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18. Mai
Offener Brief von 31 Organisationen bzw. Verbänden
Am 28. und 29. April hielt Prof. Dr. Kemal Cicek, als Genozidleugner "qua Amt" - er ist Vorsitzender der offiziösen staatsnahen Historikerkommission der Türkei - international berüchtigt, zwei Vorträge in Köln und Frankfurt am Main über das "Armenierproblem". Die Veranstaltungen wurden von DITIB - Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. - organisiert. Der Istanbuler Zweig des Menschenrechtsvereins der Türkei (IHD) hat inzwischen Strafanzeige gegen Cicek wegen Volksverhetzung (Art. 216 StGB/Türkei) erstattet, weil der oberste Hüter der türkischen Geschichtsdoktrin im türkischen Fernsehen einen Armenier türkischer Staatszugehörigkeit öffentlich mit dem Tod bzw. Deportation bedroht hat.
Lesen Sie hier den vollständigen Text: Offener Brief
Präsident der BAGIV, Mehmet Tanriverdi, sagt Teilnahme an der Avicenna Preisverleihung am 6. Mai in der Frankfurter Paulskirche ab.
"Vorab möchte ich ausdrücklich meine Wertschätzung für den von Frau Dr. Shirin Ebadi geleisteten Einsatz für Menschenrechte, für ihr unermüdliches Eintreten für Frieden und Freiheit betonen. Dies verdient Respekt und höchste Anerkennung" betont Tanriverdi in einem Schreiben an Dr. Yasar Bilgin, der für die Veranstaltung verantwortlich zeichnet.
Avicenna, einst ein bedeutender Arzt und Philosoph, ist heute auch ein Begriff, der die Nähe zu Fetullah Gülen und den obskuren Machenschaften dieser radikal islamistischen Bewegung vermuten lässt. Eine "zufällige Namensgleichheit" scheint mir -bei allem Wohlwollen- doch zu oberflächlich argumentiert.
"Ich persönlich kann eine Teilnahme an einer Veranstaltung, die auch nur im Entferntesten vermuten lässt, mit der Gülen Bewegung zusammen zu hängen, die bekanntermaßen gegen jede demokratische Grundordnung arbeitet, die die Menschenrechte missachtet und sich dazu gewaltbereiter Methoden bedient, nicht verantworten" so Tanriverdi weiter.
"Geschichte und Politik hautnah erleben",
"Geschichte und Politik hautnah erleben", hieß das Motto, mit dem die BAGIV in Zusammenarbeit mit dem Spanischen Bundesverband 30 in Remscheid ansässige Jugendliche im Rahmen des vom BMI geförderten Projektes "Politik in der Praxis" eingeladen hatte, um vom 27. bis zum 29. April 2012 an einer Fahrt nach Berlin teilzunehmen.
Nach theoretischen Einführungen in Remscheid begann die Berlin-Fahrt mit einem Besuch des Bundestages mit Führung, weitere Programmpunkte waren: "Checkpoint Charlie", dem bekanntesten Berliner Grenzübergang zwischen 1945 und 1990, das "Mauermuseum", das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", auch "Holocaust-Mahnmal" genannt. Weiter besichtigt wurden der Berliner Dom, das Brandenburger Tor, die Museumsinsel an den Ufern der Spree und der charakteristische Alexanderplatz u.a. Auf der Rückfahrt brachten die Jugendlichen ihre durchweg positiven Eindrücke zum Ausdruck. Sie werteten dieses Angebot als eine treffende Maßnahme Geschichte und Politik des Landes, in dem sie leben, kennen zu lernen.
Die BAGIV verzeichnete einen hohen Lernerfolg und ist sich dem sozio-politischen Informations- und Erfahrungsbedarf der jungen Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Gesellschaft bewusst und wird auch in Zukunft Angebote dieser Art unterstützen und durchführen.
Keine Unterstützung für Hassprediger
Offener Brief Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland e.V. (BAGIV) an Herrn Jörg-Uwe Hahn, Hessischer Minister für Justiz, Integration und Europa, in dem er aufgefordert wird, die Schirmherrschaft der "Deutsch-Türkischen Kulturolympiade 2012", am 29.04.2012 in Frankfurt niederzulegen.
Offener Brief an Minister Hahn.pdf
97. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern
"Wir gedenken an diesem Tag der Toten, wir gedenken auch der vielen griechischen und assyrischen Opfer, wir gedenken derer, die auf der Flucht oder in der Diaspora elend zugrunde gegangen sind. Und wir gedenken all derer, die in den Jahrzehnten danach an der Leugnung gelitten haben und daran zerbrochen sind. Wir gedenken der Opfer und wir fordern zugleich, in ihrem Namen und im Namen der überlebenden Nachfahren: Anerkennung des Völkermords von 1915 und strafbewehrtes Verbot der Leugnung von Völkermorden.", erklärt der Vorsitzende des Zentralrats der Armenier in Deutschland (ZAD), Azat Ordukhanyan.
Die Gedenkfeier findet traditionell am 24. April um 19 Uhr in der Frankfurter Paulskirche statt. Die Gedenkrede hält der Bonner SPD-Politiker Bernhard von Grünberg, Mitbegründer der Aktion Courage und stellvertretender Bundesvorsitzender der UNO-Flüchtlingshilfe. Anschließend gibt der in Paris lebende Komponist und Pianist Vardan Mamikonyon ein Gedenkkonzert "In Memoriam", das einen Baustein bildet in seinem bis ins Jahr 1915 angelegten Zyklus "100 Jahre Genozid - 100 Konzerte". Neben ihm stehen der Tenor Kevork Hadjian aus Jerewan sowie Gor Harutyunyan (Bariton) und Suren Manukyan (Bass), beide aus Nürnberg, auf der Bühne.
Mehr Informationen finden Sie hier: www.zentralrat.org
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