Bundesarbeitsgemeinschaft
der Immigrantenverbände
in Deutschland e.V. 

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Weitere Links rund um das Thema Migration und mehr finden Sie hier...


Archiv 2008



Übersicht:

17. Dezember 2008 Neuer Stellenwert der Integrationspolitik
9. Dezember 2008 Preisverleihung zum Wettbewerb "Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz" in Frankfurt a.M.
4. Dezember 2008 Pressethemen Migration
15. November 2008 Wahl der neuen Parteivorsitzenden von Bündnis90/Die Grünen
7. November 2008 3. Integrationsgipfel
6. November 2008 Presseerklärung der BAGIV zum Nationalen Integrationsplan - Zwischenbilanz
31. Oktober 2008 Teilnahme am 1. Seminar des Leadership- Programm 2008/ 2009 der Bertelsmann Stiftung in Berlin
29. Oktober 2008 Gemeinsame Erklärung der Migrantenselbstorganisationen zum Nationalen Integrationsplan – Zwischenbilanz
15. Oktober 2008 Podiumsdiskussion / Veröffentlichung der Bildungsbiografie
"Aufgeben ist nicht mein Weg" - Buchmesse Frankfurt
11. Oktober 2008 Bildung - Berufliche Ausbildung - Arbeitsmarkt
10. Oktober 2008 Forum Demographischer Wandel - Schloss Bellevue, Berlin
2. Oktober 2008 Migrantenverbände in Deutschland ziehen Zwischenbilanz zum nationalen Integrationsplan
28. September 2008 Berlin-Marathon
20. September 2008 Ordentliche Mitgliedervollversammlung der BAGIV
13. September 2008 "Die Rolle der Eltern und der MSOs im Bildungsprozess junger MigrantInnen"

Workshop in Remscheid
5. September 2008 Integration braucht faire Bildungschancen
3. September 2008 Carl-Bertelsmann-Preis 2008
23. Juni 2008 Integration und Sport
17. Juni 2008 Migrantenorganisationen und Kultusministerkonferenz erzielen Einigkeit in der weiteren Vorgehensweise zur Umsetzung des Integrationsplans
6. Juni 2008 Teilnahme am 5. und somit letzten Seminar des Leadership-Programms der Bertelsmann-Stiftung in Berlin
4. Juni 2008 4. Integrationspolitischer Dialog mit Migrantenorganisationen im Bundeskanzleramt Berlin auf Einladung der Staatsministerin Prof. Maria Böhmer mit Bundeskanzlerin Angela Merkel
13. Mai 2008 Besuch in der Heimat
25. April 2008 Teilnahme am 4.Seminar des Leadership-Programms der Bertelsmann-Stiftung in Berlin
24. April 2008 Gedenken zum Völkermord
19. April 2008 Aufstieg durch Bildung?
13. April 2008 Pressewirksame Medienarbeit in den Migrantenselbstorganisationen
1. April 2008 Frohes Akitu 6758
28. März 2008 Teilnahme an der EU Jugendgruppenleiterschulung in Mollina, Spanien
21. März 2008 Frohes Newroz 2620
4. März 2008 Heidi Merk neue Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes

Stamatis Assimenios neues gewähltes Mitglied des Verbandsrates
26. Februar 2008 Teilnahme am Leadership-Programm der Bertelsmann-Stiftung in Berlin
14. Februar 2008 "Die effektive Gleichstellung der spanischen Frau im Ausland und die Vorbeugung von Frauengewalt"
12. Februar 2008 Teilnahme am EZA-Seminar in Bialystok in Polen
29. Januar 2008 Das Wahlkampfthema Jugendgewalt
24. Januar 2008 Vorankündigung
23. Januar 2008 Teilnahme am EZA-Seminar in Rom
11. Januar 2008 BAGIV warnt vor Spaltung der Gesellschaft

19. Dezember 2008


Frohe Weihnachten

Der Vorsitzende und der Vorstand
der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände (BAGIV)
wünscht Ihnen ein
gesegnetes Weihnachtsfest
sowie ein glückliches und
friedvolles neues Jahr 2009!


 

17. Dezember 2008

-es gilt das gesprochene Wort-

Neuer Stellenwert der Integrationspolitik

30 Jahre Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

30 Jahre Integrationsbeauftragte

Über 180 Gäste folgten der Einladung von Staatsministerin, Frau Prof. Dr. Maria Böhmer, am 17. Dezember 2008 in das Bundeskanzleramt anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Amtes der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. "Die Potenziale der Integration erkennen und nutzen" war ein zentrales Anliegen in ihrer Rede, "Wir müssen Vielfalt als Chance begreifen", so Böhmer. Weiterhin bestätigte sie Herrn Tanriverdi, dass die Migranten-organisationen durch den ständigen Dialog-Prozess mehr eigene Verantwortung für ihre Mitglieder und die Integration übernehmen. Sie bleiben aber nach wie vor eine wichtige Interessenvertretung. "Indem wir Integration durch Indikatoren messbar machen, treten wir in eine neue Phase der Integrationspolitik." Deutschland ist heute das Land der Projekte. Gesetze und der Nationale Integrationsplan allein reichen nicht aus, wir müssen die Herzen gewinnen. Deutschland ist unser gemeinsames Land.

Nach ihrer Eröffnungsrede folgten Grußworte von Dr. Gualtiero Zambonini, dem Beauftragten für Integration und kulturelle Vielfalt des Westdeutschen Rundfunks. Die Festrede hielt Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel. Auch sie betonte den neuen und wichtigen Stellenwert der Integrationspolitik.

Alle ehemaligen Beauftragten, Heinz Kühn, Liselotte Funke, Cornelia Schmalz-Jacobsen, Marieluise Beck, und die amtierende Beauftragte, Frau Maria Böhmer, haben sich in den vergangenen Jahren vorbildlich für Integration stark gemacht und ihre Arbeit in einer Broschüre mit dem Titel "Ein Amt im Wandel" zusammengestellt.

Die BAGIV wurde durch ihren Präsidenten, Mehmet Tanriverdi, bei dem Festakt vertreten.

Foto: REGIERUNGonline / Steins


 

9. Dezember 2008

Preisverleihung zum Wettbewerb "Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz" in Frankfurt a.M.

Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz

Der Wettbewerb ist Teil der Kampagne "Vielfalt als Chance", die seit Sommer 2007 von der Integrationsbeauftragten geführt wird mit dem Ziel, kulturelle Vielfalt als Erfolgsfaktor in Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung stärker zu verankern. An dem Wettbewerb konnten sich Firmen und Institutionen beteiligen, die sich in besonderer Weise um die Förderung von kultureller Vielfalt am Arbeitsplatz verdient machen. Die Initiative "Diversity als Chance. Die Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland" ist rasant gewachsen. Insgesamt 500 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen haben sich ihr bis heute angeschlossen. Fast 100 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen hatten Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Die Gewinner wurden von einer Expertenjury ermittelt. Insgesamt wurden 14 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen prämiert. Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Prof. Dr. Maria Böhmer, hat am Dienstag, 9.12.2008, die Gewinner des Wettbewerbs "Kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz" gekürt. Die Wettbewerbsbeiträge der Preisträger verdeutlichen: Die Förderung der kulturellen Vielfalt am Arbeitsplatz lohnt sich auch ökonomisch. Hochqualifiziertes Personal aus dem Ausland lässt sich leichter anwerben und halten, wenn der Arbeitgeber sich um deren Integration bemüht. Angestellte mit Zuwanderungshintergrund und geringen Qualifikationen sind oft besonders leistungsbereit, wenn sie eine Chance auf Aus- und Fortbildung bekommen. Ferner zeigt die zunehmende Internationalität der Kunden, dass die interkulturelle Kompetenz der Belegschaft ein wichtiger Wettbewerbsfaktor ist.

Die Preisträger:

Kategorie Großunternehmen (mehr als 1000 Beschäftigte)
1. Platz: Ford-Werke (Köln)
2. Platz: Deutsche Lufthansa AG (Köln)
3. Platz: SAP AG (Walldorf)

Kategorie Kleine und Mittlere Unternehmen (50 bis 1000 Beschäftigte)
1. Platz: Helmut Froitzheim KG (Koblenz) und Systemgastronomie Christian Eckstein GmbH und Co. KG (Osnabrück) - beide Franchisenehmer von McDonald's
2. Platz: Franz Rüschkamp GmbH und Co. KG (Lüdinghausen)
3. Platz: RapidEye AG (Brandenburg)

Kategorie Kleinstunternehmen (unter 50 Beschäftigte)
1. Platz: HE Space Operations GmbH (Bremen)
2. Platz: Celik Döner & Fleischgroßhandel GmbH (Hamburg)
3. Platz: FrauenComputerZentrum Berlin e.V.

Kategorie Öffentliche Verwaltung
1. Platz: Stadt Osnabrück
2. Platz: Landeshauptstadt München
3. Platz: Evangelische Interkulturelle Kindertagesstätte Astrid Lindgren (Lübeck)

Die Sieger erhalten jeweils 15.000 Euro, die Zweit- und Drittplatzierten 10.000 beziehungsweise 5.000 Euro. Das Preisgeld soll für den weiteren Ausbau der Integrationsmaßnahmen eingesetzt werden. In der Kategorie Großunternehmen werden anstelle der Geldpreise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Gewinnerbetrieben zu einer mehrtägigen Reise nach Berlin eingeladen.

Die Preise wurden gemeinschaftlich gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Deutschen Bank. Nähere Informationen zu den Preisträgern erhalten Sie bei der Regiestelle der Kampagne "Vielfalt als Chance":

Weitere Informationen erhalten sie unter: http://www.vielfalt-als-chance.de


 

4. Dezember 2008

Pressethemen Migration

Ab dem heutigen Tage finden Sie auf der rechten Seite unserer Homepage den Punkt "Pressethemen Migration". Unter dieser Rubrik haben wir Pressemitteilungen der Online-Medien rund um das Thema Migration für Sie zusammen gestellt.


 

3. Dezember 2008

Erklärung von Mehmet Tanriverdi (Präsident der BAGIV) zu dem Vorhaben der CDU Deutsch als Sprache der Bundesrepublik im Grundgesetz zu verankern.

Die Aufnahme der Deutschen Sprache in das Grundgesetz ist absolut überflüssig!

Die BAGIV fragt sich wie viele andere Organisationen auch, was das jetzt soll? Im Gerichtsverfassungsgesetz sei nach Aussage des ehemaligen Karlsruher Verfassungsrichter Dieter Grimm im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau "Deutsch als Gerichtssprache festgelegt" und auch für alle anderen Behörden gelte Deutsch daher als Amtssprache.

Wollen wir Deutsch per Grundgesetz verordnen?
Keiner zweifelt daran, dass eine gelungene Integration in Deutschland nur über das Erlernen und Beherrschen der Deutschen Sprache möglich ist. Aber das kann nicht per Grundgesetz verordnet werden. Selbst FDP-Chef Guido Westerwelle sagte dem "Hamburger Abendblatt": "Viel wichtiger als Deutsch im Grundgesetz ist Deutsch an den Schulen."

Wir sind der Meinung, eine Sprache muss gelebt, gepflegt und benutzt werden und nicht per Grundgesetz übergestülpt.

Was kommt als nächster Schritt?

Eröffnen wir jetzt wieder eine Diskussion über Leitkultur? Dann blockieren und behindern wir alles, was wir bislang in Punkto Integration auf den Weg gebracht haben. Wir waren auf einem guten Weg mit einem guten Klima (siehe Integrationsplan, Integrationsgipfel etc.).

Sprache darf nicht zum Stimmenfang am rechten Rand der Gesellschaft instrumentalisiert werden. Es scheint, dass sich die in der CDU durchgesetzt haben, die schon seit Merz und Koch & Co Übung im Versuch darin haben, Wahlen durch Stimmungsmache gegen Minoritäten zu gewinnen.

Kanzlerin Merkel hat Recht damit, dass Selbstverständliches nicht in die Verfassung gehört. Und man muss sie mit aller Kraft unterstützen! Es ist schade, dass sie von der Mehrheit Ihrer Parteifreunde in Stuttgart nicht gehört wurde.

Ich darf daran erinnern, dass es sehr wohl Staaten gibt, die ihre Sprache in ihrer Verfassung verankert haben, dort aber auch Erlasse existieren, die andere - eben in diesem Land auch gelebte und gesprochene Sprache(n) von Minderheiten verbieten z.B. die Türkei!

Wir fordern die mitregierenden Sozialdemokraten und die Oppositionsparteien auf, den Parteitagsbeschluss der CDU in Stuttgart zur Ergänzung des Art. 22 GG um den Passus "Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch" nicht zu unterstützen!

Und wir hoffen darauf, dass sich noch einige weitere CDU- Abgeordnete der Meinung ihrer Parteivorsitzenden anschließen und besinnen(!), so dass die benötigte Zweidrittelmehrheit nicht zustande kommt.


 

15. November 2008

Wahl der neuen Parteivorsitzenden von Bündnis90/Die Grünen

Die BAGIV gratuliert der neuen Doppelspitze Claudia Roth und Cem Özdemir. Die Wiederwahl von Claudia Roth in Ihrem Amt bestätigte Sie in ihrer Person, aber auch in ihrer erfolgreichen Arbeit. Mit Cem Özdemir an ihrer Seite sind die Weichen zur Integration für alle MigrantInnen in die hiesige Gesellschaft gestellt worden. Mit der Wahl des ersten türkisch stämmigen Vorsitzender einer deutschen Partei ist ein integrationspolitischer Coup gelungen. Es ist ein Zeichen gesetzt worden, das schon lange überfällig war.
Die BAGIV begrüßt die Entscheidung der Bündnis90/Die Grünen sehr.
Wir wünschen Claudia Roth und Cem Özdemir weiterhin Kraft und Ausdauer, Ihrem Amt gerecht zu werden und freuen uns mit Ihnen über Ihren Erfolg und eine weiterhin gute Zusammenarbeit.


 

7. November 2008

3. Integrationsgipfel

Staatsministerin Dr. Maria Böhmer und der Präsident der BAGIV Mehmet Tanriverdi

Am 6. November 2008 fand der 3. Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt in Berlin statt. Es wurde zum nationalen Integrationsplan (NIP) die erste Bilanz gezogen. Neben der Bundeskanzlerin Frau Angelika Merkel nahmen die Staatsministerin Dr. Maria Böhmer, Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble, Arbeitsminister Olaf Scholz, Justizministerin Brigitte Zypries, Ministerpräsident des Landes Sachsen, Stanislaw Tillich, der regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, Hamburgs erster Bürgermeister Ole von Beust, Ministerpräsident des Landes Baden Würtemberg, Guenther H. Oettinger, Abgeordnete, Vertreter der Medien, Arbeitgeberverbände, Vertreter zahlreicher Migrantenverbände und anderer Institutionen teil.

Bereits am Vormittag vor dem Plenum fand unter der Leitung der Bundeskanzlerin Frau Dr. Angelika Merkel und Staatsministerin Dr. Maria Böhmer in kleiner Vorrunde im Beisein der eingeladenen Migrantenverbände ein Gespräch statt, in dem die Positionen zum Integrationsgipfel und zum Ablauf des Tages ausgetauscht wurden. Im Namen der Migrantenverbände gab der Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, eine kurze Stellungnahme ab.

Von 12:30 Uhr bis 15:00 Uhr leitete die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angelika Merkel, das Plenum zum 3. Integrationsgipfel. Hier gaben Vertreter aus Bund, Ländern, Kommunen, Migrantenverbänden, Medien, Sport, Wirtschaft und Wohlfahrtsverbänden ihre Berichte zum nationalen Integrationsgipfel ab. In seiner Stellungnahme für die Migrantenverbände bezeichnete der Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, den NIP als Meilenstein in der Geschichte der Integrationspolitik und begrüßte das Bemühen der Beteiligten für die Integration. Die gesamte Stellungnahme finden sie in Kürze an dieser Stelle.

Bei der angekündigten Pressekonferenz, die von der Bundeskanzlerin geleitet wurde, sprachen für die Bundesländer Herr Stanislaw Tillich, für die Migrantenverbände Mehmet Tanriverdi, Vorstandsfrau von Diên Hông, Phuong Kollath, Bundesarbeitsminister Olaf Scholz und die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung und Staatsministerin Frau Dr. Maria Böhmer.

Die gesamte Pressekonferenz finden Sie hier als Video: Pressekonferenz NIP

Pressespiegel:

AFP  (PDF)
Donaukurier  (PDF)
FOCUS Online
Frankfurter Rundschau
Fuldaer-Zeitung  (PDF)
Regierung Online  (PDF)
Sueddeutsche  (PDF)
Tagesspiegel  (PDF)
TAZ  (PDF)
Weltonline  (PDF)
Zeitonline  (PDF)
Zeit Online

Den nationalen Integrationsplan finden Sie hier: Integrationsplan


 

6. November 2008

Presseerklärung der BAGIV zum Nationalen Integrationsplan - Zwischenbilanz

Die Richtung stimmt - aber von gleichberechtigter Beteiligung kann keine Rede sein

Am 6. November findet der dritte Integrationsgipfel der Bundesregierung statt. 17 Migrantenverbände, darunter auch die BAGIV, äußerten sich in einer "Gemeinsamen Erklärung" kritisch zu den bisherigen Bemühungen.

Die Bilanz aus Sicht der BAGIV kritisiert die Umsetzung des Nationalen Integrationsplans in den Bereichen "Bildung" und "Arbeit". Die Arbeitslosigkeit bei MigrantInnen hat sich in den vergangenen Jahren konjunkturbedingt verringert, sie ist aber immer noch mehr als doppelt so hoch wie bei Deutschen. Vergleichbar verhält es sich im Bildungsbereich. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund, die die Schule ohne Abschluss oder nur mit einem Hauptschulabschluss verlassen, ist weiterhin hoch. Mit Sorge beobachtet die BAGIV die zunehmende Gefahr, dass in einigen Bundesländern Kinder mit Migrations-hintergrund beim Zugang zu weiterführenden Schulen verstärkt benachteiligt werden, was den Zielen des Nationalen Integrationsplans eindeutig widerspricht.

Von einer gleichberechtigten Beteiligung ist man noch weit entfernt!

Weiterhin wird die Verschärfung beim Ehegattennachzug und auch den ab dem 1.9.2008 eingeführten Einbürgerungstest, der möglicherweise zu einem weiteren Rückgang der Einbürgerungszahlen führen wird, kritisiert.

Die BAGIV sieht dennoch optimistisch in die Zukunft und betont, dass es in der Geschichte der BRD zum ersten Mal einen Integrationsplan gibt, nach dem die Migranten als Bereicherung der Gesellschaft angesehen werden. Erstmals wurden Migrantinnen und Migranten selbst auch an den Tisch gebeten, um ihre Perspektive und ihre Vorschläge anzuhören.

Es ist positiv, dass durch die Beteiligung und Mitarbeit der Migrantenselbstorganisationen am Nationalen Integrationsplan die Thematik der Integrationspolitik insgesamt in der Öffentlichkeit viel stärker wahrgenommen worden ist.

Forderungen bleiben!

Ausgehend von der Tatsache, dass wir in Deutschland in einer heterogenen Gesellschaft leben, muss sich die bisherige Integrationspolitik in Richtung einer Gleichstellungspolitik weiter-entwickeln, die auf folgenden Grundsätzen aufbaut:

  • Sie muss das Dasein von Angehörigen ethnischer bzw. kultureller Minderheiten als Chance und Potential und nicht als Bedrohung verstehen.
  • Sie muss transparent für alle Beteiligten des Prozesses sein und realitätsnahe Ziele und Anforderungen an die Beteiligten formulieren.

Ziel einer solchen Politik muss sein, dass alle Menschen in Deutschland eine Bindung zu Deutschland entwickeln können und sich mitverantwortlich dafür fühlen, die gesamtgesellschaftlichen Interessen zu fördern!

Dazu gehört: das grundsätzliche Recht auf Unterscheidungsfreiheit aufgrund von ethnischer Herkunft, Religion oder Kultur.

Dazu gehört: ebenfalls das Recht auf gerechten Zugang zu den vom Staat im Auftrag der Gemeinschaft verwalteten Mitteln.

Der Nationale Integrationsplan bietet eine einmalige Chance, zahlreiche und wichtige Aspekte verschiedener Themenfelder der Integrationspolitik neu zu denken, die von allen relevanten gesellschaftlichen und politischen Akteuren und Institutionen genutzt werden sollte.


 

31. Oktober - 2. November 2008

Teilnahme am 1. Seminar des Leadership- Programm 2008/ 2009 der Bertelsmann Stiftung in Berlin

Im Rahmen des Programms der Bertelsmann Stiftung " Die Brückenbauer der Integration stärken" fand am Wochenende vom 31.10 - 2.11.2008 das Leadership- Programm für junge Führungskräfte aus Migrantenorganisationen in Berlin unter Teilnahme der BAGIV statt.

Neben der Einführung in das Leadership- Programm: Philosophie, Gestaltung und Ablauf, war Thema des Seminars die Konfliktbearbeitung in der Demokratie.


 

29. Oktober 2008

Gemeinsame Erklärung der Migrantenselbstorganisationen zum Nationalen Integrationsplan – Zwischenbilanz

In einer Woche findet der dritte Nationale Integrationsgipfel in Berlin statt, der eine erste Zwischenbilanz bringen soll. Am 15. September 2008 haben sich Vertreter der Migrantenselbstorganisationen im alten Bundeskanzleramt in Bonn getroffen und eine „Gemeinsame Erklärung zum Nationalen Integrationsplan“ verfasst:

Die Erklärung von 17 unterzeichnenden MSO finden Sie hier.


 

15. Oktober 2008

Podiumsdiskussion / Veröffentlichung der Bildungsbiografie
"Aufgeben ist nicht mein Weg" - Buchmesse Frankfurt

Am 15. Oktober 2008 wurde der Mitarbeiter der BAGIV, José Ramón Álvarez Orzáez, von der Bertelsmann-Stiftung zu einer Podiumsdiskussion bezüglich der von der Stiftung veröffentlichten Biografien von Bildungswelten in der Einwanderungsgesellschaft "Aufgeben ist nicht mein Weg" eingeladen. Diese fand auf dem Stand des "ZEIT-Bildungsforums" in der Frankfurter Buchmesse statt.

Während der Diskussion wurde trefflich auf den Punkt gebracht, wie unwahrscheinlich der Bildungserfolg vieler Einwanderer bei uns noch ist, mit welchen Hindernissen und Vorurteilen diese Menschen während ihrer Schulzeit zu kämpfen haben und welche Bedeutung deshalb individueller Erfolg als Ergebnis von Anstrengung und Durchhaltevermögen hat.

Neben José Ramón Álvarez Orzáez nahmen Ali Dogan von der Alevitischen Gemeinde Deutschland, Hülya Eksi-Yilmaz von der Türkischen Gemeinde in Deutschland und Musgana Tesfamariam von der Arbeitgemeinschaft der Ausländerbeiräte Rheinland-Pfalz an der Diskussionsrunde teil. Die Moderation übernahm die WDR-Journalistin und Autorin des Buches Ferdos Forudastan.

Die Publikation "Aufgeben ist nicht mein Weg" ist bei der BAGIV-Geschäftsstelle zu bestellen.


 

11.-12. Oktober 2008

Bildung - Berufliche Ausbildung - Arbeitsmarkt

Unter diesem Motto fand am 11.-12. Oktober eine Wochenendveranstaltung in Sindelfingen statt. Die Perspektiven von Bildung und beruflicher Ausbildung von Jugendlichen standen im Mittelpunkt der Tagung.
Die Tagung wurde von der BAGIV in Zusammenarbeit mit dem Verband Griechischer Gemeinden in Deutschland organisiert.

110 Jugendliche griechischer Herkunft aus 52 Griechischen Gemeinden aus ganz Deutschland haben an der Fortbildung teilgenommen. Mit dabei waren auch Vertreter von Griechischen Jugendverbänden aus ganz Europa.

Als Referenten waren Vertreter der Bundesagentur für Arbeit Bölingen, Deutscher Gewerkschafts- Bund (DGB), Deutsch-Hellenisches Wirtschaftsforum (DHW) u.a. eingeladen.
In Ihren Präsentationen und Analysen, haben sie Daten über die heutige Situation auf dem Arbeitsmarkt und die zukünftige Entwicklung im Bereich der beruflichen Ausbildung erörtert und Berufe mit Zukunft vorgestellt. Die angeregten Diskussionen der Jugendlichen mit den Referenten zeigten deutlich den Bedarf an solchen Fortbildungsmaßnahmen.
Die Jugendlichen hatten außerdem die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und viele Antworten auf ihre Fragen zu bekommen.

Großes Interesse haben die Vorträge erfolgreicher griechischer Unternehmer in Deutschland gezeigt. Das Selbstwertgefühl der jungen Menschen wurde bei der Tagung gestärkt. Die Jugendlichen haben mehr Mut bekommen, ihr Bemühen für bessere Bildung und berufliche Ausbildung fortzusetzen.


 

10. Oktober 2008

Forum Demographischer Wandel - Schloss Bellevue, Berlin

Am 10. Oktober 2008 traf sich im Schloss Bellevue in Berlin das Forum Demographischer Wandel des Bundespräsidenten Horst Köhler. Dieses Jahr wurden erstmalig auch Teilnehmer des Leadership-Programms der Bertelsmann-Stiftung eingeladen. Unter ihnen auch ein Mitarbeiter der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände, José Ramón Álvarez Orzáez.

In dieser vom Bundespräsidialamt in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung jährlich ins Leben gerufenen Veranstaltung, war dieses Mal neben dem stetigen Bevölkerungsrückgang die gleichzeitig vergleichsweise hohe Geburtenrate unter Familien mit Migrationshintergrund ein wichtiges Thema. Um die Zukunft unserer Gesellschaft garantieren zu können, bedarf es qualifizierter Fachkräfte, die vor allem auch unter den Menschen mit Migrationshintergrund gefördert werden müssen. Hemmnisse, wie die ungleiche Behandlung von MigrantInnen im Vergleich zu Deutschen in Kindergärten, Grund- und weiterführenden Schulen, aber auch während der Ausbildung, sind bei diesem Vorhaben nicht förderlich und langfristig gesehen mit einem Milliardenverlust für die deutsche Wirtschaft verbunden. Die Teilnehmer an diesem Forum waren sich in erster Linie darüber einig, dass Menschen, unabhängig ihrer Herkunft, die Gesellschaft nur bereichern können, wenn ihre Bildung explizit unterstützt wird, da schlechte Bildungsabschlüsse zu einem Übermaß an unqualifizierten Arbeitskräften mit hohem Arbeitslosigkeitsrisiko und, daraus resultierend, zwangsläufig zu einem Zusammenbruch unseres Sozialsystems führen könnten.

Nach den Analysen der Sozialwissenschaftler Steffen Angenendt (Forschungsgruppe Globale Fragen der Stiftung Wissenschaft und Politik) und Thomas Straubhaar (Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut) fand eine Podiumsdiskussion mit Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, dem Landrat des Landkreises Emsland, Hermann Bröning, der Senatorin Ingelore Rosenkötter und dem Vorsitzenden des größten türkischen Lebensmittelherstellers (Garmo AG) und Deutschspanier, Eduardo García, unter Moderation von ZDF-Moderatorin Dunja Hayali statt. Über zukünftige Maßnahmen und Herangehensweisen, um gleiche Bildungschancen für alle Menschen in diesem Lande ermöglichen zu können, diskutierten im Anschluss die eingeladenen Abgeordneten, Senatoren, Stadträte, Unternehmer, Stiftungsrepräsentanten, Vertreter sozialer Einrichtungen und der Migrantenverbände an einem Tisch, unter denen sich neben dem Bundespräsidenten, Horst Köhler, auch die ehemalige Bundestagspräsidentin, Rita Süssmuth, und der ehemalige Verteidigungsminister und Vorsitzender der Deutschen Telekom Stiftung, Klaus Kinkel, befanden.



Abbildung 1 zeigt den Mitarbeiter der BAGIV, José Ramón Álvarez Orzáez (ganz rechts), mit dem Bundespräsidenten Horst Köhler und den anwesenden Teilnehmern des Leadership-Programms.


Abbildung 2 zeigt José Ramón Álvarez Orzáez (ganz links) mit der Staatsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer.


 

2. Oktober 2008

Migrantenverbände in Deutschland ziehen Zwischenbilanz zum nationalen Integrationsplan

Zahlreiche Migrantenverbände, darunter BAGIV, haben zur Zwischenbilanzierung des nationalen Integrationsplans in Deutschland vor dem Integrationsgipfel eine Stellungnahme abgegeben. Neben Migrantenselbstorganisationen (MSO) haben Länder, Kommunen sowie Wohlfahrtsverbände ebenfalls eine Zwischenbilanz gezogen. Die Akteure des nationalen Integrationsplans sind eine Reihe von Selbstverpflichtungen eingegangen, ohne derer Umsetzung der Plan bedeutungslos wäre.

Die Erklärung von 17 unterzeichnenden MSO wird demnächst veröffentlicht.


 

28. September 2008

Berlin-Marathon

Für Toleranz - gegen Rassismus und Diskriminierung

Angetrieben von rund 1 Million Zuschauern war Mehmet Tanriverdi, Präsident der BAGIV, nach 3:28:16 Stunden im Ziel am Brandenburger Tor. An die Strecke über 42,195 km gingen über 40.000 Läufer. Mehmet Tanriverdi belegt Platz 5722, wir gratulieren herzlich!

Hier geht es zur Ergebnisseite des Berlin-Marathon 2008

 

20. September 2008

Ordentliche Mitgliedervollversammlung der BAGIV

Am 20.09.2008 fand satzungsgemäß die ordentliche Mitgliedervollversammlung der BAGIV in Bonn statt.

Nach der Entlastung des alten Vorstandes wurde der neue Vorstand einstimmig gewählt. Neuer und alter Präsident der BAGIV ist Mehmet Tanriverdi. Seine Vertreter sind Stamatis Assimenios und Circis Musa Simsek.

In den erweiterten Vorstand wurden José Povedano, Georgios Papadopoulos und Kaya Meytap einstimmig gewählt.

Wir gratulieren allen Gewählten und freuen uns weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.


 

13. September 2008

"Die Rolle der Eltern und der MSOs im Bildungsprozess junger MigrantInnen"

Workshop in Remscheid


Die Einbeziehung ehreamtlich tätiger Eltern mit Migrationshintergrund in Erziehungs- und Bildungsfragen mittels Qualifizierungen und Fortbildungen spielt, hinsichtlich einer verbesserten Unterstützung des Bildungserfolges, für die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen eine bedeutende Rolle.

In einem 1. Workshop, am 13. September 2008 in Remscheid, wurden im Rahmen der Maßnahme "Qualifizierung ehrenamtlich tätiger Eltern mit Migrationshintergrund in Erziehungs- und Bildungsfragen", gefördert durch Zuwendungen für Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten nach dem Förderprogramm des MGFFI des Landes Nordrhein-Westfalen, in Zusammenarbeit mit dem Spanischen Bundesverband den Eltern die Bedeutung ihrer Rolle beim Bildungsweg ihrer Kinder verdeutlicht, die bisherigen erziehungs- und bildunsspezifischen Aktivitäten der Vereine und Gemeinden der Mitgliedsorganisationen analysiert und weitergehende und alternative Angebote und Möglichkeiten gesucht, die den Eltern ihren Zugang und ihre Teilnahme erleichtern könnten.

Vordergründig gilt es, die Eltern dazu anzuregen, ihre aktive Teilnahme am System wahrzunehmen und zu verstärken. Dies kann beispielsweise durch ihre regelmäßige Präsenz bei Elternabenden und Elternsprechtagen oder durch die Einführung von "Tagen der offenen Tür" geschehen, die ihnen den Kontakt zur Schule ermöglichen und eine Gelegenheit zum Austausch verschaffen. Prinzipiell geht es darum, den Eltern das Gefühl zu vermitteln, dass sie beim Bildungsweg ihrer Kinder eine wichtige Rolle einnehmen und ihre Wahrnehmung durch die Lehrerschaft, die Eltern der restlichen Schulkameraden und die Schulbehörden von essentieller Bedeutung für den Werdegang ihrer Kinder ist.

Gleichzeitig nimmt auch der muttersprachliche Ergänzungsunterricht weiterhin eine bedeutende Rolle ein. Gerade in Zeiten, in denen die Durchführung des muttersprachlichen Unterrichts für ausländische Schüler durch die Einführung von Ganztagsschulen in Gefahr ist, setzen sich die Eltern vermehrt für dessen Erhalt ein. In diesem Rahmen wurden außerdem einmalige zweisprachige Schulprojekte vorgestellt, in denen ausländische Schüler die Schulausbildung in deutscher Sprache, aber auch parallel dazu in ihrer Muttersprache erhalten können. Diese, derzeit noch einzelnen, Projekte könnten innerhalb des Bestrebens, das Schulsystem interkulturell zu öffnen, in Zukunft die Richtung angeben, da sie auch für Schüler ohne Migrationshintergrund attraktiv und sinnvoll sind.

Darüber hinaus wurde im abschließenden Teil die bisherige Arbeit und die zahlreichen Angebote kurdischer, griechischer und assyrischer Gemeinden und spanischer Elternvereine im Bereich Bildung und Weiterbildung von Schülern und Eltern vorgestellt. Hierbei ist sehr wichtig, die Eltern in die Arbeit der verschiedenen Gemeinden und Vereine in zunehmendem Maße einzubeziehen, um so die Hilfe zur Selbsthilfe anzuregen und die Angebote besser gestalten zu können.


 

5. September 2008

Integration braucht faire Bildungschancen

Zum 11. Mal vergab die Bertelsmann Stiftung den Carl Bertelsmann-Preis. Damit zeichnet sie weltweit beispielhafte Lösungen für zentrale gesellschaftspolitische Herausforderungen aus. Der Preis ging dieses Jahr nach Kanada an die Schulbehörde von Toronto.

Anlässlich der Preisverleihung fand am 3. September in Gütersloh ein Symposium statt.
Programmpunkte waren unter anderem Vorträge von

  • Prof. Dr. Rita Süssmuth (ehemalige Bundestagspräsidentin),
  • Dr. Vernor Munoz Villalobos (UN-Sonderbeauftragter für das Recht auf Bildung),
  • Prof. Dr. Gogolin (Universität Hamburg),
  • Armin Laschet (Minister für Integration, Nordrhein-Westfalen) und
  • Mehmet Tanriverdi (Präsident der BAGIV)

zu den Themen "Das Recht auf inklusive Bildung", "Learning from the best", "Integration braucht faire Chancen" und "Aufgeben ist nicht mein Weg."

Die vollständige Rede von Mehmet Tanriverdi zu dem Thema "Erfolgsfaktoren für eine bessere Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in deutschen Schulen" finden Sie hier.

Das Symposium fand unter der Moderation von Dunja Hayali, ZDF, statt. Die Festrede hielt Staatsministerin Prof. Maria Böhmer.

Auf dem Foto sehen Sie Mehmet Tanriverdi zusammen mit dem UN-Sonderbeauftragten für das Recht auf Bildung, Dr. Vernor Munoz Villalobos, Costa Rica und der Vertreterin der nominierten Schulbehörde Malmö, Schweden, Kerstin Larsson.

Der folgende Link führt Sie zu einem ausführlichen Bericht auf der Seite der Bertelsmann-Stiftung.


 

3. September 2008

Carl-Bertelsmann-Preis 2008

Am 3. und 4. September nahm unser BAGIV-Mitarbeiter, José Ramón Álvarez Orzáez, an der Verleihung des "Carl-Bertelsmann-Preises 2008" und das vorangegangene Fachsymposium teil. Diese Veranstaltung sowie der diesjährige Stiftungspreis standen unter dem Motto "Integration durch Bildung".

Am ersten Veranstaltungstag wurde innerhalb eines ausführlichen Fachsymposiums mit 80 eingeladenen Gästen im Stiftungssitz in Gütersloh über die Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich des Bildungsdefizits von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland eingehend diskutiert. Hierzu wurden unter anderem die Meinungen des UN-Sondeberichterstatters für das Recht auf Bildung, Dr. Vernor Muñoz Villalobos, der Migrantenselbstorganisationen, repräsentiert durch den Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände, Mehmet Tanriverdi, des Landesintegrationsministers, Armin Laschet, und der ehemaligen Bundestagspräsidentin, Prof. Dr. Rita Süssmuth, eingeholt.

Dass nicht alles im Bereich der Integration von Menschen mit ausländischem Hintergrund in das deutsche Schulsystem und die deutsche Mehrheitsgesellschaft schief läuft, bewiesen die 30 Teilnehmer am Vorzeigeprojekt der Bertelsmann-Stiftung, das "Leadership-Programm für junge Führungskräfte aus Migrantenselbstorganisationen". In der vom Verlag der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Bildungsbiografie 13 dieser jungen Teilnehmer, "Aufgeben ist nicht mein Weg" - Bildungswelten in der Einwanderungsgesellschaft, unter ihnen auch unser Mitarbeiter, José Ramón Álvarez Orzáez, sieht man, dass sich Menschen mit Einwanderungsgeschichte in diesem Lande durchaus überdurchschnittlich entwickeln können. Dennoch wiesen sie ausdrücklich und einstimmig auf die Hindernisse und Vorurteile, die allen voran im Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe und später in weiterführende Schulen leider immer noch real existieren.

Um sich an den Erfolgen, die in anderen Ländern im Bereich der erfolgreichen Integration von Schülern mit Migrationshintergrund erzielt werden, ein Beispiel zu nehmen, wurden die vier nominierten Kandidaten aus Leeds (England), Toronto (Kanada), Kanton Zürich (Schweiz) und Malmö (Schweden) für den Stiftungs-Endpreis 2008 hinzugeholt. Gewinner des diesjährigen Carl-Bertelsmann-Preises war die Schulbehörde Toronto aus Kanada, die seit vielen Jahren in einer Stadt mit einem Migrationsanteil von über 80 % einen vorbildlichen Beitrag für die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und deren Familien in das kanadische Schulsystem leisten und somit anderen Städten und Ländern mit erheblichem Nachholbedarf als erfolgreiches Beispiel zur Verfügung stehen.

Der festliche Preisverleihungsakt wurde am 4. September in der Stadthalle Gütersloh in Anwesenheit von 400 bis 500 Gäste zelebriert.


 

23. Juni 2008

Integration und Sport

Auf Einladung der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung Frau Prof. Dr. Maria Böhmer trafen sich am 23. Juni 2008 Vertreter aus Sportverbänden, Migrantenselbstorganisationen, Wissenschaft und Politik zu einem ersten Gespräch für die neu eingerichtete Facharbeitsgruppe "Integration und Sport". In Fortführung der Impulse des Nationalen Integrationsplans wurde diese Arbeitsgruppe unter der Federführung des Bundesministeriums des Innern eingerichtet. Als Vertretung der Migrantenverbände nahmen für die BAGIV Herr Dr. Güler und Mehmet Tanriverdi an dem Gespräch teil. Betont wurde die zentrale Bedeutung, die dem Sport aus integrationspolitischer Sicht beizumessen ist. Sport hat eine große Breiten- und Öffentlichkeitswirkung, deren auf Fairness und gegenseitiger Achtung basierender sportlichen Begegnung über alle ethnischen Grenzen hinweg eine wichtige Integrationsleistung zukommt. Es wurde ein weiteres Treffen für den Herbst diesen Jahres vereinbart.


 

17. Juni 2008

Migrantenorganistionen und Kultusministerkonferenz erzielen Einigkeit

Migrantenorganisationen und Kultusministerkonferenz erzielen Einigkeit in der weiteren Vorgehensweise zur Umsetzung des Integrationsplans

Die Verbesserung der Bildungssituation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund stand bei dem jetzigen Arbeitstreffen der Kultusministerkonferenz (KMK) und Migrantenselbstorganisationen am 17. Juni in Berlin im Bundeskanzleramt im Vordergrund.

Bereits im Dezember 2007 hat die Kultusministerkonferenz (KMK) und Vertreter von acht bundesweit tätigen Migrantenverbänden die Erklärung "Integration als Chance- gemeinsam für mehr Chancengerechtigkeit" verabschiedet.

Die Stärkung der Elternarbeit ist nach Auffassung der Staatsministerin Frau Prof. Dr. Maria Böhmer unabdingbare Voraussetzung zur erfolgreichen Umsetzung einer erfolgreichen Bildungspolitik. "Bildung fängt im Elternhaus an." "Der jüngste Bildungsbericht hat erneut gezeigt, dass der Bildungserfolg im großem Maße von der sozialen und ethnischen Herkunft abhängt. Böhmer will die Eltern in ihrer Verantwortung für den Bildungserfolg ihrer Kinder stärken und unterstützen.

Die Kultusminister und Kultusministerinnen setzen sich dafür ein, interkulturelles Lernen stärker als bisher im Unterricht und im außerunterrichtlichen Bereich zu verankern. Mehr Sprachlernangebote für Eltern mit Migrationshintergrund und Elterninformation sind genauso wie "Erziehungsvereinbarungen" zwischen Kindertagesstätten bzw. Schulen und Eltern eine Empfehlung von Seiten der KMK. Man will die Schulabbrecherquote auf ein Minimum reduzieren und durch berufsorientierten Unterricht und Sprachförderung dazu beitragen.

Ein weiteres gemeinsames Ziel muss zwingend der Ausbau von Ganztagsschulen sein. Auch in diesem Ziel sind sich Migrantenorganisationen und die KMK einig. So besteht eine zentrale Forderung des Präsidenten der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, in der Bereitstellung finanzieller Mittel zum Ausbau von Ganztagsschulen. Zur Zeit sind keine 20 Prozent der Schulen Ganztagsschulen. "Will man eine wirkliche Chancengerechtigkeit im Bildungssektor für alle Kinder erzielen, ist der Auf -und Ausbau von Ganztagsschulen notwendig," so Tanriverdi. Investition, Zukunft Bildung und Betreuung (IZBB)-Mittel, wie vor Jahren unter dem damaligen Bundeskanzler Schröder sollten nicht zweckentfremdet verwendet werden und in Baumaßnahmen versickern, sondern für sozial- und pädagogische Förderung der Kinder verwendet werden. Und so fordert er erneut Mittel bereit zu stellen und damit " in unsere Zukunft- in unsere Kinder" zu investieren.

Tanriverdi bat die Vorsitzende der KMK, die saarländische Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, sich bei dem nächsten Treffen der Kultusministerkonferenz für das eigenständige Unterrichten des Faches Ethik einzusetzen. "Eine Loslösung vom Unterrichtsfach Religion ist zeitgemäß und notwendig." Es kann nicht sein, dass bei einem Ausfall von Religionsunterricht Ethik einfach wegfällt und überhaupt nicht unterrichtet wird. Die Vermittlung von Werten im Rahmen des Ethikunterrichtes muss fester Bestandteil einer guten Bildungspolitik sein. Unsere Kinder haben einen Anspruch darauf!

Tanriverdis Vorschlag, sich jährlich mit den Vertretern der beteiligten Migrantenorganisationen und KMK auszutauschen, fand große Zustimmung. Der Austausch und die Umsetzung der Selbstverpflichtung im Rahmen des Integrationsplanes könnte durch die eigenständige Einrichtung "runder Tische" von Seiten der Kultusminister der Länder unterstützt werden. Ebenso sollte der Nationale Integrationsplan in der Form erweitert werden, dass die Städte und Kommunen in die Verpflichtung mit einbezogen werden.

Damit kann man sinnvoll zur praktischen Umsetzung beitragen. Fällt doch z.B. die Einstellung von Schulsozialarbeitern in den Zuständigkeitsbereich der Städte und Kommunen.

Alle Gesprächspartner zeigten sich nach dem positiven Gespräch und den erzielten Ergebnissen sehr zufrieden. " Die Umsetzung des Integrationsplanes befindet sich auf einem guten Weg. Ende 2009 soll eine Bilanz der Maßnahmen gezogen werden" so Frau Böhmer.


 

6.-8. Juni 2008

Teilnahme am 5. und somit letzten Seminar des Leadership-Programms der Bertelsmann-Stiftung in Berlin

Zum letzten Mal trafen sich am Wochenende in Berlin die Teilnehmer der 1. Runde des Leadership-Programms der Bertelsmann-Stiftung, "Die Brückenbauer der Integration". "Partizipatives Projektmanagement" und die Methode "Technology of Participation" für Moderation und Konsensfindung wurde durch Referenten des DGB-Jugendbildungszentrum Hattingen vorgestellt. Die 30 jungen TeilnehmerInnen bedankten sich in dieser Abschlussveranstaltung bei Herrn Kober und Herrn Kösemen für die gelungene Organisation und Durchführung der fünf Qualifizierungseminare. Es war ihnen außerdem sehr wichtig, die gewonnenen Kompetenzen im Konsens der Gruppe fortzuführen und den Kontakt untereinander aufrecht zu erhalten.


 

4. Juni 2008

4. Integrationspolitischer Dialog mit Migrantenorganisationen im Bundeskanzleramt Berlin auf Einladung der Staatsministerin Prof. Maria Böhmer mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

Mehr als 70 Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenorganisationen waren der Einladung gefolgt und zum 4. Integrationspolitischen Dialog ins Bundeskanzleramt gekommen, unter ihnen Mehmet Tanriverdi, Präsident der BAGIV (Bundesarbeitsgemeinschaft der Migrantenverbände in Deutschland e.V.) Er bescheinigte Deutschland in den letzten zehn Jahren "…auf einem guten Weg innerhalb des Integrationsprozesses zu sein". Immerhin habe man mit der Reform des Staatsanghörigkeitsgesetzes, Verabschiedung des Zuwanderungsgesetzes und Erstellung und Verabschiedung eines Integrationsplanes und Integrationsprogramms viele Schritte in die richtige Richtung gemacht. Er versicherte, dass die Migrantenverbände weiterhin diesen Prozess kritisch, aber konstruktiv begleiten werden. Sein Appell ging aber auch an die anwesenden Vertreter der Wirtschaft und Verbände mit Migrationshintergrund, sich in die vom Bundespräsidenten Horst Köhler vor zwei Jahren ins Leben gerufene Aktion, "Deutschland- Land der Ideen" verstärkt zu beteiligen.
In zwei Plenarsitzungen wurde weiterhin über verschiedene Aspekte des nationalen Integrationsplans diskutiert. Schwerpunkte des Gesprächs waren u.a. die Selbstverpflichtungen, Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements von Migrantinnen und Migranten, sowie die Ausbildung. Nach der Begrüßung durch die Staatsministerin Prof. Maria Böhmer zum Stand der Zwischenbilanzierung des Nationalen Integrationsplans, erfolgten Beiträge von Präsident Dr. Albert Schmid, BAMF, zum Stand der Selbstverpflichtungen und zur Projektförderpolitik des Bundesamtes und von Staatssekretär Scheele, BMAS, sowie AL'in Haugg, BMBF, zu Qualifizierungsinitiative und Maßnahmen der Bundesregierung zur Ausbildungsförderung. Der Präsident der BAGIV, Tanriverdi, nahm Stellung zur gemeinsamen Erklärung der KMK und den Migrantenselbstorganisationen mit ihren Selbstverpflichtungen und beschrieb den Istzustand. Er appellierte an die Kultusminister der Länder spätestens nach der Sommerpause mit der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Verbänden zu beginnen.
In der Schlussrunde des ganztägigen Dialogs unterstrich Bundeskanzlerin Angela Merkel die Notwendigkeit einer gelungenen Integrationspolitik: "Ich halte das Thema Integration für ein wirkliches Schlüsselthema der Zukunftsfähigkeit Deutschlands", so Merkel im Gespräch mit den Migrantinnen und Migranten. Sie freute sich über den Vorschlag von Mehmet Tanriverdi, den 35. Internationaler Berlin-Marathon unter das Motto "Für mehr Toleranz, gegen Rassismus und Fremdenhass…" zu stellen. Als Schirmherrin des diesjährigen Marathonlaufes, veranlasste sie dies umgehend und ließ ihren Worten Taten folgen.

Weitere Informationen finden Sie hier: Pressebericht im Gießener Anzeiger vom 09.06.2008


 

13. Mai 2008

Besuch in der Heimat

Der Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, besuchte seine alte Heimat Kurdistan und traf sich am 13.Mai 2008 in der ca. 1.000.000 Einwohner zählenden kurdischen Metropole Diyarbakir mit dem Oberbürgermeister Herrn Osman Baydemir von der pro-kurdischen Partei DTP. Tanriverdi informierte sich über die aktuelle Situation der Region und Projekte der Stadt. Das Gespräch, bei dem ein Briefaustausch der Oberbürgermeister beider Städte statt fand, fand in angenehmer Atmosphäre im Stadthaus statt. Es wurde angekündigt, dass eine Delegation von Kommunalpolitikern aus Gießen im Frühjahr nächsten Jahres Diyarbakir besuchen wird. Das Ziel ist eine mögliche Partnerschaft sowie der Austausch von Schülern. Die heimliche Hauptstadt der Kurden im türkischen Teil Kurdistans liegt am Tigris im Südosten. Der überwiegende Teil der Bevölkerung (ca. 98%) spricht kurdisch. Es sind kaum noch ehemalige Bewohner wie Armenier, Assyrer und Griechen anzutreffen. Die historische Stadt mit gut erhaltener Stadtmauer der Byzantiner, welche in den letzten Jahren z.T. mit EU-Geldern restauriert wurde, ist reich an christlichen und islamischen Gebetshäusern.


 

25.-27. April 2008

Teilnahme am 4.Seminar des Leadership-Programms der Bertelsmann-Stiftung in Berlin

Im Rahmen des Programms der Bertelsmann Stiftung "Die Brückenbauer der Integration stärken" trafen sich die 30 von der Bertelsmannstiftung auserwählten jungen Teilnehmer zu dem nun 4. und somit vorletztem Seminar "Führen in Zeiten des Wandels" in Berlin unter Teilnahme der BAGIV wieder. Das Seminar befasste sich mit dem Thema "Leadership", "Das Individuum", "Führen in Zeiten des Wandels", "Das Team" und "Das System".

Die 30 sehr engagierte jungen Teilnehmer erlernten unter anderem in diesem Fortbildungsseminar, wie wichtig es ist, in einer Führungsposition zwischen der eigenen Person und der Rolle, die man in der Arbeitswelt oder im Vereinsleben einnimmt, zu unterscheiden, um Konfliktsituationen objektiv betrachten zu können und effizient Lösungsansätze zu finden.


 

24. April 2008

Gedenken zum Völkermord

An jedem 24. April eines Jahres wird an den Völkermord an Armeniern, Assyrern und Pontos-Griechen gedacht. Der Völkermord vor 93 Jahren an diesen Christen brachte insgesamt 2,5 Millionen Opfer. Auch wir wollen an diesem Tag gedenken und sprechen allen Betroffenen unser Beileid aus.


 

19. April 2008

Aufstieg durch Bildung?

Unter diesem Motto tagte das Forum der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen (FdM) vom 18.04. bis 19.04. 2008 in Berlin. Das Forum, eine Interessenvertretung von über 100 Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten im Paritätischen, hatte aus aktuellem Grund die schulische und berufliche Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und die Rolle der Migrantenselbstorganisationen diesen Prozess zu unterstützen als Schwerpunktthema gewählt.
Eröffnet wurde die 2. Tagung durch Kenan Kücük, Sprecher des FdM. Anschließend wurde durch Vorträge von Prof. Barbara John (Mitglied im Vorstand des Paritätischen) und dem Staatssekretär Detlev Scheele in die Thematik eingeleitet.
Am Nachmittag wurde in Arbeitsgruppen über aktuelle fachliche Entwicklungen informiert, Praxisbeispiele vorgestellt und die besondere Rolle der Migrantenselbstorganisationen erörtert. Am nächsten Tag legten die Sprecher und der Beirat des FdM den Bericht über ihre einjährige Arbeit vor und es folgten die Wahlen des neuen Sprecherkreises und der sieben Beiratsmitglieder für zwei Jahre. Kenan Kücük wurde zum Sprecher, Behshid Najafi und Emirjeta Veshi wurden zu Stellvertretenden Sprecherinnen gewählt. Auch dieses Mal ist Berivan Aymaz von der BAGIV als Beiratsmitglied im Forum der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen mit dabei.


 

13. - 14. April 2008

Pressewirksame Medienarbeit in den Migrantenselbstorganisationen

Die BAGIV veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem Verband der griechischen Gemeinden, OEK eine Tagung zum Thema "Pressewirksame Öffentlichkeitsarbeit in den Migrantenselbstorganisationen" in Frankfurt (a.M.). Das Interesse der Organisationen zeigte sich an der regen Beteiligung. Die Darstellungsmöglichkeiten der Arbeit der Migrantenselbstorganisationen in den Medien war zentrales Thema der Veranstaltung. "So kommen sie in die Medien!" war der Titel der Podiumsdiskussion mit Presse- und Medienvertretern. Der anschließende Tag in Bonn diente der Evaluation mit Experten und der Präsentation der Tagungsergebnisse.


 

1. April 2008

Frohes Akitu 6758

Am 1. April jeden Jahres feiern die Assyrer ihr Neujahrsfest "Akitu", welches sie dieses Jahr in das Jahr 6758 begleitete. Assyrische Vereine organisierten diesbezüglich Deutschlandweit Veranstaltungen in Augsburg, Gütersloh, Wiesbaden, Düren, Mainz, Gießen usw.. Wir gratulieren allen Assyrern zum Akitu und wünschen ihnen alles Gute.

Bilder und weitere Informationen unter http://www.bethnahrin.de , http://www.ajm-online.de


 

28.-31. März 2008

Teilnahme an der EU Jugendgruppenleiterschulung in Mollina, Spanien

Vom 28.-31. März 2008 organisierte die AGIJ e.V. (Arbeitsgemeinschaft Internationaler Jugendverbände Hamburg e.V.) eine Jugendgruppenleiterschulung in Mollina (Malaga), an der 15 Jungendliche spanischer Herkunft aus ganz Europa teilgenommen haben. Auch von der BAGIV nahm eine Spanierin teil. Inhalte des Seminars waren unter anderem "Die Rolle der unterschiedlichen Jugendgruppenspiele", "Die Diskrepanz der Pädagogik und der Gesetze in einigen Fällen der Jugendarbeit" und der Bereich "Medien". Mit diesem Seminar ist ein Netzwerk zwischen den Jugendlichen spanischer Herkunft, die alle im sozialen Bereich beruflich oder ehrenamtlich aktiv sind, in ganz Europa entstehen.


 

21. März 2008

Frohes Newroz 2620

Am 21. März jeden Jahres feiern die Kurden ihr "Frühlingsfest - Newroz", welches sie dieses Jahr in das Newroz Jahr 2620 begleitete. KOMKAR organisierte diesbezüglich Deutschlandweit Großveranstaltungen in München, Berlin, Hamburg, sowie die Hauptveranstaltung in der Stadt des Komkar-Sitzes in Wuppertal. Wir gratulieren Komkar und allen Kurden zum Newroz und wünschen ihnen alles Gute.

Weitere Bilder und Informationen unter http://www.komkar-info.org


 

4. März 2008

Heidi Merk neue Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes

Stamatis Assimenios neues gewähltes Mitglied des Verbandsrates


Die Mitgliederversammlung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes hat am 4. März 2008 in Potsdam Heidi Merk, langjährige niedersächsische Justiz- und Sozialministerin, zur neuen Vorsitzenden des Verbandes gewählt. Sie folgt damit auf Dr. Eberhard Jüttner, der nicht mehr kandidierte.

Nach der Wahl der Vorsitzenden des Paritätischen Gesamtverbandes, der mit annähernd zehntausend selbständigen Mitgliedsorganisationen einer der größten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland ist, hat die Mitgliederversammlung die Mitglieder des Verbandsrates u.a. aus dem Bereich der Überregionalen Mitgliedsorganisationen gewählt. Stamatis Assimenios, stellvertretender Vorsitzender der BAGIV, ist als neues gewähltes Mitglied des Verbandsrates des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gewählt.


 

26. Februar 2008

Teilnahme am Leadership-Programm der Bertelsmann-Stiftung in Berlin

Im Rahmen des Programms der Bertelsmann Stiftung "Die Brückenbauer der Integration stärken" fand am Wochenende vom 22. - 24. Februar das Seminar "Leadership und Kommunikation in der Öffentlichkeit" im Wannsee Forum in Berlin unter Teilnahme der BAGIV statt. Themen des Seminars waren "Überzeugende Kommunikation in der Öffentlichkeit", "Erfahrungsaustausch im Umgang mit Medien", "Gesprächsrunde zum Thema "Deutscher im 21. Jahrhundert"" und "Wie funktionieren Medien?".


 

14.-15. Februar 2008 in Königswinter

"Die effektive Gleichstellung der spanischen Frau im Ausland und die Vorbeugung von Frauengewalt"

Dies war das Thema einer vom spanischen Ministerium für Arbeit und Soziales finanzierten Wochenendkonferenz, vom 15. bis zum 17. Februar 2008 in Königswinter, bei der Frauenpolitikexperten aus den verschiedenen autonomen Regionen Spaniens, aus Deutschland, Österreich, Ungarn und Italien vertreten waren. Die vom Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine ins Leben gerufene Veranstaltung richtete sich an spanische Migrantinnen und ihre Stellung in der Gesellschaft, Arbeitswelt und Familie.
Rund 70 interessierte Frauen aus Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Österreich, Ungarn und den Niederlanden kamen nach Königswinter, um wichtige Informationen über verschiedene Aspekte der Diskriminierung von Frauen, die bisher erzielten Fortschritte im Kampf gegen deren Ausgrenzung und die Zukunftsperspektiven zu diskutieren.

Konferenzleiter waren José Povedano Sánchez, Vorsitzender des Spanischen Bundesverbandes und Carmen Couto Boullosa, stellvertretende Vorsitzende. Neben Frau Ruth Niebuer, Referentin für Frauengewalt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Grazia Bruno vom Italienischen Sozialverband, Ann-Christin Kehrberg, Referentin für EU-Forschungsprojekte und der Psychologin Ángela Peramato reisten zahlreiche Gäste aus Spanien zu der Konferenz an: María José Pulido und Antonio Caballero Sánchez, vom Fraueninstitut der autonomen Region Extremadura, (IMEX); Cristina Coto de la Mata, Doktorin des Feminismus und Reinerio Álvarez Saavedra, Präsident der Kommission für Gerechtigkeit und Gleichstellung des autonomen Fürstentums Asturien; Carmen Adam Villamarín und Iria Alonso, des Generalsekretariats für Gleichstellung der autonomen Region Galicien; Carlos Gamallo Amat, Arzt, und Enriqueta Chicano Jávega, Ehrenpräsidentin der Föderation Progessistischer Frauen; Randa Sayegh Hamati, Migrationsdezernentin der Ortschaft Villanueva de la Cañada (Madrid); Consuelo Casas, der Rückkehrerorganisation AGER in Granada. Für die spanischen Referenten bedeutete diese Erfahrung den ersten realen Kontakt mit den spanischen Migranten in Deutschland.


 

12. Februar 2008

Teilnahme am EZA-Seminar in Bialystok in Polen

Vom 1. bis zum 3. Februar fand in Bialystok in Polen ein Seminar der EZA mit dem Thema "Junge MigrantInnen und der Arbeitsmarkt", statt. Die Vorträge des Seminars beinhalteten Fakten und Statistiken zur Situation der MigrantInnen als Arbeitnehmer in ganz Europa. Von der BAGIV nahmen 2 junge MigrantInnen teil, die im Rahmen einer Podiumsdiskussion einen Beitrag zum Thema "Migrationsbiographie" leisteten. Das langfristige Ziel, die Teilnehmer der verschiedenen Nationalitäten und ihre Organisationen zu vernetzen, wurde durch die gemeinsamen Aktivitäten während des Aufenthalts in Bialystok, initiiert.


 

29. Januar 2008

Das Wahlkampfthema Jugendgewalt

Der Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, im Gespräch mit stern.de über die Bedeutung der Kampagne des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch für die Integration in Deutschland. Das vollständige Interview finden Sie hier: Interview mit stern.de


 

24. Januar 2008

Vorankündigung

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Frau Prof. Dr. Maria Böhmer lädt am 30. Januar 2008 im Rahmen der regelmäßigen Treffen bezüglich des Nationalen Integrationsplans zu einem Vorgespräch in das Bundeskanzleramt, um mit den beteiligten Organisationen über den Stand und die Fortsetzung der Arbeiten zu berichten. Der Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, wird der Einladung folgen und sich weiter für die Verbesserung der Bildungschancen der MigrantInnen und entscheidende integrationsfördernde Schritte einsetzen.


 

23. Januar 2008

Teilnahme am EZA-Seminar in Rom

Vom 14. - 20. Januar 2008 fand ein Seminar der EZA (Deutschland) und EFFIL (Italien) in Rom statt. Das Hauptthema "Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Gewerkschaften und Arbeitervereinigungen im europäischen Kontext", spiegelten die zahlreichen Facetten der Arbeit(-geber) und Sozialverbände wieder. Ca. 30 MigrantenInnen aus den unterschiedlichsten europäischen Staaten haben an dem Seminar teilgenommen, darunter auch Monica Heras von der BAGIV (siehe Foto). Die sehr informative, multikulturelle Veranstaltung diente u.a. auch der Vernetzung der Teilnehmer und Gastgeber untereinander. Durch die positive Resonanz wurde von den Veranstaltern bereits ein Folgeseminar angekündigt.


 

11. Januar 2008

BAGIV warnt vor Spaltung der Gesellschaft

Die Kampagne des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, im hessischen Wahlkampf, das Jugendstrafrecht zu verschärfen und kriminelle Jugendliche mit Migrationshintergrund härter zu bestrafen, bzw. schneller abzuschieben, führt letztendlich zur Spaltung der Gesellschaft.

BAGIV fordert alle Verantwortlichen auf, die Ursachen für die Jugendkriminalität zu bekämpfen. Grundlagen zu schaffen für eine Erhöhung der Bildungschancen und Perspektiven um eine bessere Integration zu ermöglichen.

Wir fordern weiterhin die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, ihre Äußerung zurückzunehmen und sich von der Kampagne in Hessen zu distanzieren.

Hier geht es zum offenen Brief der Zuwanderer-Gruppen

Äußerung des BAGIV Präsidenten bei SPIEGEL ONLINE

 




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