nicht zustande kommt.
Wahl der neuen Parteivorsitzenden von Bündnis90/Die Grünen
Die BAGIV gratuliert der neuen Doppelspitze Claudia Roth und Cem Özdemir.
Die Wiederwahl von Claudia Roth in Ihrem Amt bestätigte Sie in ihrer Person,
aber auch in ihrer erfolgreichen Arbeit. Mit Cem Özdemir an ihrer Seite sind
die Weichen zur Integration für alle MigrantInnen in die hiesige Gesellschaft
gestellt worden. Mit der Wahl des ersten türkisch stämmigen Vorsitzender einer
deutschen Partei ist ein integrationspolitischer Coup gelungen. Es ist ein
Zeichen gesetzt worden, das schon lange überfällig war.
Die BAGIV begrüßt die Entscheidung der Bündnis90/Die Grünen sehr.
Wir wünschen Claudia Roth und Cem Özdemir weiterhin Kraft und Ausdauer,
Ihrem Amt gerecht zu werden und freuen uns mit Ihnen über Ihren Erfolg
und eine weiterhin gute Zusammenarbeit.
3. Integrationsgipfel
Am 6. November 2008 fand der 3. Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt in Berlin statt. Es wurde zum nationalen Integrationsplan (NIP) die erste Bilanz gezogen. Neben der Bundeskanzlerin Frau Angelika Merkel nahmen die Staatsministerin Dr. Maria Böhmer, Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble, Arbeitsminister Olaf Scholz, Justizministerin Brigitte Zypries, Ministerpräsident des Landes Sachsen, Stanislaw Tillich, der regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, Hamburgs erster Bürgermeister Ole von Beust, Ministerpräsident des Landes Baden Würtemberg, Guenther H. Oettinger, Abgeordnete, Vertreter der Medien, Arbeitgeberverbände, Vertreter zahlreicher Migrantenverbände und anderer Institutionen teil.
Bereits am Vormittag vor dem Plenum fand unter der Leitung der Bundeskanzlerin Frau Dr. Angelika Merkel und Staatsministerin Dr. Maria Böhmer in kleiner Vorrunde im Beisein der eingeladenen Migrantenverbände ein Gespräch statt, in dem die Positionen zum Integrationsgipfel und zum Ablauf des Tages ausgetauscht wurden. Im Namen der Migrantenverbände gab der Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, eine kurze Stellungnahme ab.
Von 12:30 Uhr bis 15:00 Uhr leitete die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angelika Merkel, das Plenum zum 3. Integrationsgipfel. Hier gaben Vertreter aus Bund, Ländern, Kommunen, Migrantenverbänden, Medien, Sport, Wirtschaft und Wohlfahrtsverbänden ihre Berichte zum nationalen Integrationsgipfel ab. In seiner Stellungnahme für die Migrantenverbände bezeichnete der Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, den NIP als Meilenstein in der Geschichte der Integrationspolitik und begrüßte das Bemühen der Beteiligten für die Integration. Die gesamte Stellungnahme finden sie in Kürze an dieser Stelle.
Bei der angekündigten Pressekonferenz, die von der Bundeskanzlerin geleitet wurde, sprachen für die Bundesländer Herr Stanislaw Tillich, für die Migrantenverbände Mehmet Tanriverdi, Vorstandsfrau von Diên Hông, Phuong Kollath, Bundesarbeitsminister Olaf Scholz und die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung und Staatsministerin Frau Dr. Maria Böhmer.
Die gesamte Pressekonferenz finden Sie hier als Video: Pressekonferenz NIP
Pressespiegel:
AFP (PDF)
Donaukurier (PDF)
FOCUS Online
Frankfurter Rundschau
Fuldaer-Zeitung (PDF)
Regierung Online (PDF)
Sueddeutsche (PDF)
Tagesspiegel (PDF)
TAZ (PDF)
Weltonline (PDF)
Zeitonline (PDF)
Zeit Online
Den nationalen Integrationsplan finden Sie hier: Integrationsplan
Presseerklärung der BAGIV zum Nationalen Integrationsplan -
Zwischenbilanz
Die Richtung stimmt - aber von gleichberechtigter Beteiligung kann keine Rede sein
Am 6. November findet der dritte Integrationsgipfel der Bundesregierung statt. 17 Migrantenverbände, darunter auch die BAGIV, äußerten sich in einer "Gemeinsamen Erklärung" kritisch zu den bisherigen Bemühungen.
Die Bilanz aus Sicht der BAGIV kritisiert die Umsetzung des Nationalen Integrationsplans in den Bereichen "Bildung" und "Arbeit". Die Arbeitslosigkeit bei MigrantInnen hat sich in den vergangenen Jahren konjunkturbedingt verringert, sie ist aber immer noch mehr als doppelt so hoch wie bei Deutschen. Vergleichbar verhält es sich im Bildungsbereich. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund, die die Schule ohne Abschluss oder nur mit einem Hauptschulabschluss verlassen, ist weiterhin hoch. Mit Sorge beobachtet die BAGIV die zunehmende Gefahr, dass in einigen Bundesländern Kinder mit Migrations-hintergrund beim Zugang zu weiterführenden Schulen verstärkt benachteiligt werden, was den Zielen des Nationalen Integrationsplans eindeutig widerspricht.
Von einer gleichberechtigten Beteiligung ist man noch weit entfernt!
Weiterhin wird die Verschärfung beim Ehegattennachzug und auch den ab dem 1.9.2008 eingeführten Einbürgerungstest, der möglicherweise zu einem weiteren Rückgang der Einbürgerungszahlen führen wird, kritisiert.
Die BAGIV sieht dennoch optimistisch in die Zukunft und betont, dass es in der Geschichte der BRD zum ersten Mal einen Integrationsplan gibt, nach dem die Migranten als Bereicherung der Gesellschaft angesehen werden. Erstmals wurden Migrantinnen und Migranten selbst auch an den Tisch gebeten, um ihre Perspektive und ihre Vorschläge anzuhören.
Es ist positiv, dass durch die Beteiligung und Mitarbeit der Migrantenselbstorganisationen am Nationalen Integrationsplan die Thematik der Integrationspolitik insgesamt in der Öffentlichkeit viel stärker wahrgenommen worden ist.
Forderungen bleiben!
Ausgehend von der Tatsache, dass wir in Deutschland in einer heterogenen Gesellschaft leben, muss sich die bisherige Integrationspolitik in Richtung einer Gleichstellungspolitik weiter-entwickeln, die auf folgenden Grundsätzen aufbaut:
Ziel einer solchen Politik muss sein, dass alle Menschen in Deutschland eine Bindung zu Deutschland entwickeln können und sich mitverantwortlich dafür fühlen, die gesamtgesellschaftlichen Interessen zu fördern!
Dazu gehört: das grundsätzliche Recht auf Unterscheidungsfreiheit aufgrund von ethnischer Herkunft, Religion oder Kultur.
Dazu gehört: ebenfalls das Recht auf gerechten Zugang zu den vom Staat im Auftrag der Gemeinschaft verwalteten Mitteln.
Der Nationale Integrationsplan bietet eine einmalige Chance, zahlreiche und wichtige Aspekte verschiedener Themenfelder der Integrationspolitik neu zu denken, die von allen relevanten gesellschaftlichen und politischen Akteuren und Institutionen genutzt werden sollte.
Teilnahme am 1. Seminar des Leadership- Programm 2008/ 2009
der Bertelsmann Stiftung in Berlin
Im Rahmen des Programms der Bertelsmann Stiftung " Die Brückenbauer der
Integration stärken" fand am Wochenende vom 31.10 - 2.11.2008 das Leadership-
Programm für junge Führungskräfte aus Migrantenorganisationen in Berlin unter
Teilnahme der BAGIV statt.
Neben der Einführung in das Leadership- Programm: Philosophie, Gestaltung
und Ablauf, war Thema des Seminars die Konfliktbearbeitung in der Demokratie.
Gemeinsame Erklärung der Migrantenselbstorganisationen zum
Nationalen Integrationsplan – Zwischenbilanz
In einer Woche findet der dritte Nationale Integrationsgipfel in Berlin
statt, der eine erste Zwischenbilanz bringen soll. Am 15. September 2008
haben sich Vertreter der Migrantenselbstorganisationen im alten
Bundeskanzleramt in Bonn getroffen und eine „Gemeinsame Erklärung zum
Nationalen Integrationsplan“ verfasst:
Die Erklärung von 17 unterzeichnenden MSO finden Sie hier.
Podiumsdiskussion / Veröffentlichung der Bildungsbiografie
"Aufgeben ist nicht mein Weg" - Buchmesse Frankfurt
Am 15. Oktober 2008 wurde der Mitarbeiter der BAGIV, José Ramón Álvarez
Orzáez, von der Bertelsmann-Stiftung zu einer Podiumsdiskussion bezüglich
der von der Stiftung veröffentlichten Biografien von Bildungswelten in der
Einwanderungsgesellschaft "Aufgeben ist nicht mein Weg" eingeladen. Diese
fand auf dem Stand des "ZEIT-Bildungsforums" in der Frankfurter Buchmesse
statt.
Während der Diskussion wurde trefflich auf den Punkt gebracht, wie
unwahrscheinlich der Bildungserfolg vieler Einwanderer bei uns noch
ist, mit welchen Hindernissen und Vorurteilen diese Menschen während
ihrer Schulzeit zu kämpfen haben und welche Bedeutung deshalb individueller
Erfolg als Ergebnis von Anstrengung und Durchhaltevermögen hat.
Neben José Ramón Álvarez Orzáez nahmen Ali Dogan von der Alevitischen
Gemeinde Deutschland, Hülya Eksi-Yilmaz von der Türkischen Gemeinde in
Deutschland und Musgana Tesfamariam von der Arbeitgemeinschaft der
Ausländerbeiräte Rheinland-Pfalz an der Diskussionsrunde teil. Die
Moderation übernahm die WDR-Journalistin und Autorin des Buches Ferdos
Forudastan.
Die Publikation "Aufgeben ist nicht mein Weg" ist bei der
BAGIV-Geschäftsstelle zu bestellen.
Bildung - Berufliche Ausbildung - Arbeitsmarkt
Unter diesem Motto fand am 11.-12. Oktober eine Wochenendveranstaltung in
Sindelfingen statt. Die Perspektiven von Bildung und beruflicher Ausbildung
von Jugendlichen standen im Mittelpunkt der Tagung.
Die Tagung wurde von der BAGIV in Zusammenarbeit mit dem Verband
Griechischer Gemeinden in Deutschland organisiert.
110 Jugendliche griechischer Herkunft aus 52 Griechischen Gemeinden aus
ganz Deutschland haben an der Fortbildung teilgenommen. Mit dabei waren
auch Vertreter von Griechischen Jugendverbänden aus ganz Europa.
Als Referenten waren Vertreter der Bundesagentur für Arbeit Bölingen,
Deutscher Gewerkschafts- Bund (DGB), Deutsch-Hellenisches Wirtschaftsforum
(DHW) u.a. eingeladen.
In Ihren Präsentationen und Analysen, haben sie Daten über die heutige
Situation auf dem Arbeitsmarkt und die zukünftige Entwicklung im Bereich
der beruflichen Ausbildung erörtert und Berufe mit Zukunft vorgestellt.
Die angeregten Diskussionen der Jugendlichen mit den Referenten zeigten
deutlich den Bedarf an solchen Fortbildungsmaßnahmen.
Die Jugendlichen hatten außerdem die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen
und viele Antworten auf ihre Fragen zu bekommen.
Großes Interesse haben die Vorträge erfolgreicher griechischer Unternehmer
in Deutschland gezeigt. Das Selbstwertgefühl der jungen Menschen wurde bei
der Tagung gestärkt. Die Jugendlichen haben mehr Mut bekommen, ihr Bemühen
für bessere Bildung und berufliche Ausbildung fortzusetzen.
Forum Demographischer Wandel - Schloss Bellevue, Berlin
Am 10. Oktober 2008 traf sich im Schloss Bellevue in Berlin das Forum
Demographischer Wandel des Bundespräsidenten Horst Köhler. Dieses Jahr
wurden erstmalig auch Teilnehmer des Leadership-Programms der Bertelsmann-Stiftung
eingeladen. Unter ihnen auch ein Mitarbeiter der Bundesarbeitsgemeinschaft
der Immigrantenverbände, José Ramón Álvarez Orzáez.
In dieser vom Bundespräsidialamt in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung jährlich ins Leben gerufenen Veranstaltung, war dieses Mal neben dem stetigen Bevölkerungsrückgang die gleichzeitig vergleichsweise hohe Geburtenrate unter Familien mit Migrationshintergrund ein wichtiges Thema. Um die Zukunft unserer Gesellschaft garantieren zu können, bedarf es qualifizierter Fachkräfte, die vor allem auch unter den Menschen mit Migrationshintergrund gefördert werden müssen. Hemmnisse, wie die ungleiche Behandlung von MigrantInnen im Vergleich zu Deutschen in Kindergärten, Grund- und weiterführenden Schulen, aber auch während der Ausbildung, sind bei diesem Vorhaben nicht förderlich und langfristig gesehen mit einem Milliardenverlust für die deutsche Wirtschaft verbunden. Die Teilnehmer an diesem Forum waren sich in erster Linie darüber einig, dass Menschen, unabhängig ihrer Herkunft, die Gesellschaft nur bereichern können, wenn ihre Bildung explizit unterstützt wird, da schlechte Bildungsabschlüsse zu einem Übermaß an unqualifizierten Arbeitskräften mit hohem Arbeitslosigkeitsrisiko und, daraus resultierend, zwangsläufig zu einem Zusammenbruch unseres Sozialsystems führen könnten.
Nach den Analysen der Sozialwissenschaftler Steffen Angenendt (Forschungsgruppe Globale Fragen der Stiftung Wissenschaft und Politik) und Thomas Straubhaar (Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut) fand eine Podiumsdiskussion mit Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, dem Landrat des Landkreises Emsland, Hermann Bröning, der Senatorin Ingelore Rosenkötter und dem Vorsitzenden des größten türkischen Lebensmittelherstellers (Garmo AG) und Deutschspanier, Eduardo García, unter Moderation von ZDF-Moderatorin Dunja Hayali statt. Über zukünftige Maßnahmen und Herangehensweisen, um gleiche Bildungschancen für alle Menschen in diesem Lande ermöglichen zu können, diskutierten im Anschluss die eingeladenen Abgeordneten, Senatoren, Stadträte, Unternehmer, Stiftungsrepräsentanten, Vertreter sozialer Einrichtungen und der Migrantenverbände an einem Tisch, unter denen sich neben dem Bundespräsidenten, Horst Köhler, auch die ehemalige Bundestagspräsidentin, Rita Süssmuth, und der ehemalige Verteidigungsminister und Vorsitzender der Deutschen Telekom Stiftung, Klaus Kinkel, befanden.
Abbildung 1 zeigt den Mitarbeiter der BAGIV, José Ramón Álvarez Orzáez (ganz rechts), mit dem Bundespräsidenten Horst Köhler und den anwesenden Teilnehmern des Leadership-Programms.
Abbildung 2 zeigt José Ramón Álvarez Orzáez (ganz links) mit der Staatsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer.
Migrantenverbände in Deutschland ziehen Zwischenbilanz zum nationalen Integrationsplan
Zahlreiche Migrantenverbände, darunter BAGIV, haben zur Zwischenbilanzierung
des nationalen Integrationsplans in Deutschland vor dem Integrationsgipfel
eine Stellungnahme abgegeben. Neben Migrantenselbstorganisationen (MSO)
haben Länder, Kommunen sowie Wohlfahrtsverbände ebenfalls eine Zwischenbilanz
gezogen. Die Akteure des nationalen Integrationsplans sind eine Reihe von
Selbstverpflichtungen eingegangen, ohne derer Umsetzung der Plan bedeutungslos wäre.
Die Erklärung von 17 unterzeichnenden MSO wird demnächst veröffentlicht.
Berlin-Marathon
Für Toleranz - gegen Rassismus und Diskriminierung
Angetrieben von rund 1 Million Zuschauern war Mehmet Tanriverdi, Präsident
der BAGIV, nach 3:28:16 Stunden im Ziel am Brandenburger Tor. An die
Strecke über 42,195 km gingen über 40.000 Läufer. Mehmet Tanriverdi
belegt Platz 5722, wir gratulieren herzlich!
Ordentliche Mitgliedervollversammlung der BAGIV
Am 20.09.2008 fand satzungsgemäß die ordentliche Mitgliedervollversammlung
der BAGIV in Bonn statt.
Nach der Entlastung des alten Vorstandes wurde der neue Vorstand einstimmig gewählt.
Neuer und alter Präsident der BAGIV ist Mehmet Tanriverdi. Seine Vertreter sind
Stamatis Assimenios und Circis Musa Simsek.
In den erweiterten Vorstand wurden José Povedano, Georgios Papadopoulos und
Kaya Meytap einstimmig gewählt.
Wir gratulieren allen Gewählten und freuen uns weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.
"Die Rolle der Eltern und der MSOs im Bildungsprozess junger MigrantInnen"
Workshop in Remscheid
Die Einbeziehung ehreamtlich tätiger Eltern mit Migrationshintergrund in Erziehungs- und Bildungsfragen mittels Qualifizierungen und Fortbildungen spielt, hinsichtlich einer verbesserten Unterstützung des Bildungserfolges, für die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen eine bedeutende Rolle.
In einem 1. Workshop, am 13. September 2008 in Remscheid, wurden im Rahmen der Maßnahme "Qualifizierung ehrenamtlich tätiger Eltern mit Migrationshintergrund in Erziehungs- und Bildungsfragen", gefördert durch Zuwendungen für Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten nach dem Förderprogramm des MGFFI des Landes Nordrhein-Westfalen, in Zusammenarbeit mit dem Spanischen Bundesverband den Eltern die Bedeutung ihrer Rolle beim Bildungsweg ihrer Kinder verdeutlicht, die bisherigen erziehungs- und bildunsspezifischen Aktivitäten der Vereine und Gemeinden der Mitgliedsorganisationen analysiert und weitergehende und alternative Angebote und Möglichkeiten gesucht, die den Eltern ihren Zugang und ihre Teilnahme erleichtern könnten.
Vordergründig gilt es, die Eltern dazu anzuregen, ihre aktive Teilnahme am System wahrzunehmen und zu verstärken. Dies kann beispielsweise durch ihre regelmäßige Präsenz bei Elternabenden und Elternsprechtagen oder durch die Einführung von "Tagen der offenen Tür" geschehen, die ihnen den Kontakt zur Schule ermöglichen und eine Gelegenheit zum Austausch verschaffen. Prinzipiell geht es darum, den Eltern das Gefühl zu vermitteln, dass sie beim Bildungsweg ihrer Kinder eine wichtige Rolle einnehmen und ihre Wahrnehmung durch die Lehrerschaft, die Eltern der restlichen Schulkameraden und die Schulbehörden von essentieller Bedeutung für den Werdegang ihrer Kinder ist.
Gleichzeitig nimmt auch der muttersprachliche Ergänzungsunterricht weiterhin eine bedeutende Rolle ein. Gerade in Zeiten, in denen die Durchführung des muttersprachlichen Unterrichts für ausländische Schüler durch die Einführung von Ganztagsschulen in Gefahr ist, setzen sich die Eltern vermehrt für dessen Erhalt ein. In diesem Rahmen wurden außerdem einmalige zweisprachige Schulprojekte vorgestellt, in denen ausländische Schüler die Schulausbildung in deutscher Sprache, aber auch parallel dazu in ihrer Muttersprache erhalten können. Diese, derzeit noch einzelnen, Projekte könnten innerhalb des Bestrebens, das Schulsystem interkulturell zu öffnen, in Zukunft die Richtung angeben, da sie auch für Schüler ohne Migrationshintergrund attraktiv und sinnvoll sind.
Darüber hinaus wurde im abschließenden Teil die bisherige Arbeit und die zahlreichen Angebote kurdischer, griechischer und assyrischer Gemeinden und spanischer Elternvereine im Bereich Bildung und Weiterbildung von Schülern und Eltern vorgestellt. Hierbei ist sehr wichtig, die Eltern in die Arbeit der verschiedenen Gemeinden und Vereine in zunehmendem Maße einzubeziehen, um so die Hilfe zur Selbsthilfe anzuregen und die Angebote besser gestalten zu können.
Integration braucht faire Bildungschancen
Zum 11. Mal vergab die Bertelsmann Stiftung den Carl
Bertelsmann-Preis.
Damit zeichnet sie weltweit beispielhafte Lösungen für zentrale
gesellschaftspolitische Herausforderungen aus. Der Preis ging dieses Jahr
nach Kanada an die Schulbehörde von Toronto.
Anlässlich der Preisverleihung fand am 3. September in Gütersloh ein
Symposium statt.
Programmpunkte waren unter anderem Vorträge von
zu den Themen "Das Recht auf inklusive Bildung", "Learning from the best", "Integration braucht faire Chancen" und "Aufgeben ist nicht mein Weg."
Die vollständige Rede von Mehmet Tanriverdi zu dem Thema
"Erfolgsfaktoren für eine bessere Integration von Kindern und Jugendlichen
mit Migrationshintergrund in deutschen Schulen"
finden Sie hier.
Das Symposium fand unter der Moderation von Dunja Hayali, ZDF, statt. Die
Festrede hielt Staatsministerin Prof. Maria Böhmer.
Auf dem Foto sehen Sie Mehmet Tanriverdi zusammen mit dem UN-Sonderbeauftragten
für das Recht auf Bildung, Dr. Vernor Munoz Villalobos, Costa Rica und der
Vertreterin der nominierten Schulbehörde Malmö, Schweden, Kerstin Larsson.
Der folgende Link führt Sie zu einem ausführlichen Bericht auf der Seite der
Bertelsmann-Stiftung.
Carl-Bertelsmann-Preis 2008
Am 3. und 4. September nahm unser BAGIV-Mitarbeiter, José Ramón Álvarez Orzáez,
an der Verleihung des "Carl-Bertelsmann-Preises 2008" und das vorangegangene
Fachsymposium teil. Diese Veranstaltung sowie der diesjährige Stiftungspreis
standen unter dem Motto "Integration durch Bildung".
Am ersten Veranstaltungstag wurde innerhalb eines ausführlichen Fachsymposiums
mit 80 eingeladenen Gästen im Stiftungssitz in Gütersloh über die Verbesserungsmöglichkeiten
im Bereich des Bildungsdefizits von Menschen mit Migrationshintergrund in
Deutschland eingehend diskutiert. Hierzu wurden unter anderem die Meinungen
des UN-Sondeberichterstatters für das Recht auf Bildung, Dr. Vernor Muñoz
Villalobos, der Migrantenselbstorganisationen, repräsentiert durch den Vorsitzenden
der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände, Mehmet Tanriverdi, des
Landesintegrationsministers, Armin Laschet, und der ehemaligen Bundestagspräsidentin,
Prof. Dr. Rita Süssmuth, eingeholt.
Dass nicht alles im Bereich der Integration von Menschen mit ausländischem Hintergrund
in das deutsche Schulsystem und die deutsche Mehrheitsgesellschaft schief läuft,
bewiesen die 30 Teilnehmer am Vorzeigeprojekt der Bertelsmann-Stiftung,
das "Leadership-Programm für junge Führungskräfte aus Migrantenselbstorganisationen".
In der vom Verlag der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Bildungsbiografie 13
dieser jungen Teilnehmer, "Aufgeben ist nicht mein Weg" - Bildungswelten in
der Einwanderungsgesellschaft, unter ihnen auch unser Mitarbeiter, José Ramón Álvarez
Orzáez, sieht man, dass sich Menschen mit Einwanderungsgeschichte in diesem Lande
durchaus überdurchschnittlich entwickeln können. Dennoch wiesen sie ausdrücklich
und einstimmig auf die Hindernisse und Vorurteile, die allen voran im Übergang
von der Grundschule in die Sekundarstufe und später in weiterführende Schulen
leider immer noch real existieren.
Um sich an den Erfolgen, die in anderen Ländern im Bereich der erfolgreichen
Integration von Schülern mit Migrationshintergrund erzielt werden, ein
Beispiel zu nehmen, wurden die vier nominierten Kandidaten aus Leeds (England),
Toronto (Kanada), Kanton Zürich (Schweiz) und Malmö (Schweden) für den
Stiftungs-Endpreis 2008 hinzugeholt. Gewinner des diesjährigen Carl-Bertelsmann-Preises
war die Schulbehörde Toronto aus Kanada, die seit vielen Jahren in einer
Stadt mit einem Migrationsanteil von über 80 % einen vorbildlichen Beitrag
für die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und deren
Familien in das kanadische Schulsystem leisten und somit anderen Städten
und Ländern mit erheblichem Nachholbedarf als erfolgreiches Beispiel
zur Verfügung stehen.
Der festliche Preisverleihungsakt wurde am 4. September in der Stadthalle
Gütersloh in Anwesenheit von 400 bis 500 Gäste zelebriert.
Integration und Sport
Auf Einladung der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung Frau
Prof. Dr. Maria Böhmer trafen sich am 23. Juni 2008 Vertreter aus
Sportverbänden, Migrantenselbstorganisationen, Wissenschaft und Politik
zu einem ersten Gespräch für die neu eingerichtete Facharbeitsgruppe
"Integration und Sport". In Fortführung der Impulse des Nationalen
Integrationsplans wurde diese Arbeitsgruppe unter der Federführung
des Bundesministeriums des Innern eingerichtet. Als Vertretung der
Migrantenverbände nahmen für die BAGIV Herr Dr. Güler und Mehmet
Tanriverdi an dem Gespräch teil. Betont wurde die zentrale Bedeutung,
die dem Sport aus integrationspolitischer Sicht beizumessen ist. Sport
hat eine große Breiten- und Öffentlichkeitswirkung, deren auf Fairness
und gegenseitiger Achtung basierender sportlichen Begegnung über
alle ethnischen Grenzen hinweg eine wichtige Integrationsleistung
zukommt. Es wurde ein weiteres Treffen für den Herbst diesen Jahres
vereinbart.
Migrantenorganisationen und Kultusministerkonferenz erzielen
Einigkeit in der weiteren Vorgehensweise zur Umsetzung des Integrationsplans
Die Verbesserung der Bildungssituation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund stand bei dem jetzigen Arbeitstreffen der Kultusministerkonferenz (KMK) und Migrantenselbstorganisationen am 17. Juni in Berlin im Bundeskanzleramt im Vordergrund.
Bereits im Dezember 2007 hat die Kultusministerkonferenz (KMK) und Vertreter von acht bundesweit tätigen Migrantenverbänden die Erklärung "Integration als Chance- gemeinsam für mehr Chancengerechtigkeit" verabschiedet.
Die Stärkung der Elternarbeit ist nach Auffassung der Staatsministerin Frau Prof. Dr. Maria Böhmer unabdingbare Voraussetzung zur erfolgreichen Umsetzung einer erfolgreichen Bildungspolitik. "Bildung fängt im Elternhaus an." "Der jüngste Bildungsbericht hat erneut gezeigt, dass der Bildungserfolg im großem Maße von der sozialen und ethnischen Herkunft abhängt. Böhmer will die Eltern in ihrer Verantwortung für den Bildungserfolg ihrer Kinder stärken und unterstützen.
Die Kultusminister und Kultusministerinnen setzen sich dafür ein, interkulturelles Lernen stärker als bisher im Unterricht und im außerunterrichtlichen Bereich zu verankern. Mehr Sprachlernangebote für Eltern mit Migrationshintergrund und Elterninformation sind genauso wie "Erziehungsvereinbarungen" zwischen Kindertagesstätten bzw. Schulen und Eltern eine Empfehlung von Seiten der KMK. Man will die Schulabbrecherquote auf ein Minimum reduzieren und durch berufsorientierten Unterricht und Sprachförderung dazu beitragen.
Ein weiteres gemeinsames Ziel muss zwingend der Ausbau von Ganztagsschulen sein. Auch in diesem Ziel sind sich Migrantenorganisationen und die KMK einig. So besteht eine zentrale Forderung des Präsidenten der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, in der Bereitstellung finanzieller Mittel zum Ausbau von Ganztagsschulen. Zur Zeit sind keine 20 Prozent der Schulen Ganztagsschulen. "Will man eine wirkliche Chancengerechtigkeit im Bildungssektor für alle Kinder erzielen, ist der Auf -und Ausbau von Ganztagsschulen notwendig," so Tanriverdi. Investition, Zukunft Bildung und Betreuung (IZBB)-Mittel, wie vor Jahren unter dem damaligen Bundeskanzler Schröder sollten nicht zweckentfremdet verwendet werden und in Baumaßnahmen versickern, sondern für sozial- und pädagogische Förderung der Kinder verwendet werden. Und so fordert er erneut Mittel bereit zu stellen und damit " in unsere Zukunft- in unsere Kinder" zu investieren.
Tanriverdi bat die Vorsitzende der KMK, die saarländische Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, sich bei dem nächsten Treffen der Kultusministerkonferenz für das eigenständige Unterrichten des Faches Ethik einzusetzen. "Eine Loslösung vom Unterrichtsfach Religion ist zeitgemäß und notwendig." Es kann nicht sein, dass bei einem Ausfall von Religionsunterricht Ethik einfach wegfällt und überhaupt nicht unterrichtet wird. Die Vermittlung von Werten im Rahmen des Ethikunterrichtes muss fester Bestandteil einer guten Bildungspolitik sein. Unsere Kinder haben einen Anspruch darauf!
Tanriverdis Vorschlag, sich jährlich mit den Vertretern der beteiligten Migrantenorganisationen und KMK auszutauschen, fand große Zustimmung. Der Austausch und die Umsetzung der Selbstverpflichtung im Rahmen des Integrationsplanes könnte durch die eigenständige Einrichtung "runder Tische" von Seiten der Kultusminister der Länder unterstützt werden. Ebenso sollte der Nationale Integrationsplan in der Form erweitert werden, dass die Städte und Kommunen in die Verpflichtung mit einbezogen werden.
Damit kann man sinnvoll zur praktischen Umsetzung beitragen. Fällt doch z.B. die Einstellung von Schulsozialarbeitern in den Zuständigkeitsbereich der Städte und Kommunen.
Alle Gesprächspartner zeigten sich nach dem positiven Gespräch und den erzielten Ergebnissen sehr zufrieden. " Die Umsetzung des Integrationsplanes befindet sich auf einem guten Weg. Ende 2009 soll eine Bilanz der Maßnahmen gezogen werden" so Frau Böhmer.
Teilnahme am 5. und somit letzten Seminar des Leadership-Programms
der Bertelsmann-Stiftung in Berlin
Zum letzten Mal trafen sich am Wochenende in Berlin die Teilnehmer der 1.
Runde des Leadership-Programms der Bertelsmann-Stiftung, "Die Brückenbauer
der Integration". "Partizipatives Projektmanagement" und die Methode
"Technology of Participation" für Moderation und Konsensfindung wurde
durch Referenten des DGB-Jugendbildungszentrum Hattingen vorgestellt.
Die 30 jungen TeilnehmerInnen bedankten sich in dieser Abschlussveranstaltung
bei Herrn Kober und Herrn Kösemen für die gelungene Organisation und
Durchführung der fünf Qualifizierungseminare. Es war ihnen außerdem sehr
wichtig, die gewonnenen Kompetenzen im Konsens der Gruppe fortzuführen
und den Kontakt untereinander aufrecht zu erhalten.
4. Integrationspolitischer Dialog mit Migrantenorganisationen
im Bundeskanzleramt Berlin auf Einladung der Staatsministerin Prof. Maria Böhmer
mit Bundeskanzlerin Angela Merkel
Mehr als 70 Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenorganisationen waren
der Einladung gefolgt und zum 4. Integrationspolitischen Dialog ins Bundeskanzleramt
gekommen, unter ihnen Mehmet Tanriverdi, Präsident der BAGIV (Bundesarbeitsgemeinschaft
der Migrantenverbände in Deutschland e.V.) Er bescheinigte Deutschland in
den letzten zehn Jahren "…auf einem guten Weg innerhalb des Integrationsprozesses
zu sein". Immerhin habe man mit der Reform des Staatsanghörigkeitsgesetzes,
Verabschiedung des Zuwanderungsgesetzes und Erstellung und Verabschiedung
eines Integrationsplanes und Integrationsprogramms viele Schritte in die
richtige Richtung gemacht. Er versicherte, dass die Migrantenverbände
weiterhin diesen Prozess kritisch, aber konstruktiv begleiten werden.
Sein Appell ging aber auch an die anwesenden Vertreter der Wirtschaft und
Verbände mit Migrationshintergrund, sich in die vom Bundespräsidenten
Horst Köhler vor zwei Jahren ins Leben gerufene Aktion, "Deutschland-
Land der Ideen" verstärkt zu beteiligen.
In zwei Plenarsitzungen wurde weiterhin über verschiedene Aspekte des
nationalen Integrationsplans diskutiert. Schwerpunkte des Gesprächs
waren u.a. die Selbstverpflichtungen, Stärkung des bürgerschaftlichen
Engagements von Migrantinnen und Migranten, sowie die Ausbildung. Nach
der Begrüßung durch die Staatsministerin Prof. Maria Böhmer zum Stand
der Zwischenbilanzierung des Nationalen Integrationsplans, erfolgten
Beiträge von Präsident Dr. Albert Schmid, BAMF, zum Stand der Selbstverpflichtungen
und zur Projektförderpolitik des Bundesamtes und von Staatssekretär
Scheele, BMAS, sowie AL'in Haugg, BMBF, zu Qualifizierungsinitiative und
Maßnahmen der Bundesregierung zur Ausbildungsförderung. Der Präsident der
BAGIV, Tanriverdi, nahm Stellung zur gemeinsamen Erklärung der KMK und
den Migrantenselbstorganisationen mit ihren Selbstverpflichtungen und
beschrieb den Istzustand. Er appellierte an die Kultusminister der Länder
spätestens nach der Sommerpause mit der partnerschaftlichen Zusammenarbeit
mit den Verbänden zu beginnen.
In der Schlussrunde des ganztägigen Dialogs unterstrich Bundeskanzlerin
Angela Merkel die Notwendigkeit einer gelungenen Integrationspolitik: "Ich
halte das Thema Integration für ein wirkliches Schlüsselthema der Zukunftsfähigkeit
Deutschlands", so Merkel im Gespräch mit den Migrantinnen und Migranten.
Sie freute sich über den Vorschlag von Mehmet Tanriverdi, den 35. Internationaler
Berlin-Marathon unter das Motto "Für mehr Toleranz, gegen Rassismus und Fremdenhass…"
zu stellen. Als Schirmherrin des diesjährigen Marathonlaufes, veranlasste sie
dies umgehend und ließ ihren Worten Taten folgen.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Pressebericht im Gießener Anzeiger vom 09.06.2008
Besuch in der Heimat
Der Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, besuchte seine alte Heimat
Kurdistan und traf sich am 13.Mai 2008 in der ca. 1.000.000 Einwohner
zählenden kurdischen Metropole Diyarbakir mit dem Oberbürgermeister
Herrn Osman Baydemir von der pro-kurdischen Partei DTP. Tanriverdi
informierte sich über die aktuelle Situation der Region und Projekte der
Stadt. Das Gespräch, bei dem ein Briefaustausch der Oberbürgermeister
beider Städte statt fand, fand in angenehmer Atmosphäre im Stadthaus
statt. Es wurde angekündigt, dass eine Delegation von Kommunalpolitikern
aus Gießen im Frühjahr nächsten Jahres Diyarbakir besuchen wird. Das Ziel
ist eine mögliche Partnerschaft sowie der Austausch von Schülern.
Die heimliche Hauptstadt der Kurden im türkischen Teil Kurdistans liegt
am Tigris im Südosten. Der überwiegende Teil der Bevölkerung (ca. 98%)
spricht kurdisch. Es sind kaum noch ehemalige Bewohner wie Armenier,
Assyrer und Griechen anzutreffen. Die historische Stadt mit gut erhaltener
Stadtmauer der Byzantiner, welche in den letzten Jahren z.T. mit EU-Geldern
restauriert wurde, ist reich an christlichen und islamischen Gebetshäusern.
Teilnahme am 4.Seminar des Leadership-Programms der
Bertelsmann-Stiftung in Berlin
Im Rahmen des Programms der Bertelsmann Stiftung "Die Brückenbauer der
Integration stärken" trafen sich die 30 von der Bertelsmannstiftung
auserwählten jungen Teilnehmer zu dem nun 4. und somit vorletztem
Seminar "Führen in Zeiten des Wandels" in Berlin unter Teilnahme der
BAGIV wieder. Das Seminar befasste sich mit dem Thema "Leadership",
"Das Individuum", "Führen in Zeiten des Wandels", "Das Team" und "Das System".
Die 30 sehr engagierte jungen Teilnehmer erlernten unter anderem in diesem
Fortbildungsseminar, wie wichtig es ist, in einer Führungsposition
zwischen der eigenen Person und der Rolle, die man in der Arbeitswelt
oder im Vereinsleben einnimmt, zu unterscheiden, um Konfliktsituationen
objektiv betrachten zu können und effizient Lösungsansätze zu finden.
Gedenken zum Völkermord
An jedem 24. April eines Jahres wird an den Völkermord an Armeniern,
Assyrern und Pontos-Griechen gedacht. Der Völkermord vor 93 Jahren an
diesen Christen brachte insgesamt 2,5 Millionen Opfer. Auch wir wollen
an diesem Tag gedenken und sprechen allen Betroffenen unser Beileid aus.
Aufstieg durch Bildung?
Unter diesem Motto tagte das Forum der Migrantinnen und Migranten im
Paritätischen (FdM) vom 18.04. bis 19.04. 2008 in Berlin. Das Forum,
eine Interessenvertretung von über 100 Selbstorganisationen von Migrantinnen
und Migranten im Paritätischen, hatte aus aktuellem Grund die schulische und
berufliche Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und die
Rolle der Migrantenselbstorganisationen diesen Prozess zu unterstützen als
Schwerpunktthema gewählt.
Eröffnet wurde die 2. Tagung durch Kenan Kücük, Sprecher des FdM.
Anschließend wurde durch Vorträge von Prof. Barbara John (Mitglied im
Vorstand des Paritätischen) und dem Staatssekretär Detlev Scheele in die
Thematik eingeleitet.
Am Nachmittag wurde in Arbeitsgruppen über aktuelle fachliche Entwicklungen
informiert, Praxisbeispiele vorgestellt und die besondere Rolle der
Migrantenselbstorganisationen erörtert. Am nächsten Tag legten die Sprecher
und der Beirat des FdM den Bericht über ihre einjährige Arbeit vor und es
folgten die Wahlen des neuen Sprecherkreises und der sieben Beiratsmitglieder
für zwei Jahre. Kenan Kücük wurde zum Sprecher, Behshid Najafi und Emirjeta
Veshi wurden zu Stellvertretenden Sprecherinnen gewählt. Auch dieses Mal
ist Berivan Aymaz von der BAGIV als Beiratsmitglied im Forum der
Migrantinnen und Migranten im Paritätischen mit dabei.
Pressewirksame Medienarbeit in den Migrantenselbstorganisationen
Die BAGIV veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem Verband der griechischen
Gemeinden, OEK eine Tagung zum Thema "Pressewirksame Öffentlichkeitsarbeit
in den Migrantenselbstorganisationen" in Frankfurt (a.M.). Das Interesse
der Organisationen zeigte sich an der regen Beteiligung. Die
Darstellungsmöglichkeiten der Arbeit der Migrantenselbstorganisationen
in den Medien war zentrales Thema der Veranstaltung. "So kommen sie in
die Medien!" war der Titel der Podiumsdiskussion mit Presse- und
Medienvertretern. Der anschließende Tag in Bonn diente der Evaluation
mit Experten und der Präsentation der Tagungsergebnisse.
Frohes Akitu 6758
Am 1. April jeden Jahres feiern die Assyrer ihr Neujahrsfest "Akitu",
welches sie dieses Jahr in das Jahr 6758 begleitete. Assyrische
Vereine organisierten diesbezüglich Deutschlandweit Veranstaltungen
in Augsburg, Gütersloh, Wiesbaden, Düren, Mainz, Gießen usw.. Wir
gratulieren allen Assyrern zum Akitu und wünschen ihnen alles Gute.
Bilder und weitere Informationen unter http://www.bethnahrin.de ,
http://www.ajm-online.de
Teilnahme an der EU Jugendgruppenleiterschulung in Mollina, Spanien
Vom 28.-31. März 2008 organisierte die AGIJ e.V. (Arbeitsgemeinschaft
Internationaler Jugendverbände Hamburg e.V.) eine Jugendgruppenleiterschulung
in Mollina (Malaga), an der 15 Jungendliche spanischer Herkunft aus
ganz Europa teilgenommen haben. Auch von der BAGIV nahm eine Spanierin
teil. Inhalte des Seminars waren unter anderem "Die Rolle der unterschiedlichen
Jugendgruppenspiele", "Die Diskrepanz der Pädagogik und der Gesetze in einigen
Fällen der Jugendarbeit" und der Bereich "Medien". Mit diesem Seminar ist
ein Netzwerk zwischen den Jugendlichen spanischer Herkunft, die alle im
sozialen Bereich beruflich oder ehrenamtlich aktiv sind, in ganz Europa
entstehen.
Frohes Newroz 2620
Am 21. März jeden Jahres feiern die Kurden ihr "Frühlingsfest - Newroz",
welches sie dieses Jahr in das Newroz Jahr 2620 begleitete. KOMKAR
organisierte diesbezüglich Deutschlandweit Großveranstaltungen in München,
Berlin, Hamburg, sowie die Hauptveranstaltung in der Stadt des Komkar-Sitzes
in Wuppertal. Wir gratulieren Komkar und allen Kurden zum Newroz und
wünschen ihnen alles Gute.
Weitere Bilder und Informationen unter http://www.komkar-info.org
Heidi Merk neue Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes
Stamatis Assimenios neues gewähltes Mitglied des Verbandsrates
Die Mitgliederversammlung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes hat am 4.
März 2008 in Potsdam Heidi Merk, langjährige niedersächsische Justiz- und
Sozialministerin, zur neuen Vorsitzenden des Verbandes gewählt. Sie folgt
damit auf Dr. Eberhard Jüttner, der nicht mehr kandidierte.
Nach der Wahl der Vorsitzenden des Paritätischen Gesamtverbandes, der mit annähernd zehntausend selbständigen Mitgliedsorganisationen einer der größten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland ist, hat die Mitgliederversammlung die Mitglieder des Verbandsrates u.a. aus dem Bereich der Überregionalen Mitgliedsorganisationen gewählt. Stamatis Assimenios, stellvertretender Vorsitzender der BAGIV, ist als neues gewähltes Mitglied des Verbandsrates des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gewählt.
Teilnahme am Leadership-Programm der Bertelsmann-Stiftung in Berlin
Im Rahmen des Programms der Bertelsmann Stiftung "Die Brückenbauer der Integration stärken"
fand am Wochenende vom 22. - 24. Februar das Seminar "Leadership und Kommunikation in
der Öffentlichkeit" im Wannsee Forum in Berlin unter Teilnahme der BAGIV statt.
Themen des Seminars waren "Überzeugende Kommunikation in der Öffentlichkeit",
"Erfahrungsaustausch im Umgang mit Medien", "Gesprächsrunde zum Thema "Deutscher
im 21. Jahrhundert"" und "Wie funktionieren Medien?".
"Die effektive Gleichstellung der spanischen Frau im Ausland und die Vorbeugung von Frauengewalt"
Dies war das Thema einer vom spanischen Ministerium für Arbeit und Soziales
finanzierten Wochenendkonferenz, vom 15. bis zum 17. Februar 2008 in
Königswinter, bei der Frauenpolitikexperten aus den verschiedenen autonomen
Regionen Spaniens, aus Deutschland, Österreich, Ungarn und Italien vertreten
waren. Die vom Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine ins
Leben gerufene Veranstaltung richtete sich an spanische Migrantinnen und
ihre Stellung in der Gesellschaft, Arbeitswelt und Familie.
Rund 70 interessierte Frauen aus Deutschland, Spanien, Frankreich,
Italien, Österreich, Ungarn und den Niederlanden kamen nach Königswinter,
um wichtige Informationen über verschiedene Aspekte der Diskriminierung
von Frauen, die bisher erzielten Fortschritte im Kampf gegen deren
Ausgrenzung und die Zukunftsperspektiven zu diskutieren.
Konferenzleiter waren José Povedano Sánchez, Vorsitzender des Spanischen Bundesverbandes und Carmen Couto Boullosa, stellvertretende Vorsitzende. Neben Frau Ruth Niebuer, Referentin für Frauengewalt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Grazia Bruno vom Italienischen Sozialverband, Ann-Christin Kehrberg, Referentin für EU-Forschungsprojekte und der Psychologin Ángela Peramato reisten zahlreiche Gäste aus Spanien zu der Konferenz an: María José Pulido und Antonio Caballero Sánchez, vom Fraueninstitut der autonomen Region Extremadura, (IMEX); Cristina Coto de la Mata, Doktorin des Feminismus und Reinerio Álvarez Saavedra, Präsident der Kommission für Gerechtigkeit und Gleichstellung des autonomen Fürstentums Asturien; Carmen Adam Villamarín und Iria Alonso, des Generalsekretariats für Gleichstellung der autonomen Region Galicien; Carlos Gamallo Amat, Arzt, und Enriqueta Chicano Jávega, Ehrenpräsidentin der Föderation Progessistischer Frauen; Randa Sayegh Hamati, Migrationsdezernentin der Ortschaft Villanueva de la Cañada (Madrid); Consuelo Casas, der Rückkehrerorganisation AGER in Granada. Für die spanischen Referenten bedeutete diese Erfahrung den ersten realen Kontakt mit den spanischen Migranten in Deutschland.
Teilnahme am EZA-Seminar in Bialystok in Polen
Vom 1. bis zum 3. Februar fand in Bialystok in Polen ein Seminar der EZA
mit dem Thema "Junge MigrantInnen und der Arbeitsmarkt", statt. Die Vorträge
des Seminars beinhalteten Fakten und Statistiken zur Situation der
MigrantInnen als Arbeitnehmer in ganz Europa. Von der BAGIV nahmen 2
junge MigrantInnen teil, die im Rahmen einer Podiumsdiskussion einen
Beitrag zum Thema "Migrationsbiographie" leisteten. Das langfristige Ziel,
die Teilnehmer der verschiedenen Nationalitäten und ihre Organisationen zu
vernetzen, wurde durch die gemeinsamen Aktivitäten während des Aufenthalts
in Bialystok, initiiert.
Das Wahlkampfthema Jugendgewalt
Der Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, im Gespräch mit stern.de über
die Bedeutung der Kampagne des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch
für die Integration in Deutschland. Das vollständige Interview finden Sie hier:
Interview mit stern.de
Vorankündigung
Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und
Integration, Frau Prof. Dr. Maria Böhmer lädt am 30. Januar 2008 im
Rahmen der regelmäßigen Treffen bezüglich des Nationalen Integrationsplans
zu einem Vorgespräch in das Bundeskanzleramt, um mit den beteiligten
Organisationen über den Stand und die Fortsetzung der Arbeiten zu berichten.
Der Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, wird der Einladung folgen und
sich weiter für die Verbesserung der Bildungschancen der MigrantInnen und
entscheidende integrationsfördernde Schritte einsetzen.
Teilnahme am EZA-Seminar in Rom
Vom 14. - 20. Januar 2008 fand ein Seminar der EZA (Deutschland) und
EFFIL (Italien) in Rom statt. Das Hauptthema "Verbesserung der
Arbeitsbedingungen der Gewerkschaften und Arbeitervereinigungen im
europäischen Kontext", spiegelten die zahlreichen Facetten der
Arbeit(-geber) und Sozialverbände wieder. Ca. 30 MigrantenInnen aus den
unterschiedlichsten europäischen Staaten haben an dem Seminar teilgenommen,
darunter auch Monica Heras von der BAGIV (siehe Foto). Die sehr informative,
multikulturelle Veranstaltung diente u.a. auch der Vernetzung der Teilnehmer
und Gastgeber untereinander. Durch die positive Resonanz wurde von den
Veranstaltern bereits ein Folgeseminar angekündigt.
BAGIV warnt vor Spaltung der Gesellschaft
Die Kampagne des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, im hessischen
Wahlkampf, das Jugendstrafrecht zu verschärfen und kriminelle Jugendliche
mit Migrationshintergrund härter zu bestrafen, bzw. schneller abzuschieben,
führt letztendlich zur Spaltung der Gesellschaft.
BAGIV fordert alle Verantwortlichen auf, die Ursachen für die Jugendkriminalität zu bekämpfen. Grundlagen zu schaffen für eine Erhöhung der Bildungschancen und Perspektiven um eine bessere Integration zu ermöglichen.
Wir fordern weiterhin die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, ihre Äußerung zurückzunehmen und sich von der Kampagne in Hessen zu distanzieren.
Hier geht es zum offenen Brief der Zuwanderer-Gruppen
Webmaster: Andreas Rupp